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Ein Intensivbett mit Beatmungseinheit steht auf der Corona-Station im Städtischen Klinikum Dresden hinter einer Scheibe, an der ein Achtungssymbol mit einem stilisierten Coronavirus angebracht ist.
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Intensivstationen könnten aufgrund der Corona-Pandemie bald an ihre Grenzen kommen.

Corona aktuell

3.500 Corona-Intensivpatienten innerhalb der nächsten Wochen: Modellrechnung zeichnet schlimmes Szenario

  • Juliane Gutmann
    VonJuliane Gutmann
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Tausende Intensivbetten mussten im letzten Jahr abgebaut werden – wegen Personalmangel. Was bedeutet das vor dem Hintergrund einer drohenden Patientenschwemme?

Die Corona-Krankenhausampel steht in großen Teilen Deutschlands auf Rot. Immer mehr Menschen stecken sich aktuell mit Covid-19 an, was in vielen Fällen nur harmlose Erkältungsbeschwerden nach sich zieht. Doch nicht immer nimmt eine Coronavirus-Infektion einen leichten Verlauf. Vor allem bereits immungeschwächte Menschen wie Senioren oder Menschen mit Autoimmunerkrankung laufen Gefahr, schwer zu erkranken. In manchen Fällen ist sogar ein Klinikaufenthalt nötig. In Deutschland wurden im Rahmen der Corona-Pandemie sogenannte Corona-Stationen in Kliniken eingerichtet. Auf diesen sind auch Intensivbetten verfügbar, in welchen Covid-Patienten invasiv beatmet werden können.

Doch die Anzahl dieser speziellen Betten wurde innerhalb der letzten neun Monate reduziert, wie das Ärzteblatt informiert. Aktuell gebe es dem Bericht zufolge aktuell noch 9.000 Betten in deutschen Kliniken, die eine invasive Beatmung möglich machen. Vor neun Monaten wären es noch 12.000 gewesen, heißt es weiter. Wie Christian Karagiannidis als wissenschaftlicher Leiter des DIVI-Intensivregisters dem Ärzteblatt zufolge erklärte, sei dafür der Mangel an Pflegefachkräften auf Intensivstationen verantwortlich.

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Freie Intensivbetten könnten bald Mangelware sein. (Archivbild)

Für Kinder mit schwerem Covid könnten die Intensivbetten nicht ausreichen

Wie sich die Intensivbetten-Auslastung durch Corona-Patienten in den kommenden Wochen und Monaten entwickeln wird, kann zwar niemand mit Sicherheit vorhersagen. Doch es gibt bereits Modellrechnungen. So hat der Mathematiker Andreas Schuppert von der RWTH Aachen zusammen mit Intensivmediziner Christian Karagiannidis der Süddeutschen Zeitung (SZ) zufolge berechnet, wie sich die Lage auf Intensivstationen in den nächsten Wochen entwickeln könnte. Im günstigsten Fall zeigen die Rechenergebnisse 3.500 Covid-Intensivpatienten innerhalb der nächsten Wochen an, so das Ergebnis. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass das „Infektionsgeschehen schlagartig gebremst“ wird, so die SZ.

Vor diesem Hintergrund ist es nicht unwahrscheinlich, dass Intensivstationen in Deutschland innerhalb der kommenden Wochen und Monate an ihre Belastungsgrenzen kommen. Hinzu kommt, dass der ausgeprägte Mangel an Intensivpflegenden nicht nur die Erwachsenenmedizin, sondern auch die Kinderheilkunde betrifft. „Deshalb werden viele pädiatrische Intensivbetten nicht betreibbar sein“, so Karagiannidis dem Ärzteblatt zufolge: „Das macht mir wirklich Sorgen“. Er sieht die Maskenpflicht für Kinder als sinnvolle Möglichkeit, diese vor einer Ansteckung zu schützen. (jg)

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