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Schlaganfall: Test ermittelt schon früh das Risiko

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Von: Romina Kunze

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Schlaganfälle kommen meist unerwartet. Doch es gibt einige Faktoren, die darauf hinweisen. Ein Online-Test schätzt das jeweilige Risiko ein.

Frankfurt – Ein Schlaganfall kann das Leben eines Menschen und dessen Angehörigen von einem auf den anderen Moment komplett verändern. Die Folgen können gravierend sein, von Lähmung, Epilepsie bis hin zum Tod. Schnelles Handeln im Notfall ist ungemein wichtig, wie die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe informiert. Noch besser: Frühzeitig das Risikopotenzial erkennen und minimieren. Bei der Prävention hilft ein kostenloser Online-Test der Stiftung.

Erleidet ein Mensch einen Schlaganfall – auch Hirnschlag genannt – wird ein Teil des Gehirns unzureichend durchblutet, die Nervenzellen des Gehirns werden nicht mehr mit der benötigten Menge an Blut und Sauerstoff versorgt und sterben ab. Bedingt wird das vor allem durch eine ungesunde Lebensweise; also Faktoren wie Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und zu wenig Bewegung.

Schlaganfall: Über einen kostenlosen Test das Risiko ermitteln

Laut der Deutschen Schlaganfall-Hilfe könnten 80 Prozent der Schlaganfälle und vorzeitige Herzerkrankungen vermieden werden, wenn diese Risikofaktoren reduziert würden. Neben körperlicher Aktivität kann auch die Ernährung dabei eine große Rolle spielen. Um das eigene Risiko besser einschätzen zu können, stellt die Stiftung einen kostenlosen Online-Test zu Verfügung. Die dreizehn Fragen dauern in der Regel nicht länger als zehn bis 15 Minuten.

Ein Screenshot des kostenlosen Online-Tests zur Überprüfung des jeweiligen Schlaganfall-Risikos.
Ein Screenshot des kostenlosen Online-Tests: Fragen zum Gewicht, Alter und Größe helfen dabei, das Risiko eines Schlaganfalls zu ermitteln. © Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

Was sich zunächst etwas nach Schulbankdrücken anhört, ist sicherlich gut angelegte Zeit. Der Test lässt sich leicht beantworten. Wer sie kennt, sollte vorab seine Blutdruck-, Blutzucker- und Cholesterin-Werte bereitlegen, um ein genaueres Ergebnis zu erhalten. Es geht aber auch ohne.

Aus den angegebenen und den anonym bearbeiteten Daten errechnet das Programm, das auf medizinisch-wissenschaftlichen Grundlagen fundiert, dann das jeweilige Risiko-Profil. Es gibt aber zusammen mit dem Ergebnis auch hilfreiche Informationen zu Symptomen und den einzelnen Richtwerten und Empfehlungen mit an die Hand.

Schlaganfall erkennen: „Zeit ist Hirn“ – Tipps fürs schnelle Handeln

Sich frühzeitig mit dem Thema und dem Risiko zu beschäftigen ist vor allem deshalb so wichtig, weil im Notfall jede Sekunde zählt. Je schneller der Schlaganfall erkannt und behandelt wird, desto geringer sind die Folgen für die Gesundheit. Die beste Chance, den Schlaganfall effektiv zu behandeln, besteht, wenn innerhalb der ersten Stunde reagiert wird, informiert die Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

Je schneller medizinische Hilfe kommt, desto glimpflicher geht ein Schlaganfall für Betroffene aus.
Je schneller medizinische Hilfe kommt, desto glimpflicher geht ein Schlaganfall für Betroffene aus. © Vasily Pindyurin/Imago

Hinweise auf einen Schlaganfall gibt es in der Regel mehrere, auch frühzeitige Anzeichen. Typische Erscheinungen können etwa ein Gefühl von Taubheit auf einer Körperseite sein. Sie setzen meist plötzlich ein und können einzeln oder in Kombination auftreten. Die häufigsten Hinwesie auf einen Schlaganfall sind laut der Deutschen Schlaganfall-Hilfe:

Wer diese Symptome bei einem Mitmenschen feststellt, sollte laut der Beratungsstelle der Stiftung Deutscher Schlaganfall-Hilfe nicht lange zögern. Dann gilt es unverzüglich den Notarzt über 112 zu rufen und die Symptome zu schildern. (Romina Kunze)

Hinweis aus der Redaktion: Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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