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Wer stark übergewichtig ist, entwickelt nach der Corona-Impfung weniger Antikörper, so italienische Forscher.
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Wer stark übergewichtig ist, entwickelt nach der Corona-Impfung weniger Antikörper, so italienische Forscher.

Impfschutz

Corona-Studie: Übergewichtige haben nach Corona-Impfung weniger Antikörper

Wer stark übergewichtig ist, entwickelt häufiger einen schweren Corona-Verlauf als Normalgewichtige. Auch in Hinblick auf den Impfschutz können Nachteile entstehen.

Italienische Forscher haben sich mit der Frage befasst, welchen Einfluss Faktoren wie Alter, Geschlecht und Körpergewicht auf die Wirksamkeit von Corona-Impfungen haben. Dazu hatten sie bei 248 Mitarbeitern des Gesundheitswesens am siebten Tag nach der zweiten Biontech-Impfstoffdosis Blut abgenommen und die Titer bestimmt. Mit Titer ist das Maß für die Menge an Antikörpern gemeint, die nach der Impfung im Blut nachgewiesen werden können. Je nach Alter, Geschlecht und Körpergewicht kam es zu erheblichen Unterschieden.

Am besten kamen diejenigen Studienteilnehmer weg, die unter 37 Jahre alt waren. Dem Ärzteblatt zufolge wiesen die italienischen Forscher hier mit 453,5 AU/ml die höchsten Titerwerte nach. Bei den 37- bis 47-Jährigen fiel der Titer auf 330,9 AU/ml, im Alter von 47 bis 56 Jahren waren es 239,8 AU/ml und im Alter von über 56 Jahren nur noch 182,4 AU/ml, so die Ergebnisse der Studie.

Männlich, alt und übergewichtig: Die schlechteste Kombination in Hinblick auf Corona-Impfungen

Doch nicht nur das Alter, auch das Geschlecht und das Körpergewicht sind wesentliche Einflussfaktoren in Hinblick auf die Effektivität der Corona-Impfung. Frauen entwickelten nach der Impfung mehr Antikörper gegen Coronaviren als Männer: Bei Frauen lag der Titerwert bei 338,5 AU/ml, bei Männern bei 212,6 AU/ml.

Corona-Patienten mit starkem Übergewicht müssen häufiger auf Intensivstationen behandelt werden als normalgewichtige Patienten.

Auch das Gewicht kann den italienischen Forschern um Gennaro Ciliberto vom IRCCS Regina Elena National Cancer Institute in Rom zufolge den Impfschutz immens reduzieren. So hatten Menschen mit einem BMI von über 30 einen Titer von 167,0 AU/ml. Zum Vergleich: Menschen mit Normalgewicht (BMI 18,5 bis 24,9) erreichten Antikörperkonzentrationen nach der Impfung von 325,8 AU/ml. Menschen mit einem BMI von 25 bis 29,9 erreichten Werte von 222,4 AU/ml.

Lesen Sie auch: Ein paar Kilos zuviel? Dieses Gewicht macht Sie am wenigsten anfällig für tödliche Corona-Verläufe.

Dritte Corona-Impfstoffdosis für stark übergewichtige Menschen?

Die Gründe dafür, dass Impfungen bei Adipösen schlechter wirken, sind dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) zufolge noch nicht eindeutig geklärt. Bekannt sei aber, dass Adipositas chronische Entzündungsreaktionen im Organismus auslöst, weshalb das Immunsystem schwächer auf viele Infektionen reagiert. Dies könnte ein möglicher Grund für eine schwächere Immunantwort bei einer Impfung sein.

Die Forscher der italienischen Studie schlagen vor, adipösen Menschen eventuell eine zusätzliche Impfstoffdosis oder eine größere Menge Impfstoff zu verabreichen, falls sich in weiteren größer angelegten Studien bestätigt, dass die herkömmlichen zwei Impfstoffdosen nicht zur Produktion der erwünschten Antikörpermenge im Körper führen. (jg)

Zur Studie

Mehr Quellen: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/121753/

Umfrage zum Thema Corona-Impfung

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