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Vitamin-D aus Tomaten: Forschende mit interessanter Entdeckung

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Von: Kim Hornickel

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Das Vitamin D3 könnte bald aus der Tomate gewonnen werden. Forschende machen eine spannende und zugleich gesunde Entdeckung. 

Frankfurt – Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen ist ein Durchbruch gelungen, der die Gesundheit vieler Menschen grundlegend verändern könnte. Dabei gelang es den Forschenden, Tomaten so gentechnisch zu verändern, dass diese mehr Provitamin D3 produzieren. Genau das könnte allerdings für viele Menschen, die nicht ausreichend Zugang zu einer ausgewogenen Ernährung haben, die Rettung sein. Denn obwohl sich der Glaube hartnäckig hält, dass vor allem zu wenig Sonne für den Mangel sorgt, ist es tatsächlich unser Essen, dass uns mit dem Provitamin versorgt – und das soll jetzt noch effizienter werden.

Wie das Nachrichtenmagazin Forschung und Wissen.de berichtet, rechnet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei mindestens einer Milliarde Menschen mit einem Vitamin-D-Mangel. Dabei ist die unzureichende Vitamin-D Versorgung lebensgefährlich. Denn bleibt diese aus, können Knochen und Muskeln nicht mehr ausreichend versorgt werden. Bei einem Mangel steigt außerdem das Risiko für Krebs, Parkinson, Demenz und andere Krankheiten deutlich. Auch in Deutschland ist der Anteil der Menschen mit zu wenig Vitamin D im Blut hoch. Einer Studie des Robert Koch-Instituts aus dem Jahr 2016 zeigt: Nicht einmal 40 Prozent der Deutschen haben einen als „ausreichend“ eingestuften Vitamin-D-Spiegel.

Die Tomate könnte bald unsere D3-Zufuhr revolutionieren

Auch deshalb sind die Forschungen zu neuen, verbesserten D3 Tomaten ein wichtiger Schritt, hin zu einer gesünderen Lebensweise. Bei ihren Forschungen mussten die Experten und Expertinnen jedoch einiges beachten. So kann das Provitamin D3 in Pflanzen auch in Cholesterin statt in das gewünschte Vitamin D3 umgewandelt werden. Um das zu verhindern, blockierten die Fachleute das dafür notwendige Enzym. 

Tomaten könnten der neue Fisch sein. Versuche mit der Vitaminzufuhr D3 laufen. (Symbolbild)
Tomaten könnten der neue Fisch sein. Versuche mit der Vitaminzufuhr aus D3 laufen. (Symbolbild) © Jürgen Pfeiffer/Imago

Warum sich die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen jedoch gerade die Tomate als Gesundheitsbringer ausgesucht haben, zeigt der Blick in die Tabelle. Und die zeigt deutlich: Viele Lebensmittel, die einen hohen D3-Gehalt aufweisen, sind nicht für alle Menschen regelmäßig erschwinglich oder überhaupt verfügbar. Besonders Fisch, wie Hering, Wildlachs und Sardinen, ist reich an D3. Auch Avocado, Kalbsfleisch und frische Steinpilze rangieren im Vergleich auf den vitaminreichen Plätzen. Die Spitzen-Lebensmittel sind jedoch Geschmackssache. Ganz anders die Tomate, sie ist vergleichsweise günstig, leicht anzubauen und beinahe überall zu bekommen. Nachfolgend die Lebensmittel, mit den höchsten D3-Werten, in abnehmender Reihenfolge:

Und für alle, die keine Tomaten mögen oder vertragen, könnte es bald eine Alternative geben: Laut dem Mitteldeutschen Rundfunk, ist die D3 -Strategie auch bei Kartoffeln möglich, jedoch nicht bei Salat. Hintergrund: Die genetischen Manipulationen sind laut Forschenden nur bei Nachtschattengewächsen möglich. Sich allerdings ausschließlich pflanzlich zu ernähren, dazu raten Fachleute sogar ausdrücklich, wie eine Studie des European Congress on Obesity jetzt herausfand. (Kim Hornickel)

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