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Vitaminbombe: Diese vielfältigen Vorteile hat Sanddorn für die Gesundheit

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Von: Karolin Schäfer

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Sanddorn-Beeren enthalten eine Vielfalt an Vitaminen und wichtigen Mineralstoffen.
Sanddorn-Beeren enthalten eine Vielfalt an Vitaminen und wichtigen Mineralstoffen. © Kolesnikovser/imago

Sanddorn strotzt nur so vor Vitaminen und Mineralstoffen. Deshalb wird der Frucht eine besonders gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt.

Frankfurt – Vitamin B, Vitamin C, Vitamin E – das sind nur einige Inhaltsstoffe, die Sanddorn (Hippophae rhamnoides) zur wahren Power-Frucht machen. Die ovalen, orangeroten bis gelben Früchte können vielfältig eingesetzt werden. Doch was macht die Beere so gesund?

Die Pflanze, die zur Familie der Ölweidengewächse zählt, wird häufig als „Zitrone des Nordens“ bezeichnet und erreicht Wuchshöhen von ein bis sechs Metern. Ursprünglich stammt Sanddorn aus Nepal, hat heutzutage aber seinen Schwerpunkt in Ost- und Westasien. Der Strauch fühlt sich in kalkhaltigen Sand- und Kiesböden in einer sonnigen Umgebung am wohlsten. In den Alpen findet man die Pflanze in Höhenlagen bis zu 1800 Metern, in Asien bis zu 5000.

Sanddorn-Beeren: Früchte gelten wegen hohem Vitamin-C-Gehalt als Vitaminbomben

Aufgrund ihres hohen Vitamin-C-Gehalts gelten die Früchte als besonders gesund und werden häufig in Nahrungsmitteln, aber auch in Getränken sowie zur Hautpflege verarbeitet. Frisch werden die Beeren eher selten verzehrt, häufig findet man sie in verarbeiteter Form, etwa in Marmelade, Öl, Saft oder Tee, vor.

Die Sanddorn-Beeren kommen auf bis zu 1200 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm Frucht, berichtete die Zeitschrift geo.de. Zitronen und Organen kommen vergleichsweise nur auf etwa 500 Milligramm. Damit könnte die Vitaminbombe ideal als Wundermittel gegen Erkältungen helfen, oder?

Sanddorn: Vitamin-C-Bedarf mit Beeren oder Saft decken

Fest steht, ein funktionierendes Immunsystem benötigt ausreichend Vitamin C. Um den Vitamin-C-Bedarf zu decken, können Verbraucher:innen auf Obst und Gemüse zurückgreifen, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Das sei auch in Form von Säften und Smoothies möglich. „Besonders hohe Vitamin-C-Gehalte haben Sanddornbeeren(saft)“, erklärte die DGE. Nach Angaben der DGE ist es allerdings nicht wissenschaftlich erwiesen, dass die Einnahme von Vitamin-C-Präparaten Erkältungen vorbeugen oder heilen kann.

Empfohlene Tagesmenge an Vitamin C
Frauen95 Milligram
Männer110 Milligramm
Quelle: DGE

Schwangere und Stillende haben einen höheren Bedarf an Vitamin C, wies die DGE hin. Auch bei Raucher:innen liege die empfohlene Tageszufuhr höher, da sie „niedrigere Vitamin-C-Konzentrationen im Blut und höhere Stoffwechselverluste haben.“ Neben Sanddorn zählen auch Cashew-Kerne als wahre Alleskönner, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken können.

Sanddorn reguliert Blutzucker und Cholesterin-Spiegel

Die University of Turku in Finnland beschäftigt sich bereits seit den 1980ern mit der gesundheitlichen Wirkung von Sanddorn. Studien hätten gezeigt, dass Sanddorn reich an sekundären Pflanzenstoffen wie Flavonoiden ist und damit das Plasmaprotein CRP senken kann. Bei akuten Entzündungen oder Infektionen steigt die Konzentration im Blut des CRP-Wertes.

Zudem würde der Konsum von Sanddorn-Saft das „gute“ Cholesterin, dem HDL, im Verhältnis zum LDL („schlechtes“ Cholesterin) erhöhen. Auch ein starker Anstieg des Blutzuckerspiegels könne der Universität zufolge unterdrückt werden, weshalb Sanddorn auch für Diabetes-Patient:innen interessant sein könnte. Zudem zeigten die Ergebnisse der Studien, dass der Verzehr von Sanddorn „auf eine mögliche Verringerung des Risikos von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei gesunden Menschen“ hinweise. Ob Sanddorn-Öl positive Effekte auf entzündliche Hauterkrankungen habe, sei aber nicht bekannt, hieß es weiter.

Sanddorn: Positive Auswirkungen auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Auch eine kanadische Studie der University of Manitoba sieht Potenzial in Sanddorn und mögliche, positive Auswirkungen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zur Bewertung von Sicherheit und Wirksamkeit von Sanddorn-Produkten zur Prävention und Therapie seien aber noch klinische Studien erforderlich.

Eine Untersuchung zweier polnischer Wissenschaftlerinnen der Fakultät für Chemie an der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznań ergab positive Auswirkungen von Sanddorn-Öl auf der Haut. Sanddorn sei ein starkes Antioxidans, das zur Zellerneuerung beitrage und die Zellalterung verzögere. Zudem habe es positive Effekte auf entzündliche Hauterkrankungen und verbessere die Elastizität sowie Struktur der Haut. Das Öl schütze auch vor einem übermäßigem Wasserverlust der Haut. (kas)

Ein hoher Cholesterin-Spiegel kann der Gesundheit schaden und Krankheiten auslösen. Mit einigen Lebensmitteln lässt sich der Cholesterin-Wert aber gezielt senken.

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