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Drei Kaffeegewohnheiten können sich negativ auf die Gesundheit auswirken

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Von: Karolin Schäfer

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Kaffee statt ausgewogenes Frühstück? Nicht alle Gewohnheiten mit dem koffeinhaltigen Getränk sind gesund. Was Verbraucher:innen beachten sollten.

Frankfurt – Ob Siebträger, Pressstempelkanne oder Filtermaschine – für viele gehört Kaffee zum Start in den Tag dazu. Einige trinken ihn morgens als Wachmacher, für andere gehört er zum idealen Café-Besuch dazu. Dabei ist die gesundheitliche Wirkung des koffeinhaltigen Getränks umstritten.

„Ein moderater Konsum ist eher mit einem allgemein reduzierten Krankheitsrisiko zu verbinden“, resümierte Ernährungswissenschaftlerin Anna Flögel den aktuellen Forschungsstand gegenüber der Apotheken Umschau. Zwei bis vier Tassen am Tag sind also in Ordnung. Einer Studie zufolge soll Kaffee sogar vor einer Corona-Infektion schützen.

Latte Macchiato, Espresso oder Cappuccino – Kaffee gibt es in vielen Variationen.
Latte Macchiato, Espresso oder Cappuccino – Kaffee gibt es in vielen Variationen. © Diego Martin/imago

Gesundheit: Frühstück nicht durch Kaffee ersetzen

Allerdings kann Kaffee auch unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen. Besonders auf drei Gewohnheiten sollten Verbraucher:innen achten. Wenn es morgens schnell gehen muss, reicht für den ein oder anderen auch mal nur eine Tasse Kaffee zum Frühstück. Das scheint allerdings auf Dauer nicht gesund zu sein.

Lisa Moskovitz, CEO der Ernährungsberatungsstelle NY Nutrition Group, rät davon ab, eine ausgewogene Mahlzeit durch Kaffee zu ersetzen. Das Auslassen des Frühstücks führe „zu einer weniger nahrhaften Ernährung“, sagte die Expertin gegenüber dem Ernährungsmagazin Eat This, Not That. Wer das Frühstück auslässt, greift zudem eher zwischendurch zu Snacks. Einer Studie der Gachon University in Südkorea zufolge, steht unregelmäßiges frühstücken mit einem höheren Risiko für Stoffwechselstörungen in Zusammenhang.

Empfohlen wird zum Frühstück Getreide in Form von Brot oder Müsli, aber auch Gemüse und Obst dürfen nicht fehlen, erklärte Astrid Donalies von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) der Apotheken Umschau. Milch oder Milchprodukte wie Joghurt und Quark eignen sich ebenfalls zum Start in den Tag.

Wer viel Kaffee trinkt, sollte auf ausreichend Flüssigkeit achten

Kaffee ist zwar eine Flüssigkeit, deckt aber nicht die täglich empfohlene Flüssigkeitszufuhr. Wer gerne viel Kaffee trinkt, sollte also darauf achten, ausreichend Wasser oder ungesüßte Tees zu trinken. Die DGE empfiehlt etwa 1 1/2 Liter pro Tag. Dies benötigt der Körper, um seine Temperatur zu regulieren oder Nährstoffe zu transportieren, informierte die DGE.

Da das im Kaffee enthaltene Koffein die Durchblutung der Nieren angeregt, wird viel Wasser ausgeschieden. Vor allem Menschen mit gestörtem Durstempfinden oder hohem Wasserverlust, die regelmäßig Kaffee trinken, sollten auf ausreichend Flüssigkeit achten, betonte der Verband für Unabhängige Gesundheitsberatung. Laut Moskovitz kann sich Dehydrierung „negativ auf die Haut, die Verdauung, das Energieniveau, die Nährstoffaufnahme und sogar die Gelenke auswirken.“

Kaffee mit Milch und Zucker? Darauf sollten Sie achten

Zucker und Milch im Kaffee sind unter Kaffeeliebhabern umstritten. Während einige den Geschmack des koffeinhaltigen Getränks nicht verfälschen wollen, ist anderen schwarzer Kaffee einfach zu bitter. Gesund oder ungesund sind die Zusatzstoffe per se nicht. Problematisch ist aber ein übermäßiger Konsum von Milch, Sahne und Zucker. Laut 24vita.de kann dies gerade im Alter zu Problemen führen, den Blutzuckerspiegel steigen lassen oder Entzündungen begünstigen.

Wer lieber auf Süßstoff setzen möchte, sollte ebenfalls vorsichtig sein. Eine US-amerikanische Studie zeigte, dass künstliche Süßstoffe eine Insulinresistenz auslösen können. Erwachsene wiesen beim regelmäßigen Verzehr des Süßstoffs Sucralose Anzeichen einer Insulinresistenz auf. Die Studie legte nahe, dass der Konsum „selbst bei gesunden Personen einen negativen Einfluss auf die Insulinwirkung hat“, hieß es im Forschungsbericht. (kas)

Nutzen Sie unsere Ernährungs-Tipps lediglich als Ergänzung zu einer ansonsten vielseitigen und gesunden Ernährung. Die Informationen ersetzen in keinem Fall eine professionelle Beratung und sind nicht zur eigenständigen Diagnose oder Behandlung gedacht.

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