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Ab April ändern sich die Regeln für die Bafög-Rückzahlung. (Symbolbild)
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Ab April ändern sich die Regeln für die Bafög-Rückzahlung. (Symbolbild)

Wann, wie schnell und was hat sich ändert

Bafög-Rückzahlung: Was Studenten und Schüler wissen sollten

Für Schüler und Studierende, die während ihrer Ausbildung Bafög erhalten haben, ändert sich ab April ein entscheidendes Detail. Das sollten Bafög-Empfänger über die Rückzahlung wissen.

  • Für Studierende und Schüler ohne ausreichende finanzielle Mittel gibt es staatliche Fördergelder.
  • Einige Jahre nach Studienende muss dass Bafög-Darlehen zurückgezahlt werden.
  • Ab April ändern sich die Regeln - doch wer sich rechtzeitig informiert, hat weiterhin Vorteile.

Nach Studienende haben Bafög-Empfänger ein paar Jahre Zeit, ihre Schulden zurückzuzahlen. Es lohnt sich jedoch, nicht bis zum Ende der Frist zu warten. Wer sich schon früher um die Rückzahlung kümmert, kann  Geld sparen! Hier erfahren Schüler und Studierende, wann sie ihre Schulden begleichen sollten - und was sich ab April ändert.

Bafög-Rückzahlung: Die halbe Summe geschenkt

Mit dem Bundesausbildungsförderungsgesetz*, kurz "Bafög", fördert der deutsche Staat Studierende und Schüler während ihrer Ausbildung. Der Höchstsatz der Bezuschussung liegt derzeit bei bis zu 861 Euro pro Monat.

Bisher galt: 50 Prozent sind geschenkt und 50 Prozent müssen zurückgezahlt werden. Schüler und Auszubildende sind von dieser Regelung ausgeschlossen, sie erhalten die Förderung als reinen Zuschuss. Ab 1. April 2020 ändern sich die Regeln für Bafög-Empfänger*. Doch die Neuerungen haben Vor- und Nachteile!

Bafög-Rückzahlung: Das ändert sich ab April

Laut der alten Regelung mussten Studierende ihr Darlehen mit einer Rate von 105 Euro pro Monat, bis zu einer maximalen Summe von 10.000 Euro, zurückzahlen. Nun erhöht sich der monatliche Betrag auf 130 Euro. Maximal 77 Monate lang, bis zu einer Summe von 10.010 Euro, müssen Bafög-Empfänger nun die Förderung zurückzahlen. Nach diesem Zeitraum werden alle weiteren Schulden erlassen. Von der neuen Regelung profitieren also Studierende, deren Bafög-Darlehen* deutlich über 10.000 Euro liegt.

Auch ehemalige Bafög-Empfänger, die nach ihrem Studium nur ein niedriges Gehalt erhalten*, haben Vorteile durch die neue Regelung. Wer nach 20 Jahren das Darlehen nicht zurückzahlen kann, wird von der weiteren Zahlungspflicht befreit - auch, wenn bis dahin weniger als 10.010 Euro gezahlt wurden.

Auch interessant: Bewerbung: Wie wichtig sind die Noten aus dem Studium?

Bafög-Rückzahlung wird nach einigen Jahren fällig

Fünf Jahre nachdem die Förderungshöchstdauer erreicht ist, müssen Bafög-Empfänger das erhaltene Geld zurückzahlen. Ein halbes Jahr davor erhalten Studierende den Bescheid über die Rückzahlung des Geldes. Neben der tatsächlichen Höhe des Darlehens ist darin der Tilgungsplan und das Angebot zur vorzeitigen Rückzahlung der Schulden enthalten.

Auch hier können Schüler und Studierende Geld sparen*. Denn wer dem Bundesverwaltungsamt vor Ablauf der Frist seine neue Adresse mitteilt, spart 25 Euro. Diese Summe berechnet das Amt, wenn es gezwungen ist, die Adresse auf eigene Faust zu ermitteln.

Im Video: Gehaltsstudie – hier verdienen auch Nicht-Akademiker 60.000 Euro

Lohnt sich die Bafög-Rückzahlung auf einen Schlag?

Wer sich für eine einmalige Rückzahlung entscheidet, erhält einen ordentlichen Rabatt auf das zurückzuzahlende Darlehen*. Wieviel Nachlass gewährt wird, ist abhängig von der gesamten Darlehenssumme. Auch hier hat sich so einiges geändert: Waren es nach der alten Regelung bei einem Darlehen von 5.000 Euro noch 18,5 Prozent Nachlass, sind es ab April nur noch 13 Prozent. Bei einem Betrag von 10.000 Euro wurde bisher 28,5 Prozent Rabatt gewährt: Ab April werden nur noch 21 Prozent  berechnet.

Doch nicht in jedem Fall lohnt sich eine sofortige Rückzahlung. Wenn die Höhe des Darlehens das Maximum von 10.010 Euro übersteigt, wird die Schuld auf diese Summe gedeckelt. Dann hat eine vorzeitige Rückzahlung keinen finanziellen Vorteil im Vergleich zur Ratenzahlung.

Zum Weiterlesen: Start-ups: Wie viele Jobwechsel schaden der Karriere?

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*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

lkn

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