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Eine unwirksame Befristung im Arbeitsvertrag kann dazu führen, dass Arbeitnehmer unbefristet in der Firma weiterarbeiten dürfen.
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Eine unwirksame Befristung im Arbeitsvertrag kann dazu führen, dass Arbeitnehmer unbefristet in der Firma weiterarbeiten dürfen.

Arbeitsrecht

Befristeter Arbeitsvertrag: Bei diesen Fehlern können Sie klagen

Wer in seinem befristeten Arbeitsvertrag Fehler findet, hat vor Gericht gute Chancen. In vielen Fällen winkt eine unbefristete Anstellung.

Befristete Arbeitsverträge sind zwar üblich – für Arbeitnehmer bedeuten sie aber vor allem Unsicherheit, wenn es um ihre finanzielle Zukunft geht. In diesem Fall kann sich ein Blick in die geschlossenen Vertragsunterlagen durchaus lohnen, denn bestimmte Fehler können dazu führen, dass ein befristeter Arbeitsvertrag unwirksam wird – mit weitreichenden Folgen.

Befristeter Arbeitsvertrag: Bei diesen Fehlern wird er unwirksam

„Ist die Befristung rechtsunwirksam, so gilt der befristete Arbeitsvertrag als auf unbestimmte Zeit geschlossen.“ So heißt es in Paragraf 16 des Teilzeit- und Befristungsgesetzes (TzBfG), das den rechtlichen Rahmen für befristete Arbeitsverträge festlegt. Dabei können schon kleine Fehler dazu führen, dass ein befristeter Arbeitsvertrag als unwirksam gilt. Beispiele dafür sind etwa:

  • Die Befristung wurde nur mündlich ausgesprochen.
  • Der Sachgrund für die Befristung hatte keinen Bestand (etwa eine Schwangerschaftsvertretung). Darf der Arbeitsvertrag auch ohne Grund befristet werden? Das erfahren Sie hier.
  • Die maximale Laufzeit eines befristeten Arbeitsverhältnisses von zwei Jahren wird überschritten.
  • Der Arbeitsvertrag wird innerhalb von zwei Jahren mehr als dreimal verlängert.
  • Der Arbeitnehmer erhält erst nach dem Befristungsende einen neuen Arbeitsvertrag und arbeitet in der Zwischenzeit weiter. Durch die Weiterbeschäftigung über den Befristungszeitpunkt hinaus wird der befristete Arbeitsvertrag automatisch zu einem unbefristeten Vertrag. Selbst wenn der neue Arbeitsvertrag später noch unterzeichnet wird, führt dies nicht zu einer neuen Befristung. Dieser Fall trifft übrigens auch dann ein, wenn der Arbeitnehmer weiter in der Firma arbeitet, obwohl sein befristeter Arbeitsvertrag bereist ausgelaufen ist.

Unwirksame Befristung: So lange haben Arbeitnehmer Zeit, dagegen zu klagen

Wer also einen Fauxpax in seinem Arbeitsvertrag findet, der hat gute Chancen, dass sich sein Arbeitsverhältnis auf unbestimmte Zeit verlängert. Dazu müssen Arbeitnehmer jedoch rechtzeitig eine Entfristungsklage beim Arbeitsgericht einreichen. Gemäß Paragraf 17 TzBfG haben Arbeitnehmer dafür nach dem vereinbarten Vertragsende drei Wochen Zeit. Stimmt das Gericht dem Beschäftigten zu, so wird aus dem befristeten Arbeitsvertrag nachträglich ein unbefristeter.(as)

Mehr zum Thema: Vorsicht: Bei diesem Fehler ist der Arbeitsvertrag ungültig.

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Quellen: Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG), advogarant.de, gansel-rechtsanwaelte.de

Kündigung des Arbeitsvertrags: Die wichtigsten Fakten, die jeder kennen sollte

Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt.
Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt. © Patrick Pleul / dpa
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus.
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus. © Jan-Philipp Strobel / dpa
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters.
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters. © Patrick Pleul / dpa
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben.
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben. © Monika Skolimowska / ZB / dpa
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen. © Patrick Pleul / dpa
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig.
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig. © Robert Schlesinger / dpa Zentralbild / dpa
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz.
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz. © Tobias Hase/ dpa
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen.
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. © Jens Büttner / dpa
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam.
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam. © Jens Kalaene / dpa
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen.
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen. © Jens Kalaene / ZB / dpa

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