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Eine Operation am Kopf birgt Risiken (Symbolbild).

Erfolgreiche OP

Siamesische Zwillinge am Kopf zusammengewachsen - so sehen sie heute aus

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Erin und Abby Delaney sind als siamesische Zwillinge zur Welt gekommen - und wurden ein Jahr nach der Geburt voneinander getrennt. Wie geht es den Mädchen heute?

Elf Stunden dauerte die Operation im Children's Hospital of Philadelphia (USA), die die einjährigen Mädchen Erin und Abby voneinander trennte. Sie kamen im Juli 2016 als siamesische Zwillinge zur Welt, die am Kopf zusammengewachsen waren. Was sehr selten bei siamesischen Zwillingen vorkommt, stellte die Mediziner vor eine große Herausforderung: Eine Operation am Kopf bedeutet auch immer ein enormes Risiko.

Craniopagus-Zwillinge: Mädchen waren am Kopf zusammengewachsen

Doch die OP gelang: Die heute zweijährigen Mädchen sind zwar motorisch und sprachlich nicht ganz auf dem Stand von Gleichaltrigen, doch sie machen gute Fortschritte, wie das britische Boulevard-Portal Daily Mail berichtete. "Wir werden dafür sorgen, dass sie das glücklichste und erfüllteste Leben leben können", zitierte das Portal Mutter Heather Delaney, die mit ihren Töchtern und ihrem Mann Riley in Mooresville, North Carolina, lebt.

Siamesische Zwillinge, die am Kopf zusammengewachsen sind - sogenannte Craniopagus-Zwillinge -, kommen sehr selten auf die Welt. Ihre Überlebenschancen sind gering: Etwa 40 Prozent der Säuglinge werden tot geboren und rund 33 Prozent versterben nach der Geburt aufgrund von Organversagen oder Anomalien. Erin und Abby Delaney gehören zu den rund 25 Prozent Craniopagus-Zwillingen, die überleben.

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Therapeuten bringen den Zwillingen Essen und Krabbeln bei

Die Mädchen werden von Entwicklungstherapeuten betreut, die ihnen unter anderem das Essen beibringen. Es liegt noch ein weiter Weg vor ihnen, doch ihre Eltern sind zuversichtlich: "Sie sind in mancher Hinsicht etwas hinterher, weil sie so lange verbunden waren, aber wir hoffen, dass sie die verlorene Zeit wieder aufholen werden", zitierte die Daily Mail Vater Riley Delaney.

Video: Hier sehen Sie wie ein Minister siamesische Zwillinge trennt 

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jg

Bei seltenen Erkrankungen Hilfe suchen

Cordelia ist eine von vier Millionen Patienten in Deutschland mit einer seltenen Erkrankung - in ihrem Fall ein CDKL5-Gendefekt. Foto: Frank Rumpenhorst
Cordelia ist eine von vier Millionen Patienten in Deutschland mit einer seltenen Erkrankung - in ihrem Fall ein CDKL5-Gendefekt. Foto: Frank Rumpenhorst © Frank Rumpenhorst
Cordelia Woko mit ihrer Mutter Esther und Zwillingsschwester Catherine (r). Cordelia hat einen CDKL5-Gendefekt, eine sehr seltene Erkrankung des X-Chromosoms. Foto: Frank Rumpenhorst
Cordelia Woko mit ihrer Mutter Esther und Zwillingsschwester Catherine (r). Cordelia hat einen CDKL5-Gendefekt, eine sehr seltene Erkrankung des X-Chromosoms. Foto: Frank Rumpenhorst © Frank Rumpenhorst
"My kid is a fighter!" - "Mein Kind ist ein Kämpfer", steht auf dem Auto von Esther Woko. Ihre Tochter Cordelia hat einen CDKL5-Gendefekt. Foto: Frank Rumpenhorst
"My kid is a fighter!" - "Mein Kind ist ein Kämpfer", steht auf dem Auto von Esther Woko. Ihre Tochter Cordelia hat einen CDKL5-Gendefekt. Foto: Frank Rumpenhorst © Frank Rumpenhorst
Miriam Schlangen leitet die Geschäftsstelle Nationales Aktionsbündnis für Menschen mit Seltenen Erkrankungen (NAMSE). Foto: Angelique Tuszakowski/Mukoviszidose e.V.
Miriam Schlangen leitet die Geschäftsstelle Nationales Aktionsbündnis für Menschen mit Seltenen Erkrankungen (NAMSE). Foto: Angelique Tuszakowski/Mukoviszidose e.V. © Angelique Tuszakowski
Stephan Kruip ist Vorsitzender des Vereins Mukoviszidose. Foto: Fabian Helmich/Mukoviszidose e.V.
Stephan Kruip ist Vorsitzender des Vereins Mukoviszidose. Foto: Fabian Helmich/Mukoviszidose e.V. © Fabian Helmich
Mirjam Mann ist Geschäftsführerin des Vereins Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE). Foto: ACHSE e.V.
Mirjam Mann ist Geschäftsführerin des Vereins Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE). Foto: ACHSE e.V. © ACHSE e.V.
Cordelia Woko (vorn) beim Malen mit ihrer Schwester Cecilia. Cordelia hat einen CDKL5-Gendefekt, eine sehr seltene Erkrankung des X-Chromosoms. Foto: Frank Rumpenhorst
Cordelia Woko (vorn) beim Malen mit ihrer Schwester Cecilia. Cordelia hat einen CDKL5-Gendefekt, eine sehr seltene Erkrankung des X-Chromosoms. Foto: Frank Rumpenhorst © Frank Rumpenhorst

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