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Von „Ghosting“ spricht man, wenn jemand nach einem Streit wochenlang nicht spricht, Konflikten aus dem Weg geht oder sich nicht traut, Beziehungen persönlich zu beenden.

„Ghosting“

Wenn sich der Partner einfach aus dem Staub macht

Er ist einfach nicht mehr da. Der Partner hat sich buchstäblich in Luft aufgelöst. Auf Nachrichten und Anrufe reagiert er nicht. Bei einer „Ghosting“-Trennung will sich der Betreffende einfach nicht mit dem anderen auseinandersetzen.

Kein Anruf. Keine Nachricht. Erst recht kein klärendes Gespräch. Der Partner hat sich nach der Trennung einfach aus dem Staub gemacht. Eine Möglichkeit, das Beziehungsende aufzuarbeiten gibt es nicht. Beim „Ghosting“ fällt all das einfach weg.

Sean Penn ein Ghoster?

Der Begriff wurde in den USA geprägt und beschreibt das Phänomen, wenn Menschen, die man datet, sich in Luft aufzulösen scheinen. Anrufe oder Nachrichten bleiben unbeantwortet. Man hat das Gefühl, in einen Geist verliebt gewesen zu sein.

Zuletzt spekulierten US-Medien nach dem Ende der Beziehung zwischen den Hollywood-Stars Charlize Theron (39) und Sean Penn (54) über Ghosting.

„Rücksichtslos und feige“

Ob es sich um eine Trennung nach einer jahrelangen Beziehung oder nach einem kurzen Flirt handelt, spielt aus Sicht der Experten keine Rolle.

„Dieses Verhalten ist einfach nur rücksichtslos und feige“, findet die Kieler Diplom-Psychologin Svenja Lüthge. Der Verlassene frage sich, was er falsch gemacht habe, und wisse nicht woran er sei. „Das ist nicht fair, das hat niemand verdient“, meint Lüthge.

Kann man potentieller Ghoster rechtzeitig erkennen?

Tatsächlich gibt es Anzeichen, die darauf hindeuten, dass der Partner ein potenzieller Ghoster ist - etwa wenn jemand nach einem Streit wochenlang nicht spricht oder Konflikten aus dem Weg geht.

„Auf jeden Fall kann man froh sein, eine Person, die so etwas tut, los zu sein“, so Lüthge.

(Material von dpa)

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