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Sport verlängert das Leben: Studie zeigt, was man verändern muss

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Von: Ares Abasi

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Längeres Leben durch mehr Bewegung: Laut einer Studie reichen bereits wenige Minuten in einer Woche aus.
Längeres Leben durch mehr Bewegung: Laut einer Studie reichen bereits wenige Minuten in einer Woche aus. © Imago

Eine amerikanische Studie findet heraus, dass körperliche Bewegung das Leben verlängern kann. Schon wenige Minuten in der Woche reichen demnach aus.

Frankfurt – „Sport ist Mord“: Diese Aussage trifft wohl kaum zu. Denn eine in der Fachzeitschrift „Circulation“ der Journal of the American Heart Association veröffentlichte Studie aus den USA hat gezeigt, dass körperliche Aktivität, das Leben verlängern kann. Dabei zeigten die Wissenschaftler:innen der Harvard T. H. Chan School of Public Health, dass 150 bis 300 Minuten pro Woche an moderater körperlicher Aktivität oder 75 bis 150 Minuten pro Woche an intensiver körperlicher Aktivität bereits reichen.

Für die Studie wurden insgesamt 116221 Erwachsene beobachtet. Ihre Bewegungsgewohnheiten wurden laut den Forschenden mit dem Risiko verglichen, während der Studie an einer beliebigen Ursache zu sterben. Während der 30-jährigen Beobachtungszeit konnten 47596 Todesfälle ermittelt werden.

Studie zu Gesundheit: Regelmäßige Bewegung verlängert das Leben – Das wird empfohlen

Aktivitäten wie Spazierengehen, Gewichtheben und Körpergewichtstraining zählen laut den Forschenden der Studie als moderates Training, während Kraftsportarten Laufen, Schwimmen, Radfahren und Aerobic umfassen. Aktuelle Richtlinien des US-Gesundheitsministeriums empfehlen mindestens 150 Minuten moderate Bewegung, 75 Minuten intensive Bewegung, oder eine Kombination aus beidem pro Woche.

Ergebnisse der Studie zeigen, dass diejenigen, die sich an diese Mindestrichtlinien hielten, ein geringeres Risiko aufzeigen, während des Studienzeitraums zu sterben. Laut Dong Hoon Lee, dem Hauptautoren der Studie und wissenschaftlichen Mitarbeiter am Harvard T.H. Chan, ist es für einen langfristigen Nutzen entscheidend, dass man sich regelmäßig bewegt – egal wie viel man trainiert. „Unsere Studie liefert Anhaltspunkte für die Wahl der richtigen Menge und Intensität körperlicher Aktivität im Laufe des Lebens, um die allgemeine Gesundheit zu erhalten“, so Lee in einer Pressemitteilung.

Ein flotter Spaziergang im Freien oder auf dem Laufband, vier Sätze einer dreiminütigen Bodyweight-Übungssequenz, Yoga oder Tanzen helfe, dem Körper was Gutes zu tun, erklärte CNN-Fitnessexpertin Dana Santas, eine zertifizierte Kraft- und Konditionierungsspezialistin und Mind-Body-Coach im Profisport.

Bewegung und Sport verlängern das Leben: Bis zu 31 Prozent geringere Sterbewahrscheinlichkeit

Die Forschenden fanden zudem heraus, dass das Sterberisiko um bis zu 23 Prozent reduziert wurde, wenn die Teilnehmenden 150 bis 300 Minuten pro Woche trainierten. Das Sterberisiko war bei Teilnehmenden, die sich auch moderat bewegten, wie beispielsweise Spazierengehen, um 26 bis 31 Prozent niedriger als bei einer Kontrollgruppe, die sich weniger bewegte. Insgesamt trainierten diese Teilnehmenden zwischen 300 und 600 Minuten pro Woche. 

Wichtig sei konsequente Bewegung. Eine Megastudie aus den USA, die im Dezember 2021 veröffentlicht wurde, zeigte, dass die besten Trainingsprogramme darin bestehen, die Trainingszeiten zu planen, sich erinnern zu lassen, Anreize zu bieten und davon abzuraten, mehr als ein geplantes Training hintereinander ausfallen zu lassen.

Frühere Studien von kanadischen Wissenschaftler:innen haben gezeigt, dass einige Arten von hochintensivem Training, wie das Training für Marathons und Triathlons, das Risiko von Herzerkrankungen erhöhen können. Doch das war in dieser Studie nicht der Fall: Sechs Stunden oder mehr an intensivem Training oder 10 Stunden an mäßiger Bewegung pro Woche habe der Gesundheit der Studienteilnehmer:innen weder Vorteile, noch Nachteile gebracht. (Ares Abasi)

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