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Corona-Varianten: WHO beobachtet „besorgniserregende“ Omikron-Mutation

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Von: Karolin Schäfer

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Die WHO hat auch die Omikron-Subvarianten BA.4 und BA.5 im Visier. (Symbolbild)
Die WHO hat auch die Omikron-Subvarianten BA.4 und BA.5 im Visier. (Symbolbild) © Waltraud Grubitzsch/dpa

Die Weltgesundheitsorganisation beobachtet zwei neue Omikron-Untervarianten. Was bisher über die Corona-Mutanten bekannt ist.

Update vom Donnerstag, 14.04.2022, 14.00 Uhr: Fachleute stufen die neuen Omikron-Subvarianten BA.4 und BA.5 bislang nicht als gefährlicher ein als die ursprüngliche Mutante des Coronavirus. Allerdings bereitet die Mutation L452R Forschenden Sorgen.

Besorgniserregende VariantenErste Dokumentation der Probe
DeltaOktober 2020, Indien
OmikronNovember 2021, mehrere Länder
Quelle: WHO

Der Epidemiologe und frühere Harvard-Forscher Eric Feigl-Ding bezeichnete die Mutation in einem Twitter-Post nun als „Troublemaker-Mutation“, was auf Deutsch etwa bedeutet, dass sie uns Schwierigkeiten bereiten könnte. Sie sei dafür bekannt, das Virus ansteckender und die Verläufe schwerer zu machen. Die Veränderung taucht sowohl bei der Delta- als auch bei BA.4 und BA.5 auf.

„Deutlich ansteckender als BA.2“: Neuer Omikron-Subtyp in den USA auf dem Vormarsch

WHO „alarmiert“: Neue Coronavirus-Subtypen sind aufgetaucht

Erstmeldung vom Mittwoch, 13.04.2022: Frankfurt – Dass Viren mutieren, einschließlich Sars-CoV-2, ist normal. Die meisten Veränderungen haben kaum Auswirkungen auf die Eigenschaften des Virus. Allerdings können sich einige Mutationen beispielsweise auf die Ausbreitungsgeschwindigkeit, die Schwere der Erkrankung oder die Leistung von Impfstoffen auswirken. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beobachtet seit Beginn 2020 die Entwicklung des Corona-Virus.

Derzeit werden zwei Virus-Varianten von der WHO als besorgniserregend eingestuft: Die Delta- und die Omikron-Variante. Wie die Gesundheitsorganisation am Montag (11.04.2022) mitteilte, sind nun zwei weitere Untervarianten BA.4 und BA.5 im Visier der Expert:innen. Bisher beobachtet die WHO neben den Omikron-Mutanten BA.1, BA.1.1 und der in Deutschland dominierenden Variante BA.2, auch die Sublinie BA.3.

Währenddessen wurden in Großbritannien hunderte Fälle einer neuen Corona-Viruskombination namens XE gemeldet. Das ist bisher bekannt.

Corona-Varianten BA.4 und BA.5: Bisher wenige Fälle bekannt

Nach Angaben der WHO wurden allerdings nur einige dutzende Fälle von BA.4 und BA.5 gemeldet. BA.4 tauchte laut der britischen Gesundheitsbehörde UK Health Security Agency erstmals in Südafrika auf. Weitere Corona-Infektionen wurden zwischen Januar und Ende März 2022 in Südafrika, Dänemark, Botswana, England und Schottland gemeldet.

Auch Fälle mit dem BA.5-Subtyp traten erstmals lediglich in Südafrika auf. Wie Reuters berichtete, meldete nun das Gesundheitsministerium in Botswana am Montag, dass vier Fälle von BA.4 und BA.5 festgestellt wurden. Die Fälle seien bei Personen im Alter von 30 bis 50 Jahren nachgewiesen worden. Alle waren vollständig geimpft und hatten milde Symptome.

Omikron-Varianten: BA.4 und BA.5 in Deutschland nicht getrennt ausgewiesen

Wie eine Sprecherin des Robert Koch-Instituts (RKI) dem RND mitteilte, werden die Omikron-Subtypen BA.4 und BA.5 noch unter der Linie BA.2 gefasst. Daher werden die Infektionen in Deutschland „nicht getrennt ausgewiesen“, hieß es. Dennoch werde die Entwicklung in Deutschland beobachtet.

Die neuen Omikron-Varianten seien allerdings „kein Grund zur Beunruhigung, da kein größerer Anstieg der Fälle, Einweisungen oder Todesfälle in Südafrika zu verzeichnen ist“, schrieb Tulio de Oliveira, Professor für Bioinformatik an der University of KwaZulu-Natal, beim Kurznachrichtendienst Twitter.

Corona-Varianten BA.4 und BA.5: Gemeinsamkeit mit anderen Omikron-Linien

De Oliveria leitet zudem das Zentrum für Epidemie-Bekämpfung und Innovation der Stellenbosch Universität in Südafrika. BA.3 und BA.5 haben de Oliveira zufolge viele gemeinsame Mutationen mit den anderen Omikron-Linien – „aber auch einige Unterschiede“, so der Professor. Diese müssten nun untersucht werden.

Zahlreiche Gesundheitsbehörden seien bereits informiert, auch die WHO. „Zurzeit sind wir alle alarmiert, aber nicht besorgt“, schrieb de Oliveira. Die Corona-Impfung sei „nach wie vor die wichtigste Maßnahme zum Schutz vor schweren Erkrankungen, Krankenhausaufenthalten und Tod durch alle bekannten Varianten.“ Jetzt sei ein „guter Zeitpunkt für eine Auffrischungsimpfung, um die Varianten in Schach zu halten und zum normalen Leben zurückzukehren“, erklärte der Professor aus Südafrika. (kas/tk)

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