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Diabetes: Rund 20 Jahre vorher – Studie überrascht mit Früherkennung

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Von: Clara Veiga Pinto

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Ein Mädchen greift nach ihrem Blutzuckermessgerät.
Eine neue Studie aus Schweden zeigt, wie man Diabetes knapp 20 Jahre vor der Erkrankung erkennen kann. (Symbolbild)  © Jens Kalaene/dpa/Symbolbild

Schwedische Forschende haben in einer neuen Diabetes-Studie herausgefunden, wie man die Zuckerkrankheit früher erkennen kann.

Frankfurt – Ein Durchbruch in der Diabetes-Forschung: Forschende der Universität Lund in Schweden haben entdeckt, dass ein Biomarker im Körper bereits 19 Jahre früher Auskunft über eine mögliche Diabetes-Erkrankung gibt, heißt es in einer Pressemitteilung der Universität

In der Praxis könnte diese Entdeckung nun dabei helfen, das Risiko für Diabetes früher zu erkennen und beispielsweise mit gesunder Ernährung gegenzulenken. Denn die Krankheit kann sich auch negativ auf das Gedächtnis auswirken.

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Neue Diabetes-Studie: Erkennung 19 Jahre vor der Erkrankung

Die Forschenden in Schweden kamen nun auf ein interessantes Ergebnis: In einer Untersuchung, die auf Studiendaten der „Malmö Diet and Cancer-Studie“ aus dem Jahr 1993 basiert, fanden sie heraus, dass ein „Biomarker“ identifiziert worden sei, an dem sich bereits 19 Jahre vor einer Diabeteserkrankung ein solches Risiko erkennen lassen könnte.

Es handele sich bei dem mutmaßlichen Biomarker um das Protein „Follistatin“. Bei Menschen findet das Protein seinen Ursprung in der Leber. In den Auswertungen der Studie fanden die Forschenden einen Zusammenhang zwischen dem Follistatin-Spiegel und dem Auftreten von Diabetes, heißt es in der Pressemitteilung.

Diabetes 19 Jahre vorher entdecken: Schwedische Forscher haben Weg gefunden

„Wir haben herausgefunden, dass höhere Werte des im Blut zirkulierenden Proteins Follistatin Typ-2-Diabetes bis zu 19 Jahre vor dem Ausbruch der Krankheit vorhersagen, unabhängig von anderen bekannten Risikofaktoren wie Alter, Body-Mass-Index (BMI), Nüchternblutzuckerwerte, Ernährung oder körperliche Aktivität“, berichtet Dr. Yang De Marinis, Professor an der Universität Lund und Hauptautor der Studie in einer Pressemitteilung der Universität.

Der Effekt könne den Autoren zufolge mithilfe von Studienergebnissen aus Tübingen erklärt werden. Dort wurde bestätigt, dass Follistatin den Fettabbau aus dem Fettgewebe fördert. Das könnte dazu beitragen, dass eine höhere Ansammlung von Lipiden auftritt. Dadurch erhöht sich dann das Risiko für eine nicht-alkoholische Fettleber und Diabetes Typ-2, wie aus der Pressemitteilung hervorgeht.

Das ist der Unterschied zwischen Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2

Der Typ-1-Diabetes tritt laut RKI vorwiegend bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf und beruht auf einer autoimmun verursachten Zerstörung der Zellen, die Insulin produzieren. Bei Typ-1-Diabetes wird gar kein Insulin produziert und muss zugeführt werden. Beim Diabetes Typ 2 wird zu wenig Insulin gebildet oder die Wirkung des Insulins an den Zellen ist gestört. 

Diabetes auf der Welt: Elf Prozent in Nordamerika erkrankt

Am häufigsten erkranken Menschen in Nordamerika: Etwa elf Prozent der erwachsenen Bevölkerung im Alter von 20 bis 79 Jahren haben dort Diabetes, das berichtet die Krankenkasse tk.de. Laut Angaben des Deutschen Gesundheitsberichts Diabetes 2018 sind über 95 Prozent der Betroffenen an Typ-2-Diabetes erkrankt.

Mit Diabetes Typ 1 leben etwa 12.000 Erwachsene und 28.000 Kinder im Alter von null bis 14 Jahren. 16 Prozent aller Todesfälle in Deutschland werden mit einem Typ-2-Diabetes in Zusammenhang gebracht. Wer viel Zucker und Kohlenhydrate isst, fördert die Krankheit. (Clara Pinto)

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