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Die dreijährige Siama Marjan spielt am 24.04.2008 in Nairobi (Kenia) hinter einem Moskitonetz. Die weltweite Kindersterblichkeit hat sich laut UN-Angaben von 1990 bis 2008 mehr als halbiert. Neben Frühgeburten zählt auch Durchfall zu den Hauptursachen der Sterblichkeit. (Archivbild)
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Die dreijährige Siama Marjan spielt am 24.04.2008 in Nairobi (Kenia) hinter einem Moskitonetz. Die weltweite Kindersterblichkeit hat sich laut UN-Angaben von 1990 bis 2008 mehr als halbiert. Neben Frühgeburten zählt auch Durchfall zu den Hauptursachen der Sterblichkeit. (Archivbild)

Lebensretter

Revolutionäre Erfindungen: Einfache Trinklösung als „mächtigster medizinischer Fortschritt“ der letzten 100 Jahre?

Keine Hightech-Medizin: Welche Maßnahmen simpel wie effektiv wirken – gegen Kindersterblichkeit und frühzeitigen Tod.

Nicht nur in Hinblick auf die Behandlung von Krebserkrankungen hat die Medizin enorme Fortschritte gemacht. Auch viele andere Krankheiten können heute schneller diagnostiziert und besser therapiert werden als noch vor 100 Jahren. Eine Krankheit konnte der Mensch dank einer Impfung sogar komplett ausrotten: die Pocken. Doch nicht nur die Entwicklung von Impfstoffen*, neuen Arzneimitteln oder hochauflösenden bildgebenden Verfahren wie der Computertomografie oder der Magnetresonanztomografie sind dafür verantwortlich, dass der Mensch gesünder älter wird. Neben der Hightech-Medizin entfalten auch andere, recht einfache Maßnahmen lebensverlängernde Wirkung.

Holland: Steuererhöhung auf ungesunde Nahrungsmittel soll 500.000 zusätzliche Lebensjahre bringen

So berichtet die Süddeutsche Zeitung (SZ), dass gesundheitlicher Nutzen nicht an kostspielige neue Entwicklungen gekoppelt sein muss. Es gebe durchaus Interventionen, die nicht nur Körper und Psyche stärken, sondern auch Geld sparen. Niederländische Forschende hätten im Jahr 2020 mehr als 50 Präventionsmaßnahmen auf dieses Potenzial hin überprüft. Vor allem die Steuererhöhung auf ungesundes Fast-Food hat sich dabei als sehr effektiv erwiesen. Die Einführung einer solchen Abgabe würde den Niederländern insgesamt mehr als 500.000 zusätzliche gesunde Lebensjahre bescheren, berichtet die SZ. Auch die reine Zuckersteuer sei den Forschern zufolge eine gute Maßnahme, um die Gesundheit der Menschen zu verbessern. So hätten Studien gezeigt, dass hohe Steuern Menschen von schädlichen Produkten fernhalten können. Der positive Nebeneffekt von Steuern: Diese bringen zugleich Geld ein, das zur Gesundheitsförderung verwendet werden kann. In Großbritannien, Ungarn, Norwegen oder Ungarn wurden ungesunde Lebensmittel bereits verteuert, in Deutschland dagegen gibt es bislang keine Zuckersteuer oder ähnliches.

Was hat ein Donut mit der Weltgesundheit zu tun? Ungesunde Ernährung im Übermaß triggert Krankheiten wie Diabetes. Forschenden zufolge könnten Regierungen mit einer einfachen Maßnahme die Lebensdauer der Menschen verlängern.

