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Seit Sommer 2017 haben Kinder bis zum 18. Lebensjahr zeitlich unbegrenzt Anspruch auf einen Unterhaltsvorschuss.

Bis zum 18. Lebensjahr

Immer mehr Kinder profitieren von Unterhaltsvorschuss

Mehr als 700.000 Kinder und Jugendliche bekommen Geld vom Staat, weil ein Elternteil seinen Unterhaltsverpflichtungen nicht nachkommt. Doch es handelt sich nur um einen Vorschuss. Säumige Zahler sollen jetzt stärker unter Druck gesetzt werden.

Ein Jahr nach der Reform des Unterhaltsvorschusses zieht die Bundesregierung eine positive Bilanz: Fast 300.000 zusätzliche Kinder und Jugendliche profitieren von den staatlichen Zuwendungen. Das geht aus dem Bericht des Familienministeriums über die Auswirkungen der Neuregelung hervor.

Alleinerziehende können vom Staat Unterhaltsvorschuss bekommen, wenn der andere Elternteil keinen Unterhalt zahlt. Seit Sommer 2017 haben Kinder bis zum 18. Lebensjahr darauf zeitlich unbegrenzt Anspruch - zuvor galt dies nur für Kinder bis zu zwölf Jahren für maximal 72 Monate. Gut 700.000 Kinder und Jugendliche kommen in den Genuss der Leistung.

Familienministerin Franziska Giffey (SPD) sagte, die Reform verbessere die Lebensverhältnisse Alleinerziehender und ihrer Kinder. Allerdings müssten die Jugendämter auch effektiver als bisher Geld von denjenigen Eltern zurückfordern, die zahlen könnten, sich aber davor drückten. „Hier wollen wir die Daumenschrauben anziehen“, sagte Giffey und kündigte auch Fahrverbote für Unterhaltssäumige an - „nach dem Motto: Wer nicht zahlt, läuft.“

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