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Zehn Typen, die man in jedem Fitness-Studio antrifft

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Schon mal eine Hantel angefasst, nachdem ein „Schwitzer“ sie benutzt hat?
Schon mal eine Hantel angefasst, nachdem ein „Schwitzer“ sie benutzt hat? © dpa

Neues Jahr, gute Vorsätze. Jetzt rennen wieder alle ins Fitness-Studio. Menschen, die sich dort verausgaben, entwickeln mitunter schräge Angewohnheiten. Zehn Fitness-Studio-Typen, denen man immer wieder begegnet, haben wir ausgemacht.

Von Maria Müller

Ins Fitness-Studio geht man zum Trainieren! Oder? So mancher Besucher ist da wohl anderer Meinung. Er möchte lieber Selfies schießen oder einfach nur quatschen. Nervig! Aber auch die, die es mit dem Trainieren ernst meinen, können ziemlich unangenehm werden: Weil sie ewig an ihren Geräten brauchen, beim Bankdrücken immer laut schreien müssen oder das Equipment vollschwitzen. Kommt Ihnen bekannt vor?

Das sind die zehn Fitness-Studio-Typen, die wohl jedem Muckibuden-Gänger schon begegnet sind.

1. Die Styler mit Hang zur Fotografie

Dieser spezielle Typ sieht immer top aus und hat gerne auffällige Trainingsklamotten an. Bevor die Styler ihr meist ohnehin sehr überschaubares Training beginnen, machen sie erst einmal ein Foto von ihren neuen neonfarbenen Sneakers – gerne wird neben den Schuh auch eine beeindruckend schwer aussehende Hantel gelegt. Das Bild landet dann mit schickem Farbfilter und diversen einfallsreichen Hashtags (zum Beispiel #trainingsession oder #workout) auf Instagram.

Die weiblichen Vertreter der Styler kommen auch gerne mal mit Abend-Make-up ins Studio und schießen beim Walken auf dem Laufband Selfies von rechts oben.

2. Die Übermotivierten und die Weinerlichen

Sie sind zum ersten Mal im Studio und denken, sie könnten allen anderen noch etwas beibringen. „Komm, pack noch mehr drauf!“, ist ein Satz, den sie gerne laut von sich geben. Sie übernehmen sich völlig, machen dabei die Übungen falsch und kugeln sich im schlimmsten Fall die Schulter aus.

Im Gegensatz dazu gibt es die Weinerlichen: Alles ist ihnen zu anstrengend, die Geräte sind schwer zu bedienen und sie haben noch Muskelkater von gestern. Deshalb sind winzige Kniebeugen das einzige, was sie jetzt gerade hinbekommen. Und jetzt lasst sie in Ruhe!

3. Die Ausdauer-Profis

Sie besetzen den ganzen Tag ein Laufband, einen Crosstrainer oder ein Rad und schauen dabei unbeeindruckt auf den großen Flachbildschirm in der Ecke, auf dem irgendeine Scripted-Reality-Soap oder Musikvideos laufen. Sie verändern weder ihr Tempo, noch ihre Mimik und gehen am Abend so entspannt wieder raus, als hätten sie den Tag auf dem Sofa verbracht. Wahlweise hören die Ausdauer-Profis auch über teure, überdimensional große Kopfhörer stundenlang Minimal-Beats und laufen dazu im Takt.

4. Die Poser

Die Poser sind nicht zu verwechseln mit den Stylern: Dieser Typ der Fitness-Studio-Gänger schießt nämlich selten Fotos. Dafür sieht sich der männliche Poser gerne selbst im Spiegel bei seinen Hantelübungen zu, die er selbstverständlich in so wenig Oberbekleidung wie möglich absolviert – und (so verrät sich der Poser) trotz aller Stahlmuskeln immer wieder verunsichert seinen Blick schweifen lässt, ob ihm auch wirklich jemand zusieht. Seine Beine trainiert der Poser selten, bei ihm steht der Bizeps im Vordergrund.

Weibliche Poser sehen meist aus, als wären sie im Fitness-Studio geboren. Der Waschbrettbauch ist durch ein Bauchnabel-Piercing aufgehübscht und das Laufband wird von ihnen gerne zum Laufsteg umfunktioniert. Die Poser-Frau ist mit allen Trainern und Mitarbeitern per Du und und umarmt sie einzeln zum Abschied unter lautem Geschnatter.

