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Die „Superimmunen“ leiten das Ende der Pandemie ein: Forschende mit verheißungsvollen Studienergebnissen

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Von: Juliane Gutmann

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Ein Mitarbeiter überprüft in einem Restaurant ein Impfzertifikat.
Wer in Restaurants sein gültiges Impfzertifikat vorzeigen kann, darf eintreten. Doch es gibt eine Gruppe, die noch besser vor Corona geschützt ist als die Geimpften. © Sebastian Gollnow/dpa

Die WHO schätzt, dass sich die Hälfte der europäischen Bevölkerung in den nächsten Wochen mit Corona anstecken wird. Einer Studie zufolge keine schlechte Neuigkeit.

Sie haben Covid-19 überstanden und sind geimpft? Dann sind Sie US-Forschenden zufolge am besten gewappnet gegen schwere Corona-Verläufe. In einer neuen Studie hat ein Forscherteam um Timothy A. Bates vom Department of Molecular Microbiology & Immunology an der Oregon Health & Science University in den USA ermittelt, welche Gruppen den besten Corona-Schutz entwickeln.

Insgesamt 104 Studienteilnehmer und -teilnehmerinnen wurden dafür untersucht. 42 waren vollständig geimpft und hatten bislang keine Corona-Infektion durchgemacht, 31 Personen hatten sich nach überstandenem Covid-19 ein- oder zweimal impfen lassen und 31 Studienteilnehmer/innen wurden krank nach einer vorangegangenen Impfung. Die meisten Probanden waren mit den Impfstoffen von Biontech und Moderna geimpft worden. Im Rahmen der Studie ermittelten die Forscher/innen anhand von Blutproben, wie wirksam Antikörper und andere Immunzellen gegen Coronaviren vorgehen konnten. Ihr Fazit: Die Kombination aus Corona-Infektion und Impfschutz hat die beste Abwehrreaktion des Körpers zur Folge.

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Impfung nach und vor Corona-Infekt: „In beiden Fällen erhält man eine sehr, sehr starke Immunantwort“

Dabei spielte es keine Rolle, ob vor oder nach der Infektion geimpft wurde. „Zusammengenommen deuten unsere Daten darauf hin, dass die zusätzliche Antigenexposition durch die natürliche Infektion die Quantität, Qualität und Breite der Immunantwort erheblich steigert, unabhängig davon, ob sie vor oder nach der Impfung erfolgt“, informieren die Forschenden in ihrer im Fachblatt Science Immunology veröffentlichen Studie.

Video: Wie lange gilt die Immunität nach einer Corona-Infektion?

„Es ist egal, ob man sich ansteckt und dann geimpft wird oder ob man geimpft wird und dann eine Durchbruchsinfektion bekommt“, zitiert das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) einen der Studienautoren, Fikadu G. Tafesse: „In beiden Fällen erhält man eine sehr, sehr starke Immunantwort – erstaunlich stark“. Die Forschenden weisen allerdings darauf hin, dass Corona-Impfungen vor schweren Verläufen und vor Krankheit mit Todesfolge schützen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, einen Impfschutz vor der potenziellen Infektion aufzubauen. In Kombination mit einer Infektion bedeute dies eine „Superimmunität“, wie das RND die Wissenschaftler/innen zitiert.

Vor diesem Hintergrund sehen die Studienautoren und Studienautorinnen jede Durchbruchsinfektion, die derzeit mit der raschen Verbreitung der Omikron-Variante registriert wird, als Schritt in Richtung Ende der Pandemie, so das RND. (jg) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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