Einfache Maßnahme gegen Durchfall – die sogar Leben rettet

Eine Mischung aus in Industrienationen überall erhältlichen Zutaten ist es, die die Behandlung von lebensbedrohlichen Durchfallerkrankungen revolutioniert hat. Ein Liter Trinkwasser, ein Teelöffel Salz, acht Teelöffel Zucker und der Saft einer Orange: Die Inhaltsstoffe dieser Mischung verhindern – vor allem in sehr armen Regionen – Todesfälle aufgrund von Durchfallerkrankungen. Die Rehydrationslösung, kurz ORL genannt, enthält Glukose, was den Körper unterstützt, Wasser und Salz in den Körper aufzunehmen. Diese Erkenntnis bezeichnete die Fachzeitschrift Lancet als „den potenziell mächtigsten medizinischen Fortschritt“ des vergangenen Jahrhunderts, so die SZ. Zum Vergleich: 1980 verstarben noch fünf Millionen Kleinkinder pro Jahr an Durchfällen, 2018 waren es noch 500.000. (jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Weiterlesen: „Genauso gut geschützt“ durch nur eine Impfstoffdosis: Virologin erklärt, was Covid-Genesene beachten sollten.

Der lebensrettende Pieks: Diese Risikogruppen sollten sich gegen Grippe impfen lassen

Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin gibt Empfehlungen ab, welche Menschen sich impfen lassen sollten. Gehören Sie auch zur Risikogruppe? (Stand: Juli 2013) © dpa
Das Immunsystem älterer Menschen reagiert zwar weniger stark auf die Impfung, dennoch empfehlen die Experten das Serum. Im Falle einer Erkrankung fallen die Symptome schwächer aus. Da für Menschen über 60 Jahre ein erhöhtes Risiko für schwere oder gar tödliche Komplikationen besteht, ist die Impfung dringend angebracht. © dpa
Wie bei älteren Menschen besteht auch bei Schwangeren ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Daher raten die Gesundheitsexperten auch werdenden Müttern ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel zur Impfung. Schwangere, die bereits an einer Grunderkrankung leiden, können sich nach Absprache mit dem Arzt auch schon früher pieksen lassen. © dpa
Erwachsene und Kinder, die an einer chronischen Erkrankung wie beispielsweise Asthma leiden, gehören ebenfalls zu den Risikogruppen. © fkn, Mundipharma
Auch Menschen mit chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Bluthochdruck wird die Grippe-Impfung nahe gelegt. © dpa
Kinder dürfen frühestens ab einem Alter von sechs Monaten gegen die Grippe geimpft werden. © dpa
Wer an chronischen Stoffwechsel-Erkrankungen wie Zucker (Diabetes Mellitus), an chronischen Nierenerkrankungen, Blutarmut (Anämie), an angeborenen oder erworbenen Immunstörungen wie Abwehrschwäche nach Organtransplantationen, bei Chemotherapien oder HIV-Infektionen leidet, sollte sich die Grippe-Impfung nicht entgehen lassen. © dpa
Ebenso Menschen mit chronisch neurologischen Krankheiten wie beispielsweise Multipler Sklerose gehören zu den Risikogruppen. © dpa
Mitarbeiter in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Arztpraxen oder Angestellte in Einrichtungen mit erhöhtem Publikumsverkehr laufen Gefahr, durch ihre Arbeit sich selbst oder andere anzustecken - die Grippe-Impfung ist daher eigentlich Pflicht. © dpa
Die Bewohner von Pflege- und Altenheimen sind ebenfalls besonders gefährdet. © dpa
Urlauber ab 60 Jahren oder chronisch Kranke, die verreisen wollen, sollten sich spätestens zwei Wochen vor der Abreise pieksen lassen. © dpa
Menschen, die häufig mit Geflügel, auch mit Wildvögeln in Berührung kommen, zählen auch als Risikogruppe. © dpa
NICHT impfen lassen dürfen sich Menschen, die allergisch reagieren auf Hühnereiweiß. Der Impfstoff wird in Hühnereiern gezüchtet. Wer aktuell unter Fieber leidet, sollte mit der Imfpung warten, bis die Erkrankung abgeklungen ist.
Die meisten Krankenkassen in Deutschland übernehmen freiwillig die Kosten für die saisonale Grippeimpfung. Über-60-Jährige und chronisch Kranke müssen in der Regel nichts bezahlen. © dpa

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