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Vitamin-D-Mangel: Welche Anzeichen Sie auf keinen Fall ignorieren sollten

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Von: Kilian Bäuml

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Ein bisschen mehr Sonne auf der Haut könnten viele Deutsche gut gebrauchen, denn ein Drittel hat einen Vitamin-D-Mangel – das kann gefährlich werden.

Frankfurt – Vitamin D ist das Sonnenvitamin. Menschen bilden es selbst, wenn die Haut UV-Strahlung ausgesetzt ist. Im Sommer ist es deshalb leichter, genug Vitamin D aufzunehmen. In Deutschland haben laut dem Robert-Koch-Institut mindestens 30 Prozent der Menschen einen Mangel. In Norddeutschland aufgrund der geringeren Sonneneinstrahlung sogar noch mehr Menschen, wie der NDR berichtet.

Wer sich jetzt aber denkt, dass man nur auf den Sommer warten muss, um die Vitamin-Speicher zu füllen, irrt sich. Ein Mangel kann gravierende Folgen haben.

Ein Vitamin-D-Mangel kann gefährlich sein und zu schweren Warnzeichen führen

Vitamin D ist wichtig für den Körper und die Gesundheit, weil es dabei hilft, andere Nährstoffe aufzunehmen. Es unterstützt unter anderem die Aufnahme von Kalzium. Ein Vitamin-D-Mangel führt daher häufig dazu, dass auch Kalzium nicht mehr ausreichend aufgenommen wird. Die Folge davon sind geschwächte Knochen, schreibt das Bundesministerium für Gesundheit.

Vitamin-D-Rezeptoren befinden sich in allen Organen des menschlichen Körpers, dadurch hat das Vitamin einen großen Einfluss auf den Stoffwechsel. Ein Zusammenhang zwischen einer ausreichenden Vitamin-D-Versorgung und einem funktionierenden Immunsystem konnte bereits in Studien belegt werden. Es ist ebenfalls erwiesen, dass Menschen mit einem Mangel häufiger an Krankheiten wie Atemwegsinfektionen leiden. Die Wirkung von Vitamin D wird in der Forschung seit Jahren stark diskutiert, eine Studie legt nahe, dass eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D sogar vor Krebs schützen kann.

Vitamin-D-Mangel: Diese Symptome gelten als Warnzeichen

Die Symptome für einen Vitamin-D-Mangel sind schwerwiegend und sollten auf keinem Fall ignoriert werden. Ein Mangel kann zum Beispiel von Hausärzt:innen überprüft werden. Einen Bluttest kann man jedoch auch selbst in der Apotheke kaufen und ins Labor schicken kann. Wird ein Vitamin-D-Mangel festgestellt, sollte die Behandlung mit einem Arzt oder einer Ärztin abgeklärt werden.

Diese Symptome können Warnzeichen für einen Vitamin-D-Mangel sein:

Ein Mangel des Vitamins führt außerdem zu einer Abnahme der Knochendichte. Das wiederum kann zu folgenden Krankheitserscheinungen führen:

Vitamin-D-Mangel vorbeugen

Die häufigste Ursache für einen Mangel ist zu wenig Sonnenlicht. Einige Lebensmittel enthalten Vitamin D, beispielsweise fettreicher Fisch. In Lebensmitteln ist der Stoff allerdings nur in kleinen Mengen vorhanden und deckt lediglich 10 bis 20 Prozent des Bedarfs. Deshalb empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, sich am besten jeden Tag für einige Minuten (mindestens zwischen 5 und 20 Minuten) in der Sonne aufzuhalten. Hierbei sollte die Sonne auf möglichst viel Haut scheinen.

Eine Frau hustet
Ein Vitamin-D-Mangel begünstigt Atemwegserkrankungen. (Symbolbild) © imago/Andriy Popov

Mittlerweile gibt es auch etliche Vitamin-D-Präparate zu kaufen, von deren Einnahme allerdings abgeraten wird, solange sie nicht von einem Arzt empfohlen wurden. (Kilian Bäuml)

Hinweis der Redaktion

Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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