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Die Erziehung hat sich geändert. Deswegen sollten sich Großeltern mit ihrer Kritik zurückhalten.

Mit Kritik sparen

Großeltern halten sich bei der Erziehung besser zurück

Was die Kinder-Erziehung betrifft, können Vorstellungen von Eltern und Großeltern auseinandergehen. Die ältere Generation sollte sich jedoch mit Kritik zurückhalten. In einer bestimmten Situation gilt das ganz besonders.

Erziehungskonzepte verändern sich: Wurde früher mehr von den Eltern bestimmt, beziehen heute viele ihre Kinder in Entscheidungen mit ein.

Nicht allen Großeltern passt das. Trotzdem sollten sie sich mit Kritik zurückhalten, rät Ursula Lehr, Familienministerin a.D. und stellvertretende Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO). Das gilt umso mehr, wenn die Enkel dabei sind. „Da sollten Großeltern das Erziehungskonzept der Eltern möglichst nicht infrage stellen.“ Das heißt nicht, dass man alles genauso handhaben muss wie die Eltern.

Tischmanieren zum Beispiel nähmen viele Großeltern sehr viel wichtiger als Eltern, sagt Lehr. „Sie dürfen dann durchaus verlangen, dass die Kinder gerade sitzen oder die Ellenbogen vom Tisch nehmen.“ Kinder könnten sehr gut unterscheiden, wo welche Regeln gelten.

Haben Großeltern grundsätzlich Probleme damit, wie die Enkel erzogen werden, können sie auch in einer ruhigen Minute das Gespräch mit den Kindern oder Schwiegerkindern suchen. „Voraussetzung ist aber, dass man sich gut versteht“, betont Lehr. Sonst laufen Oma und Opa Gefahr, es sich zum Beispiel mit der Schwiegertochter zu verscherzen. Das kann letztlich auch die Beziehung zu den Enkeln belasten.

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