Abmahnungen müssen wie verabredet gelöscht werden

Siegburg/Berlin (dpa/tmn) - Einigen sich der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber auf die Entfernung von Abmahnungen aus der Personalakte, darf sich eine erneute

Siegburg/Berlin (dpa/tmn) - Einigen sich der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber auf die Entfernung von Abmahnungen aus der Personalakte, darf sich eine erneute Abmahnung nicht auf vorherige beziehen. Eine solche Abmahnung ist rechtswidrig und zu löschen.

Dies ergibt sich aus einem Urteil des Arbeitgerichts Siegburg (Az.: 6 Ca 1037/07), wie der Deutsche Anwaltverein (DAV) mitteilt. Dem Arbeitnehmer wurden in diesem Fall zwei Abmahnungen erteilt. Er einigte sich mit dem Arbeitgeber darauf, dass sie nach einem halben Jahr entfernt würden. Noch bevor es so weit war, erhielt er eine weitere Abmahnung, die sich auf die beiden vorherigen bezog. Der Mann verlangte die Streichung. Zu Recht, entschied das Gericht: Der Arbeitgeber dürfe seine Verpflichtung, die Abmahnungen zu löschen, nicht dadurch unterlaufen, dass er eine weitere Abmahnung unter Bezugnahme auf die anderen erteilt. Außerdem sei eine generelle Bezugnahme auf ein in den vorherigen Abmahnungen genanntes "früheres fehlerhaftes Verhalten" nicht konkret genug. Ein Arbeitnehmer müsse aber keine unkonkreten Vorwürfe in seiner Personalakte dulden.

Informationen: Deutsche Anwaltauskunft, Telefon: 01805/18 18 05 für 14 Cent pro Minute.

Die Anwaltsauskunft im Internet: www.anwaltauskunft.de

Kommentare