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Schlafapnoe kann gefährlich sein: Das sind die Symptome

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Von: Constantin Hoppe

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Viele Menschen leiden an einer Schlafapnoe, ohne es zu wissen. Das kann ernste Folgen haben. Anhand besonderer Symptome macht sich die Krankheit bemerkbar.

Frankfurt – Schnarchen ist eine Volkskrankheit. Das so bezeichnete „einfache Schnarchen“ ist durch laute Atemgeräusche, die in den oberen Atemwegen entstehen, gekennzeichnet. Es stellt an sich keine Gefahr für die Gesundheit dar und muss deswegen in den meisten Fällen nicht behandelt werden. Unregelmäßiges, lautes Schnarchen jedoch ist nicht nur eine lästige Eigenschaft, sondern kann zudem auf ernstzunehmende Atmungsstörungen und gesundheitliche Probleme hinweisen.

Bei einem Schlafapnoe-Syndrom kommt es im Schlaf immer wieder zu Atemaussetzern, häufig verbunden mit Schnarchen. Betroffene fühlen sich tagsüber müde und erschöpft. Die Betroffenen bemerken ihre Atemstillstände oft gar nicht. Häufig sind es die Bettpartner, denen die Atemaussetzer auffallen.

Schlafapnoe: Das häufigste Symptom ist Schnarchen

Die sogenannte obstruktive Schlafapnoe ist eine sehr häufige Erkrankung und häufig für Schlafstörungen verantwortlich: Zwischen zwei und neun Prozent der Bevölkerung leiden und einem solchen Syndrom, heißt es im MSD Manual, einem medizinischen Nachschlagewerk. Bei einer Schlafapnoe stockt während des Schlafs immer wieder die Atmung. Diese Atemaussetzer dauern länger als zehn Sekunden, meist 20 bis 30 Sekunden. In schweren Fällen können sie jedoch minutenlang anhalten.

Begleitet sind diese Atemaussetzer mehrheitlich mit sehr lautem Schnarchen – jedoch nicht immer. Laut MSD Manual von 85 Prozent der Personen mit Schlafapnoe von lautem Schlafen berichtet. Aber längst nicht jede Person, die im Schlaf schnarcht, leidet auch an einer Schlafapnoe.

Schlafstörungen: Schlafapnoe bleibt oftmals unerkannt – Unbehandelt drohen ernste gesundheitliche Folgen

Das Schnarchen, das die Atemaussetzer begleitet, ist meist das Symptom, das von Bettpartnern oder anderen Personen im gleichen Raum bemerkt wird. Doch die meisten Fälle der Schlafstörung bleiben unerkannt und unbehandelt. Durch eine Schlafapnoe leiden die Betroffenen oft an Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz.

Schlafapnoe
Häufigkeit:2 bis 9 Prozent aller Deutschen
Symptome:Schnarchen, Müdigkeit, Kopfschmerzen
Risikofaktoren:Alter, Übergewicht, Alkohol- und Drogenkonsum

Auch entwickeln Personen mit einer obstruktiven Schlafapnoe MSD Manual zufolge häufiger Diabetes und erleiden Schlaganfälle. Ein weiteres typisches Symptom ist die Tagesschläfrigkeit. Weil die Betroffenen – oft ohne es zu merken – nachts immer wieder für wenige Sekunden wach werden, bringt der Schlaf nicht mehr die nötige Erholung.

Die Betroffenen fühlen sich aufgrund der Schlafstörung oft schlapp, unkonzentriert und weniger leistungsfähig. Ihr Gedächtnis lässt nach. Viele Patienten mit Schlafapnoe neigen zudem dazu, immer wieder unwillkürlich und plötzlich in einen Sekundenschlaf zu fallen. Dies kann während der Arbeit gefährlich werden oder zu Autounfällen führen.

Gesundheit: Diese Symptome treten bei Schlafapnoe auf

Gesundheit: Das sind die Ursachen und Risikofaktoren für eine Schlafapnoe

Vor allem Männer höheren Alters leiden laut MSD Manual an der obstruktiven Schlafapnoe. Frauen bleiben aufgrund einer anderen Anatomie im Halsbereich meist bis zur Menopause von dieser Schlafstörung verschont. Danach sinken die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Daneben ist Übergewicht einer der größten Risikofaktoren, um an einer Schlafapnoe zu leiden.

Auch Alkohol, Medikamente (beispielsweise Schlafmittel) oder Drogen können zur Muskelentspannung beitragen und damit eine Schlafapnoe begünstigen. In manchen Fällen liegt auch ein anatomisches Problem vor, das operativ behandelt werden muss.

Schlafapnoe kann gefährlich werden: So wird die Krankheit behandelt

Bei dem Verdacht auf eine Schlafapnoe, sollte man den Hausarzt aufsuchen. Dieser kann eine ausführliche Untersuchung des Schlafes in die Wege leiten oder Betroffene bei Bedarf zur weiteren Untersuchung der Schlafstörungen in ein Schlaflabor überweisen.

Eine Behandlung erfolgt oftmals über eine Atemmaske, die während des Schlafs getragen werden muss. In leichten Fällen führen aber bereits einfache Methoden, wie eine Gewichtsverringerung oder der Verzicht auf Alkohol zu positiven Ergebnissen bei den Betroffenen.

Auch das Corona-Virus kann zu Herzproblemen führen: Herzmediziner:innen aus Deutschland und anderen Ländern warnen vor einer Zunahme von Herzerkrankungen nach einer Corona-Infektion. (Constantin Hoppe)

Hinweis der Redaktion

Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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