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Rückenschmerzen & Co.

Volkskrankheiten und wie sie sich vermeiden lassen

Ein Gesundheitssystem, welches keineswegs auf den präventiven Umgang mit Erkrankungen ausgerichtet ist, trägt seinen Teil zum Gesundheitszustand der Bevölkerung bei.

Gerade die sogenannten Volkskrankheiten sind in allen Schichten der Bevölkerung verbreitet und schwingen sich in manchen Fällen gar bis zur Todesursache auf. Doch wie ist es möglich, das persönliche Risiko zu reduzieren und die Gesundheit in dieser Hinsicht wirksam zu unterstützen? Wir werfen einen Blick auf die wichtigen Erkrankungen.

Rückenschmerzen

Bereits seit Jahrzehnten halten sich die Rückenschmerzen erfolgreich in der Liste der Volkskrankheiten. In unterschiedlichen Epochen wurden dabei unterschiedliche Erklärungen für das Problem gefunden. Während in der Vergangenheit immer wieder zum Schongang geraten wurde, wird heute die aktive Bewegung bei der Behandlung in den Vordergrund gestellt. Derweil konnte wohl das lange Sitzen im Alltag als der große Übeltäter ausgemacht werden, der sich für die Entwicklung verantwortlich zeigt.

Dass es sich um eine Volkskrankheit handelt, zeigt sich nicht nur daran, dass etwa jeder fünfte Mensch in Deutschland hin und wieder darüber klagt. Auf der anderen Seite sind schon junge Menschen vom Phänomen betroffen, das nicht mehr nur der älteren Generation zugeschrieben werden kann. Besonders häufig wird die Ursache der Schmerzen derweil in der Lenden- oder Halswirbelsäule gesucht. Während die Lendenwirbel zumeist unter einer geringen Beweglichkeit und einer schwachen Muskulatur leiden, sind es die Bildschirme, die unserem Nacken auf Dauer zu schaffen machen. Dazu zählt während der Arbeit der ständige Blick in den PC. Nach Feierabend ist es dann der für das Smartphone gesenkte Blick, der den fünf Kilogramm schweren Kopf zu einer zusätzlichen Belastung für den Rücken macht.

Doch was ist zu tun, um sich von dieser Problematik zu befreien und bereits präventiv Erfolge zu erzielen? Experten raten zu einem hohen Maß an Bewegung, welches Einheiten für Ausdauer und Kraft einschließt. Die Kräftigung spielt vor allem für die Muskulatur des Rückens eine wichtige Rolle. Bereits zwei Einheiten pro Woche mit einer Dauer von rund 30 Minuten lassen erste Erfolge wachsen. Handelt es sich bei den Rückenschmerzen bereits um einen realen Befund, so kann die Krankenkasse Einheiten der Krankengymnastik finanzieren.

Sodbrennen

Eine Volkskrankheit, die zunächst vereinzelt, dann aber immer häufiger auftritt, ist das Sodbrennen. Wer allein diese Krankheit wahrnimmt, kann sich daran erfreuen, dass die langfristigen Auswirkungen weniger gravierend sind, als bei anderen typischen Problemen. Allerdings bereitet auch das Sodbrennen viele schlaflose Nächte und kann damit eine schwere Last auf den Alltag legen.

Neben der individuellen Veranlagung ist es die Ernährung, die einen entscheidenden Einfluss auf diese Problematik hat. Ärzte machen derzeit die folgenden Nahrungs- und Genussmittel für das Auftreten von Sodbrennen verantwortlich:

  • fettige, saure oder scharfe Lebensmittel
  • zu hohe Kalorienzufuhr
  • Süßigkeiten
  • Zitrusfrüchte
  • Kaffee
  • Alkohol
  • Nikotin

Zumeist ist es dabei der übermäßige Konsum, der die gesundheitlichen Beschwerden hervorruft und deshalb eine Belastung darstellt. Die Patienten sind an dieser Stelle selbst gefragt, im Alltag verschiedene Nahrungs- und Genussmittel zu reduzieren und die gesundheitlichen Auswirkungen im Blick zu behalten. In vielen Fällen wird es auf diese Weise möglich sein, die Quelle des Problems zu finden. Was unter anderem dagegen hilft, um das Problem dauerhaft zu lösen, erfahren Sie auch auf dieser Infoseite.

