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Ständiger Harndrang als Symptom: Was sich dahinter verbergen kann

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Von: Sophia Lother

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Wie häufig ist ein Gang auf die Toilette normal und ab wann sollte medizinische Hilfe aufgesucht werden? Alle Informationen auf einen Blick.

Frankfurt – Ob bei der Arbeit, unterwegs oder in der Nacht, ständiger Harndrang kann eine enorme Belastung darstellen. Laut dem Fachportal MSD Manual ist in 24 Stunden ein vier bis sechsmaliger Gang zur Toilette für die meisten Menschen die Regel. Im Normbereich liegt eine ausgeschiedene Harnmenge von 0,7 bis drei Litern Urin.

Von Fachleuten wird zwischen zwei Arten des ständigen Harndrangs unterschieden, berichtet das Fachmagazin:

Häufiges Wasserlassen: Welche Symptome hinter dem ständigen Harndrang stecken können

Polyurie, wenn also eine höhere Menge von Urin ausgeschieden wird, kann ein Anzeichen für mehrere Krankheitsbilder sein. Laut dem öffentlichen Gesundheitsportal Österreichs können Diabetes mellitus, Diabetes-Medikamente oder aber auch Nierenerkrankungen die Ursache sein.

Bei einer sehr häufigen Entleerung der Blase gibt es noch weitere Faktoren, die dahinter stecken könnten. Dazu gehören: Harninkontinenz, Blaseninfektionen, nichtkanzeröse Vergrößerung der Prostatadrüse und Steine in den Harnwegen, so das MSD Manual. Auch Prostatakrebs kann für einen vermehrten Harndrang, auch in der Nacht, ursächlich sein. Das Portal betont jedoch, dass beide Symptome häufig zusammen geprüft werden würden, da Menschen, deren Körper viel Urin produziert, auch meist häufiger Harndrang haben.

Wenn Sie häufig die Toilette aufsuchen müssen, können sich dahinter verschiedene Ursachen verbergen. (Symbolfoto)
Wenn Sie häufig die Toilette aufsuchen müssen, können sich dahinter verschiedene Ursachen verbergen. (Symbolfoto) © Michael Gstettenbauer/Imago

Ständiger Harndrang: Auf welche Warnsignale Sie achten sollten

Nicht immer ist ein häufiges Wasserlassen auch ein Symptom für eine ernsthafte Erkrankung. Es gibt auch Lebensmittel, die zu vermehrter Urinausscheidung führen – etwa ein übermäßiger Kaffee-Konsum. Außerdem kann auch viel Trinken vor dem Zubettgehen dafür sorgen, dass in der Nacht des Öfteren die Toilette aufgesucht werden muss. Ein Trink- und Toilettenplan kann in diesem Fall dabei helfen, die Blase besser zu kontrollieren.

Dennoch betont das MSD Manual, dass sich auch ernstzunehmende Krankheiten dahinter verbergen können und nennt Warnsignale. Bei diesen Symptomen sollten Menschen mit übermäßiger Harnausscheidung einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen:

Vor allem bei zwei Symptomen sollten Betroffene schnell handeln: „Menschen mit einem Schwächegefühl in den Beinen sollten sofort ins Krankenhaus gehen, da diesem Problem eine Erkrankung des Rückenmarks zugrunde liegen kann. Menschen mit Fieber und Rückenschmerzen sollten noch am selben Tag zum Arzt gehen, da eine Niereninfektion die Ursache sein kann“, heißt es im MSD Manual. (slo)

Hinweis der Redaktion

Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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