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Alpträume an sich sind sie nichts Schlimmes, aber auf Dauer können sie der Gesundheit schaden.
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Alpträume an sich sind sie nichts Schlimmes, aber auf Dauer können sie der Gesundheit schaden.

Horror im Schlaf

Wie man schlimme Alpträume loswird

Man fällt ins Bodenlose oder will vor etwas flüchten und kommt nicht vom Fleck. Jeder kennt Alpträume. Etwa fünf Prozent haben sie chronisch. Was man gegen den nächtlichen Horror tun kann und welche Therapien für besseren Schlaf sorgen.

Als Marie (Name geändert) alleine im dichten Laubwald spazieren geht, fühlt sie sich plötzlich verfolgt. Sie dreht sich um und sieht eine große schwarze Kreatur auf sich zu rennen. Die junge Frau flüchtet sich ins Gestrüpp, den knurrenden Verfolger im Nacken. Der fängt sie schließlich in einer Sackgasse.

„Bei dieser Szene wache ich immer auf. Das ist dann ein totaler Schock“, sagt die Studentin. Schon als Kind plagte sie dieser Alptraum regelmäßig. Maries Angst ist real, auch wenn der Traum nur eine Illusion ist: „Beim Aufwachen bin ich nervös und habe richtig Herzklopfen, oft weine ich auch.“ Studien belegen, dass etwa fünf Prozent der Bevölkerung unter chronischen Alpträumen leiden.

Ängste, aber auch Ekel, Wut oder Scham

„Typisch für Alpträume ist, dass sie mit starken negativen Gefühlen einher gehen“, sagt die Diplom-Psychologin Johanna Thünker von der Uni Düsseldorf. Meist sind es Ängste, aber auch Ekel, Wut oder Scham. „Diese Emotionen werden im Verlauf des Alptraums immer stärker, so dass man in der Regel dadurch aufwacht.“

Weil Betroffene Alpträume sehr intensiv erleben, können sie sich oft genau an die Inhalte erinnern. „Möglicherweise wollen Alpträume die Probleme des Träumers deutlich darstellen, damit er sich in der Realität dann auch um Lösungen für diese Probleme kümmert“, sagt Prof. Michael Schredl vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim.

Gehäuft sind Alpträume gesundheitsschädlich

In der Regel handeln Alpträume von existenziellen Gefahren. Man selbst oder eine nahestehende Person wird mit dem Tod bedroht, man wird verfolgt, verlassen, oder der eigene Selbstwert wird angegriffen, etwa weil man kläglich versagt. Nicht selten kommen auch bizarre Szenarien vor, in denen Betroffene beispielsweise im freien Fall in einen endlos tiefen Abgrund stürzen.

Wann treten Alpträume auf? Alpträume entstehen vor allem in der zweiten Nachthälfte, den sogenannten REM-Phasen. Diese können bis 45 Minuten dauern und sind durch schnelle Augenbewegungen gekennzeichnet. „Häufig treten Alpträume bei Menschen auf, die etwas Traumatisierendes erlebt haben oder die sich in einer belastenden und stressigen Lebenssituation befinden“, erläutert ergänzt Brigitte Holzinger, Leiterin des Instituts für Bewusstseins- und Traumforschung in Wien.

Wer ist häufig betroffen? Wissenschaftler vermuten, dass vor allem sensible und kreative Menschen gefährdet sind. Auch Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren haben häufiger Alpträume als andere Vergleichsgruppen. „Vermutlich liegt es daran, dass sie eine aufregende Entwicklungsphase durchmachen, in der sie ständig etwas Neues lernen.“

„Alpträume an sich sind nichts Schlimmes“, sagt Psychologe Schredl. Treten sie allerdings gehäuft auf, können sie gesundheitsschädlich werden.

Kriterien, wann man etwas gegen seine Alpträume unternehmen sollte und welche Maßnahmen und Therapien helfen können, haben wir hier zusammengetragen.

(dpa)

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