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Corona: Sicherheitsbericht zeigt, wie häufig es nach der Impfung zu Thrombosen kommt

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Ein Mitarbeiter der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen bringt im Foyer des Rathauses Spritzen mit dem Wirkstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer gegen das Coronavirus zum Impfbereich.
Ein Mitarbeiter der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen bringt im Foyer des Rathauses in Dresden Spritzen mit dem Wirkstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer gegen das Coronavirus zum Impfbereich. Welche Nebenwirkungen nach der Impfung möglich sind, erfasst das Paul-Ehrlich-Institut. © Robert Michael/dpa

Das Paul-Ehrlich-Institut gibt einen Überblick über die bislang gemeldeten unerwünschten Corona-Impfreaktionen. Nur sehr selten kommt es zu gefährlichen Komplikationen.

Nach Impfungen kommt es in der Regel zu leichten Beschwerden wie Schmerzen an der Einstichstelle. In Hinblick auf die Corona-Impfung mit den in Deutschland zugelassenen Impfstoffen von Astrazeneca, Biontech, Moderna und Johnson & Johnson berichten Impflinge außerdem häufig über Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Unwohlsein, Schüttelfrost, Fieber*, Schwindel und Gelenkschmerzen. Dabei handelt es sich in der Regel um kurz anhaltende Beschwerden, die nach wenigen Tagen abklingen, wie das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) als deutsches Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel informiert. Dieses erfasst seit Anbeginn der Impfkampagne in Deutschland Meldungen über Nebenwirkungen, die nach der Corona-Impfung beobachtet wurden.

Über 5,5 Millionen Corona-Impfungen in Deutschland durchgeführt

Von 27. Dezember 2020 bis 31. Mai 2021 sind dem PEI zufolge 50.541.084 Impfungen in Deutschland durchgeführt worden. Die meisten davon fanden mit dem Biontech-Impfstoff Comirnaty statt: insgesamt 36.865.276.

3.972.764 Menschen wurden mit dem Moderna-Vakzin, 9.230.103 mit dem Astrazeneca-Präparat Vaxzevria und 472.941 Personen mit dem Johnson & Johnson-Mittel geimpft. Wie das Paul-Ehrlich-Institut informiert, sind bislang 79.106 Verdachtsfälle von Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen im zeitlichen Zusammenhang mit einer Corona-Impfung gemeldet worden. Im Verhältnis sei dies eine geringe Anzahl: „Die Melderate betrug für alle Impfstoffe zusammen 1,6 pro 1.000 Impfdosen, für Meldungen über schwerwiegende Reaktionen 0,2 pro 1.000 Impfdosen gesamt“, so das PEI.

Von den rund 79.100 gemeldeten Nebenwirkungen nach Impfung waren es 8.134 Fälle, die als schwerwiegend eingeordnet wurden. Zu diesen schweren Nebenwirkungen zählen unter anderem Thrombosen. Dabei bilden sich Blutgerinnsel in Venen oder Arterien. Im schlimmsten Fall verstopfen diese das Blutgefäß. Das dahinterliegende Gewebe wird in diesem Fall nicht mehr ausreichend mit Blut (und deshalb auch Sauerstoff) versorgt – und stirbt ab.

Anzahl gemeldeter Thrombosen nach Corona-Impfung

Das PEI unterscheidet im aktuellen Sicherheitsbericht thromboembolische Ereignisse und das Thrombose-mit-Thrombozytopenie Syndrom (TTS). Bei einer Thrombozytopenie oder Thrombopenie handelt es sich um eine Verminderung der Zahl der Blutplättchen (Thrombozyten) auf weniger als 150.000/µl im Blut. Dadurch erhöht sich das Risiko für Blutungsereignisse.

Gemeldete Fälle bis Ende Mai je nach Impfstoff (zu berücksichtigen ist die absolute Zahl an Impfungen mit dem jeweiligen Impfstoff siehe oben)

Zum PEI-Sicherheitsbericht

(jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Weiterlesen: Verdacht auf Thrombose nach Corona-Impfung? So wird die sehr seltene Komplikation behandelt – Aspirin hilft nicht

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