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Vitamin-D-Mangel im Herbst und Winter: Welche Lebensmittel Abhilfe schaffen

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Von: Clara Veiga Pinto

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Vitamin D ist für den Körper überlebenswichtig. Im Winter mangelt es vielen Menschen daran. Mit diesen Lebensmitteln können Sie dem entgegenwirken.

Frankfurt – Vitamin D ist wichtig für das Immunsystem und unsere Knochen. In der Regel bildet der Körper 80 bis 90 Prozent des Vitamins selbst – mithilfe von Sonnenlicht.

Ein Aufenthalt in hellen Räumen oder dick eingepackt an der frischen Luft reicht dabei aber nicht immer aus, berichtet das Robert-Koch-Institut (RKI). Denn nur direkte Sonneneinstrahlung verhilft dem Körper zu Vitamin D. Im Herbst und Winter mangelt es an Sonnenlicht. Daher muss der Körper anders an Vitamin D kommen.

Herbst und Winter: Vitamin-D-Mangel schadet dem Körper langfristig

Ein langfristiger Vitamin-D-Mangel kann der Gesundheit schaden. Im gravierendsten Fall können die Knochen entkalken und erweichen anschließend. Das RKI berichtet, dass es im schwersten Fall zu Verformungen der tragenden Knochen, zu Knochenschmerzen und Muskelschwäche sowie zu Kraftminderung (Osteomalazie) kommen kann. Auch Osteoporose kann daraus resultieren.

Um dem Mangel im Herbst und Winter entgegenzuwirken, empfiehlt das RKI, in den helleren Monaten zwei- bis dreimal pro Woche Gesicht, Hände und Arme unbedeckt und ohne Sonnenschutz der Sonne auszusetzen. Für eine ausreichende Vitamin-D-Produktion reicht laut Bundesamt für Strahlenschutz bereits die Hälfte der Zeit, ab der ungeschützt ein Sonnenbrand entstehen würde.

Bestimmte Lebensmittel können dem Körper Vitamin D liefern

Die Ernährung trägt mit einem geschätzten Anteil von circa 10 bis 20 Prozent zur Vitamin-D-Versorgung bei. Diese Lebensmittel enthalten laut RKI verhältnismäßig viel Vitamin D:

Eine weitere Möglichkeit zur Verbesserung des Vitamin-D-Status sind Supplemente, also Nahrungsergänzungsmittel. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt diese, wenn eine Verbesserung des Vitamin-D-Status weder durch die Eigensynthese noch über die Ernährung erzielt werden kann. Das sollte allerdings vorher mit einem Arzt besprochen werden. Bei Krebstherapien kann die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln laut einer Studie beispielsweise unerwünschte Wechselwirkungen verursachen.

Da die Sonneneinstrahlung in den kalten Monaten deutlich abnimmt, wird ein Vitamin-D-Mangel begünstigt.
Da die Sonneneinstrahlung in den kalten Monaten deutlich abnimmt, wird ein Vitamin-D-Mangel begünstigt. © Wolfgang Maria Weber/Imago

Nahrungsergänzungsmittel gegen Vitamin-D-Mangel: Für diese Menschen sind sie sinnvoll

Für bestimmte Menschen ist es sinnvoll, ihren Vitamin-D-Bedarf, nach Absprache mit einem Arzt, im Winter mit Nahrungsergänzungsmitteln zu decken:

Vitamin-D-Überdosis kann schwere Folgen haben

Neben einem Mangel kann es allerdings auch zu einer Vitamin-D-Vergiftung oder einer Überdosis kommen. Bei einer übermäßig hohen Einnahme entsteht im Körper ein erhöhter Kalziumspiegel, der akut zu Übelkeit, Appetitlosigkeit, Bauchkrämpfen und Erbrechen führen können, berichtet das RKI.

In schweren Fällen kann es zu Nierenschädigung, Herzrhythmusstörungen, Bewusstlosigkeit und Tod führen, berichtet das RKI. Wie hoch das Vitamin D zu dosieren ist, hängt unter anderem vom Alter, der Körpergröße und Vorerkrankungen ab. (Clara Pinto)

Hinweis der Redaktion: Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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