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Auch bei Hausärzten lässt sich erfragen, ob diese eine Warteliste für die Corona-Impfung führen. Die Impfung kann mit Nebenwirkungen einhergehen – die in der Regel harmlos sind.
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Auch bei Hausärzten/Hausärztinnen lässt sich erfragen, ob diese eine Warteliste für die Corona-Impfung führen. Die Impfung kann mit Nebenwirkungen einhergehen – die in der Regel harmlos sind.

Symptome ernst nehmen

Blutveränderungen nach Corona-Impfung: So erkennen Sie die Thrombozytopenie

Nach einer Corona-Impfung kommt es in sehr seltenen Fällen zu Thrombozytopenien. Um welche Komplikation es sich dabei handelt, erfahren Sie hier.

Bei einer Thrombose bilden sich Blutgerinnsel in Venen oder Arterien. Im schlimmsten Fall verstopfen diese das Blutgefäß. Das dahinterliegende Gewebe wird in diesem Fall nicht mehr ausreichend mit Blut (und deshalb auch Sauerstoff) versorgt – und stirbt ab. Zu einer Thrombose kann es theoretisch in jedem Körperteil kommen. Kommt es zum Verschluss eines Herzkranzgefäßes sprechen Mediziner/innen von einem Herzinfarkt. Ein Thrombus im Gehirn dagegen hat einen Schlaganfall zur Folge. Auch die Beinvenen können betroffen sein.

Genetisch bedingte Blutgerinnungsstörungen aber auch langes beengtes Sitzen können Thrombosen auslösen*. Doch auch nach Corona-Impfungen kam es in sehr seltenen Fällen zur Bildung von Blutgerinnseln. Im aktuellen Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) als Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel heißt es: „Bis zum 30.04.2021 wurden dem Paul-Ehrlich-Institut 67 Fälle einer Thrombose mit Thrombozytopenie (TTS) berichtet, die nach Impfung mit Vaxzevria auftraten. Vierzehn (21%) Patientinnen und Patienten verstarben“. Nach der Impfung mit Comirnaty (Biontech) und dem Covid-19-Impfstoff Moderna wurde bisher kein Fall eines TTS berichtet, heißt es weiter. Doch auch nach der Impfung mit dem Biontech- und Moderna-Präparat kam es sehr selten zur Thrombopenie.

Was ist eine Thrombozytopenie?

Bei einer Thrombozytopenie oder Thrombopenie handelt es sich um eine Verminderung der Zahl der Blutplättchen (Thrombozyten) auf weniger als 150.000/µl im Blut. Dadurch erhöht sich das Risiko für Blutungsereignisse, die jedoch in der Regel erst ab dem Unterschreiten eines Grenzwertes von ca. 20.000/µl auftreten, informiert die Klinik für Innere Medizin I am Universitätsklinikum Freiburg. Infolge einer ausgeprägten Thrombozytopenie kann es zu Blutungen in der Haut und zu Blutergüssen kommen, so das Fachportal msdmanuals.

Virusinfektionen mit dem Hepatitis-C-Virus, dem humanen Immunschwächevirus (HIV), dem Epstein-Barr-Virus und vielen anderen Viren können zu einer Thrombozytopenie führen, heißt es weiter. Aber auch manche Medikamente wie Heparin oder bestimmte Antibiotika könnten die Anzahl der Blutplättchen in der Blutbahn reduzieren.

Symptome einer Thrombozytopenie: Wann Sie nach der Corona-Impfung einen Arzt aufsuchen sollten

Bis 30. März 2021 wurden dem PEI acht Thrombozytopenien nach Impfung mit dem Biontech-Wirkstoff gemeldet, zwei Fälle nach der Moderna-Impfung und 46 Menschen hatten nach der Astrazeneca-Impfung Thrombozytopenie-Symptome an sich bemerkt. Zwischen der Impfung und dem Syptombeginn lagen dem PEI zufolge bis zu 30 Tage. Zur Einordnung: Seit Beginn der Impfkampagne Ende Dezember 2020 sind 21.329.667 Impfungen mit Comirnaty (Biontech), 1.667.261 Impfungen mit dem Moderna-Präparat und 5.775.546 Impfungen mit Vaxzevria von Astrazeneca durchgeführt worden. Es handelt sich bei den gemeldeten Thrombozytopenien also um sehr selten auftretende Komplikationen.