Herz-Kreislauf-Probleme

Aufgrund der besonders gravierenden Folgen für die Gesundheit zählen Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System zu den Volkskrankheiten, bei denen die Prävention eine besonders wichtige Rolle spielt. Einer Umfrage zufolge leidet in Deutschland etwa jeder vierte Mensch unter Bluthochdruck. Dieser deutet zumeist auf eine Verkalkung der Arterien hin, die auf eine nicht ausgewogene Ernährung und zu wenig Bewegung zurückgeführt werden kann. Bereits in jungen Jahren wird dabei der Grundstein für das Maß an Gesundheit gelegt, welches in späteren Jahren vorliegt.

Das Herz-Kreislauf-System ist sogleich für einige der häufigsten Todesursachen in Deutschland verantwortlich. Dazu zählt der Herzinfarkt, welcher durch die Verkalkung der Herzkranzgefäße ausgelöst wird. Das Pendant dazu ist der Schlaganfall, mit nicht minder dramatischen medizinischen Folgen. Bereits in den vergangenen Jahren wurde das Maß der Aufklärung deutlich erhöht, um noch mehr Menschen zu einem gesunden Lebensstil zu bewegen, der dazu beiträgt, diese Probleme im Alter zu verhindern und die Gesundheit länger zu erhalten.

Störungen des Fettstoffwechsels

Auch bei den häufig auftretenden Störungen des Fettstoffwechsels kann zumeist die Ernährung als Auslöser ausgemacht werden. Rund die Hälfte der Deutschen ist inzwischen übergewichtig und geht damit akut dieses Risiko ein. Die unterschiedlichen Krankheiten, die aus dem Risikofaktor erwachsen können, sind sehr unterschiedlich. Das höhere Gewicht sorgt einerseits für eine starke Belastung der Gelenke im Alltag. Besonders im höheren Alter kann es auf diese Art zu schweren Schäden an den Knorpeln kommen, die nicht mehr ausgeglichen werden können.

Auf der anderen Seite erhöht das Übergewicht nicht nur die Belastung des Herz-Kreislauf-Systems. Auf der anderen Seite steigt das Risiko, an Diabetes zu erkranken. Je früher es deshalb möglich ist, das Gewicht auf ein gesundes Maß zu reduzieren und sich dafür einen langfristigen Plan vorzunehmen, desto größer sind die gesundheitlichen Effekte, die letztlich daraus erwachsen können.

Depressionen

Längst haben Mediziner auch Depressionen im Blick, wenn sie sich den großen Volkskrankheiten widmen, mit denen wir es in diesen Tagen zu tun haben. Besonders aufgrund des starken Stresses, den immer mehr Menschen empfinden, kann es zu dieser psychischen Erkrankung kommen. Die starke Steigerung der Fallzahlen in den letzten drei Jahrzehnten ist nicht nur darauf zurückzuführen, dass heute neue Verfahren der Diagnose eingesetzt werden können und die Depression nicht mehr als reversible Verstimmung eingestuft wird. Auch der wachsende Druck, den viele Menschen wahrnehmen, trägt dazu einen wichtigen Teil bei.

Sehr gerne wird die oft beschworene Work-Life-Balance erwähnt, wenn es darum geht, das persönliche Risiko, an einer Depression zu erkranken, zu senken. Die Chance, Beruf und Familie gezielt unter einen Hut zu bringen und im Alltag genügend Zeit für den persönlichen Ausgleich zu schaffen, ist dabei besonders bedeutend. Lassen sich die ersten Warnzeichen einer Depression erkennen, so ist die medizinische Behandlung unbedingt erforderlich. Je früher die Maßnahmen einer Therapie greifen können, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Problem dauerhaft überwunden werden kann. Doch viele Betroffene äußern sich über Jahre nicht zu diesem Thema und gehen damit ein kaum zu kalkulierendes Risiko ein.

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