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Schlafen: Weniger als fünf Stunden kann Multimorbidität fördern

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Von: Karolin Schäfer

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Damit sich der Körper erholen kann, ist ausreichend Schlaf wichtig. Eine Studie zeigt, was passiert, wenn man regelmäßig weniger als fünf Stunden schläft.

Frankfurt – Wer eine unruhige oder gar schlaflose Nacht hinter sich hat, kennt das Gefühl: Am nächsten Morgen fühlt man sich energielos, müde und schnell reizbar. Auch die Konzentrationsfähigkeit lässt nach. Dabei ist ausreichend Schlaf enorm wichtig für die Gesundheit, er bietet nicht nur Erholung für den Körper, sondern sorgt auch für geistiges und emotionales Wohlbefinden.

Gelegentliche Schlafprobleme lassen sich nach Angaben der Stiftung Gesundheitswissen durch erholsame Nächte kompensieren. Dauerhaft zu wenig Schlaf dagegen kann ernsthafte gesundheitliche Probleme mit sich bringen.

Studie: So wirkt sich zu wenig Schlaf auf die Gesundheit aus

Dies bestätigte eine gemeinsame Studie der Universität Paris Cité und des University College in London. Für die Langzeituntersuchung in einem Zeitraum von 25 Jahren wurden die Schlafdauer von mehr als 7000 Teilnehmenden zwischen 50 und 70 Jahren gemessen. Zwischen 1985 und 2016 machten die Proband:innen sechsmal Angaben zu ihrer Schlafdauer.

Das Forschungsteam um Severine Sabia untersuchte in diesem Zusammenhang die Schlafdauer, Sterblichkeit und Multimorbidität. Unter Multimorbidität wird das Auftreten von zwei oder mehr chronischen Krankheiten definiert, unter anderem Diabetes, Krebs, Herzerkrankungen, Depressionen, Demenz und Parkinson.

Weniger als 5ünf Stunden Schlaf: Höheres Risiko für chronische Erkrankungen

Das Ergebnis legt nahe: Wer dauerhaft weniger Schlaf bekommt, hat ein höheres Risiko für chronische Erkrankungen. Im Vergleich zu sieben Stunden Schlaf hatten Teilnehmende, die weniger als fünf Stunden schliefen, ein 30 Prozent höheres Risiko, an gleich mehreren ernsthaften Erkrankungen zu leiden.

Besonders mit zunehmendem Alter kann gestörter Schlaf der Gesundheit schaden. Das Risiko für Mehrfacherkrankungen bei weniger als fünf Stunden Schlaf steigt mit 60 Jahren auf 32 Prozent, im Alter von 70 Jahren auf 40 Prozent. Eine dauerhaft kurze Schlafdauer war „durchweg mit einem erhöhten Risiko für Multimorbidität verbunden, unabhängig davon, ob der Schlaf im mittleren oder späten Lebensalter gemessen wurde“, hieß es im Forschungsbericht. Empfohlen werden deshalb sieben bis acht Stunden Schlaf. Mit natürlichen Hilfsmitteln lässt sich der Schlaf deutlich verbessern.

Ausreichend Schlaf ist wichtig für die Gesundheit. Schlafmangel dagegen kann chronische Erkrankungen fördern.
Ausreichend Schlaf ist wichtig für die Gesundheit. Schlafmangel dagegen kann chronische Erkrankungen fördern. © Oleksandr Latkun/imago

Eine Studie des Brigham and Women’s Hospital in Boston bestätigte ebenfalls gesundheitliche Probleme bei Schlafdefiziten. Eine 39-tägige Studie mit Proband:innen im Schlaflabor ergab ein erhöhtes Risiko für Diabetes. „Die Kombination aus Schlafmangel und Störung der Tagesrhythmik führte zu beeinträchtigter Insulinausschüttung“, resümierten die Forschenden. (kas)

Hinweis der Redaktion: Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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