Folgende Symptome können dem msd manual zufolge auf eine Thrombozytopenie hinweisen:

  • Blutungen in der Haut (viele rote Pünktchen auf den unteren Beinpartien)
  • Blutergüsse (verursacht durch harmlose Verletzungen)
  • Zahnfleischbluten
  • Blut in Stuhl oder Urin
  • Schwer zu stillende Blutungen

Wenn Sie derartige Symptome nach der Corona-Impfung an sich bemerken, sollten Sie ärztliche Hilfe aufsuchen. Im schlimmsten Fall kann eine Thrombozytopenie zu lebensbedrohlichen Blutungen im Gehirn oder im Verdauungstrakt führen.

Weiterlesen: Verdacht auf Thrombose nach Corona-Impfung? So wird die sehr seltene Komplikation behandelt – Aspirin hilft nicht*.

Zum PEI-Sicherheitsbericht

(jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Der lebensrettende Pieks: Diese Risikogruppen sollten sich gegen Grippe impfen lassen

Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin gibt Empfehlungen ab, welche Menschen sich impfen lassen sollten. Gehören Sie auch zur Risikogruppe? (Stand: Juli 2013) © dpa
Das Immunsystem älterer Menschen reagiert zwar weniger stark auf die Impfung, dennoch empfehlen die Experten das Serum. Im Falle einer Erkrankung fallen die Symptome schwächer aus. Da für Menschen über 60 Jahre ein erhöhtes Risiko für schwere oder gar tödliche Komplikationen besteht, ist die Impfung dringend angebracht. © dpa
Wie bei älteren Menschen besteht auch bei Schwangeren ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Daher raten die Gesundheitsexperten auch werdenden Müttern ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel zur Impfung. Schwangere, die bereits an einer Grunderkrankung leiden, können sich nach Absprache mit dem Arzt auch schon früher pieksen lassen. © dpa
Erwachsene und Kinder, die an einer chronischen Erkrankung wie beispielsweise Asthma leiden, gehören ebenfalls zu den Risikogruppen. © fkn, Mundipharma
Auch Menschen mit chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Bluthochdruck wird die Grippe-Impfung nahe gelegt. © dpa
Kinder dürfen frühestens ab einem Alter von sechs Monaten gegen die Grippe geimpft werden. © dpa
Wer an chronischen Stoffwechsel-Erkrankungen wie Zucker (Diabetes Mellitus), an chronischen Nierenerkrankungen, Blutarmut (Anämie), an angeborenen oder erworbenen Immunstörungen wie Abwehrschwäche nach Organtransplantationen, bei Chemotherapien oder HIV-Infektionen leidet, sollte sich die Grippe-Impfung nicht entgehen lassen. © dpa
Ebenso Menschen mit chronisch neurologischen Krankheiten wie beispielsweise Multipler Sklerose gehören zu den Risikogruppen. © dpa
Mitarbeiter in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Arztpraxen oder Angestellte in Einrichtungen mit erhöhtem Publikumsverkehr laufen Gefahr, durch ihre Arbeit sich selbst oder andere anzustecken - die Grippe-Impfung ist daher eigentlich Pflicht. © dpa
Die Bewohner von Pflege- und Altenheimen sind ebenfalls besonders gefährdet. © dpa
Urlauber ab 60 Jahren oder chronisch Kranke, die verreisen wollen, sollten sich spätestens zwei Wochen vor der Abreise pieksen lassen. © dpa
Menschen, die häufig mit Geflügel, auch mit Wildvögeln in Berührung kommen, zählen auch als Risikogruppe. © dpa
NICHT impfen lassen dürfen sich Menschen, die allergisch reagieren auf Hühnereiweiß. Der Impfstoff wird in Hühnereiern gezüchtet. Wer aktuell unter Fieber leidet, sollte mit der Imfpung warten, bis die Erkrankung abgeklungen ist.
Die meisten Krankenkassen in Deutschland übernehmen freiwillig die Kosten für die saisonale Grippeimpfung. Über-60-Jährige und chronisch Kranke müssen in der Regel nichts bezahlen. © dpa

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