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Sonnencreme schützt vor Sonnenbrand, doch Vorsicht: Forschende aus Frankreich stellten krebserregende Stoffe in alternder Sonnenmilch fest. (Symbolbild)
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Sonnencreme schützt vor Sonnenbrand, doch Vorsicht: Forschende aus Frankreich stellten krebserregende Stoffe in alternder Sonnenmilch fest. (Symbolbild)

Gesundheit

Sonnencreme aus dem Vorjahr: Wieso man sie lieber nicht verwenden sollte

  • Svenja Wallocha
    VonSvenja Wallocha
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Sonnencreme aus dem Vorjahr sollte nicht weiter genutzt werden. Das raten zumindest Forschende aus Frankreich. Ältere Produkte könnten Krebs erregen.

Frankfurt - Sonnencreme ist nicht immer ganz günstig, komplett aufgebraucht wird sie auch nicht immer. Die übrig gebliebene Tube vom Vorjahr aus dem Schrank zu nutzen, ist jedoch keine gute Idee, so Forschende aus Frankreich. Denn in alternden Cremes können krebserregende Stoffe entstehen.

Nicht nur im Urlaub am Meer, sondern auch im Schwimmbad oder auch beim Sonnen im Garten sollte Sonnencreme immer in Reichweite sein. Generell ist Sonnenschutz wichtig. Der menschliche Körper braucht zwar Sonnenlicht, unter anderem um Vitamin D zu produzieren. Doch die ultraviolette Strahlung kann die Haut nachhaltig schädigen, wie auch auf der Seite des Bundesamts für Strahlenschutz zu lesen ist. Sonnencreme ist allerdings ein Produkt, das nicht ewig hält. Viele Cremes haben deshalb ein aufgedrucktes Mindesthaltbarkeitsdatum und das sollten Nutzer:innen unbedingt beachten. Auch, wenn die Sonnencreme noch gut aussieht und normal riecht.

Sonnencreme: Forschende stellen krebserregenden Stoff in Sonnenmilch fest

Das MHD gibt in der Regel an, wie lange die Sonnencreme ungeöffnet mindestens haltbar ist. Hersteller garantieren die Wirksamkeit bis zu diesem Datum. Orientierung bietet auch das Tiegelsymbol auf der Rückseite der Creme. Es gibt an, wie lange die Sonnencreme nach dem Öffnen genutzt werden kann. Dabei stehen meist 12 M für 12 Monate. Doch auch auf die richtige Lagerung kommt es an. Vor Sonnenlicht und Hitze sollten die Produkte generell ferngehalten werden. Im Kühlschrank oder einem kalten Keller hält sie sich dagegen recht gut. Doch was kann passieren, wenn Sonnencreme altert?

Der UV-Schutz nimmt nicht nur nach einer gewissen Zeit ab, laut einer Studie von Forschenden der Universität Sorbonne und der nationalen französischen Forschungsbehörde CNRS können sich bei einer längeren Lagerung zudem krebserregende Substanzen bilden. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse im März 2021 in der US-Medizinzeitschrift Chemical Research in Toxicology

Alte Sonnencreme benutzen? Gefährlicher Stoff kann Krebs auslösen – Forschende warnen

Doch wie sind die Forscherinnen und Forscher bei ihrer Studie vorgegangen? Das Team untersuchte rund ein Dutzend Sonnencremes mit Octocrylen als UV-Filter und ließ diese künstlich altern. Sechs Wochen wurden die Cremes bei 40 Grad gelagert, was in etwa einer Flasche entspricht, die ein Jahr Zuhause im Schrank steht, ohne benutzt zu werden. Unter den Produkten waren auch Cremes von renommierten Marken wie Garnier, LaRoche-Posay und Bioderma. Dann wurde geschaut, ob und in welchem Ausmaß sich der synthetisch hergestellte UV-Filter Octocrylen abbaut.

Wie die Forschenden feststellten, war nach den sechs Wochen aus Octocrylen der Stoff Benzophenon geworden. Kommt Benzophenon auf die Haut, kann er laut den Forschenden Ausschläge, Entzündungen oder Überempfindlichkeiten auslösen, aber auch Leberkrebs oder Lymphome. Das sei bereits in Tierversuchen der Fall gewesen. Das Molekül beeinträchtigt zudem die Schilddrüse und die Fortpflanzungsorgane, so die Expert:innen.

Vorsicht bei alter Sonnencreme: Auf bedenklichen Stoff verzichten

Die neuen Forschungsergebnisse zeigen, dass auch eine ältere Creme, die noch gut riecht und aussieht durchaus bedenklich sein kann. Konsumierende sollten sich deshalb jedes Jahr eine neue Sonnencreme kaufen und dabei auf Octocrylen achten. Zudem fordern sie ein Verbot für diesen Stoff und Benzophenon. Auch Öko-Test rät von Sonnencremes* mit diesem Stoff ab. (svw) *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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