Wechsel auf Teilzeit

Abfindung nicht voll zu versteuern

Wer beim Wechsel auf eine Teilzeitstelle eine Abfindung erhält, kann dafür steuerliche Vergünstigungen in Anspruch nehmen. Das sagt der Bundesfinanzhof in München.

München. Wer beim Wechsel auf eine Teilzeitstelle eine Abfindung erhält, kann dafür steuerliche Vergünstigungen in Anspruch nehmen. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) in München entschieden.

Demnach muss eine solche Teilabfindung für eine Arbeitszeitverkürzung nicht in jedem Fall wie normaler Lohn versteuert werden. Die Vorinstanzen hatten das noch gefordert, weil beim Wechsel von einer Vollzeit- auf eine Teilzeitstelle das Arbeitsverhältnis nicht beendet wird.

Deswegen lasse sich eine Abfindungssumme nicht wie außerordentliche Einkünfte versteuern. Auch komme eine begünstigte Versteuerung nicht infrage, weil die Teilabfindung keine Vergütung für eine mehrjährige Tätigkeit, sondern für die künftige Reduzierung der Arbeitszeit sei.

Das ließ der BFH aber nicht gelten: Das Einkommensteuergesetz verlange hierfür generell nicht, dass das Arbeitsverhältnis beendet werden muss. Es setze nur voraus, dass Einnahmen wegfallen und dafür Ersatz geleistet wird. Das treffe auf solche Fälle zu. Der verhandelte Einzelfall wurde zur endgültigen Klärung allerdings an die Vorinstanz zurückverwiesen.

Darin ging es um eine Arbeitnehmerin, die ihre Wochenstundenzahl halbiert und dafür vom Arbeitgeber mehr als 17.000 Euro als Entschädigung erhalten hatte. (dpa/tmn)

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