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5. Die Nicht-Gänger und die Immer-Anwesenden

Diese beiden Fitness-Typen sind höchst mysteriös. Die einen sieht man lediglich einmal zur Anmeldung und dann nie wieder. Angesichts der Preise, die man monatlich für eine Mitgliedschaft zahlt, ist dieses Verhalten nur mit großer Selbstüberschätzung und einem noch größeren inneren Schweinehund zu erklären.

Fast genauso seltsam sind diejenigen, die ganz einfach immer da sind. Egal zu welcher Tages- und Nachtzeit man ins Studio geht: Sie sind bereits anwesend. Manchmal erblickt man sie nicht sofort – bis sie dann doch in einer hinteren Ecke von einem Gerät aufstehen, um einen Schluck aus immer derselben mitgebrachten Getränkeflasche zu nehmen.

6. Die Rudel-Trainierer

Dieser Typ ist in der Regel sehr jung und immer mit mindestens zwei gleichaltrigen, gleichgeschlechtlichen Kollegen unterwegs. Die Gruppe, egal ob männlich oder weiblich, besetzt dann gerne ein Gerät für mindestens eine halbe Stunde. Einer trainiert, die anderen stehen daneben und blödeln. Dann wird gewechselt. Nicht besonders effizient, aber für junge Menschen wird der Gang ins Fitness-Studio so zu einem sozialen Event. Für andere Besucher ist das allerdings eher nervtötend.

4. Die Kaffeetrinker

Fünf Minuten Laufband und zehn Wiederholungen an der Beinpresse – puh! Erstmal das Handtuch um die Schultern und an die Bar, einen Kaffee trinken. Und dann: den anderen Besuchern beim Trainieren zuschauen. Dazu lässt sich dieser Muckibuden-Gänger gerne einen Proteinriegel schmecken. Dabei dreht er alle zwei Minuten den Kopf zum Mitarbeiter hinter dem Tresen, um einen Kommentar abzulassen. Ist der dritte Kaffee und der vierte Smoothie verputzt, lässt er sich noch zu ein paar Versuchen auf dem Stepper hinreißen – und dann ab in die Sauna! Dass sie sich mehr Kalorien zuführen als sie abtrainieren, scheint den Kaffeetrinkern egal zu sein.

8. Die Schwitzer und Schreier

Diese beiden Typen können durchaus unangenehm werden und sind desöfteren auch in ein und derselben Person vereint. Der wichtigste Charakterzug von Schwitzern und Schreiern: Ambition. Sie geben immer alles, um jeden Preis. Sie brüllen sich zu Motivationszwecken auch gerne selbst an und ziehen dann beim Stemmen der Gewichte die schönsten Grimassen. Auch nach jeder erfolgreichen Übung stoßen sie einen selbstbestätigenden Urschrei aus.

Ihr Rückenabdruck im Leder der Hantelbank gleicht danach allerdings einem Schweiß-See, und wenn sie nach der Übung ihre Haare zurückschütteln werden auch die umstehenden Besucher beregnet.

9. Die High-Tech-Liebhaber

An einer Vorrichtung am Oberarm klemmt ein Smartphone, am Gürtel hängen kleine Fläschchen und ein Tablet sagt ihnen, wie viele Kalorien sie schon verbraucht haben. Auch eine Tabelle, in der die durchschnittliche Anzahl Liegestütze der letzten Wochen aufgeführt sind, ist auf dem Display zu sehen.

Die High-Tech-Fitness-Fans sind sichtlich stolz auf ihr Analyse-Labor. Sie sprechen während ihres Aufenthalts mit niemandem – nur ganz am Schluss stecken sie dem Chef-Trainer in gedämpfter Stimme ihre Spitzenwerte und gehen dann, samt Technik-Koffer, zufrieden in die Umkleide.

10. Die Yoga-Jünger

Sie nutzen das Fitness-Studio wie eine Wellness-Oase: Dreimal in der Woche kommen sie zum Yoga, zum Pilates und nach Weihnachten vielleicht auch mal zum Bauch-Beine-Po. Sie lächeln stets ein wenig selbstzufrieden, wenn sie nach der Übungsstunde durch das Studio in den Saunabereich gleiten. Dort verpassen sie nie einen Honig-und-Salz-Saunagang. Am Schluss verabschieden sie sich von den Yogalehrern als wären sie uralte Freunde, mit einer innigen Umarmung und einem „Bis übermorgen Liebes, war schon wieder eine total intensive Stunde.“

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