Ablehnung wegen Sprachproblemen ist keine Diskriminierung

Berlin (dpa/tmn) - Bekommt ein ausländischer Bewerber wegen mangelnder Deutschkenntnisse eine Arbeitsstelle nicht, ist das keine Benachteiligung wegen der

Berlin (dpa/tmn) - Bekommt ein ausländischer Bewerber wegen mangelnder Deutschkenntnisse eine Arbeitsstelle nicht, ist das keine Benachteiligung wegen der ethnischen Herkunft.

Entsprechend besteht kein Anspruch auf Entschädigung, urteilte das Arbeitsgericht Berlin (Az.: 14 Ca 10356/07), wie der Deutsche Anwaltverein (DAV) in Berlin mitteilt. In dem Fall hatte sich ein Brite auf eine Stelle als Gärtner beworben. Der Probetag wurde abgebrochen; nach seiner Darstellung aufgrund von Sprachproblemen.

Der Arbeitgeber argumentierte, der Engländer habe die Motorsäge so falsch bedient, dass man sie ihm sofort habe abnehmen müssen. Fehlende Eignung sei der Grund gewesen, warum er die Stelle nicht erhalten habe.

Die Klage auf Entschädigung wies das Gericht zurück. Auch aufgrund der Argumentation des Klägers bestehe kein Anspruch auf Entschädigung. Die Nichtberücksichtung eines ausländischen Bewerbers wegen fehlender Deutschkenntnisse - seien diese auch nur vermutet - stelle keine Benachteiligung aufgrund der ethnischen Herkunft dar. Ein Arbeitgeber, der gute deutsche Sprachkenntnisse fordere, diskriminiere auch nicht indirekt dadurch, dass diese Kenntnisse eher Deutsche hätten als Menschen anderer sprachlicher Herkunft.

Informationen: Deutsche Anwaltauskunft ,Telefon: 01805/18 18 05 (für 14 Cent pro Minute)

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