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Gesund essen

Zu viel Salz ist lebensbedrohlich: Das muss beim Essen unbedingt beachtet werden

  • VonMirko Schmid
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Salz ist fester Bestandteil der Ernährung. In vielen Lebensmitteln, die wir zu uns nehmen, ist aber viel Salz versteckt, sodass die empfohlene Tagesration schnell überschritten wird.

  • Zu viel Salz im Essen schadet und kann ernsthafte gesundheitliche Folgen haben.
  • Deutschlandweit sterben schätzungsweise jährlich rund 21.000 Menschen an den Folgen von zu hohem Salzkonsum.
  • Salz macht süchtig – ausgeglichene Ernährung bringt den Salzhaushalt ins Gleichgewicht.

Frankfurt – Mit Salz schmeckt es einfach besser. Diese einfache Faustregel ist aus der Küche nicht wegzudenken. Ob frisch gekocht, studentisch gerecht aus der Mikrowelle oder per Lieferdienst – ganz selbstverständlich erhöhen Verbraucher mit annähernd jeder Mahlzeit den eigenen Salzhaushalt. Die Lebensmittelindustrie hat seit jeher durchschaut, dass sich Leckereien gut gesalzen besser verkaufen und spart nicht am Salz, um den Verkauf anzukurbeln. 


Das kann verheerende Folgen haben. Die renommierte Harvard School of Public Health konnte nachweisen, dass mehr als 99 Prozent der Weltbevölkerung teils deutlich mehr als die empfohlene Tagesmenge an Kochsalz konsumiert. Und das hat Folgen: Die Experten schätzen, dass in Deutschland jedes Jahr rund 21.000 Menschen an den Folgen eines zu hohen Konsums von Salz sterben, weltweit schätzen die Forscher die Anzahl von Todesfällen sogar auf mehr als 1,5 Millionen Menschen jährlich. 

Falle Fast Food: In Fertiggerichten steckt oft zu viel Salz.

Salz macht süchtig und kann gesundheitliche Probleme bis hin zum Herzinfarkt verursachen


Während ein leichter Überschuss an mit dem Essen aufgenommenem Salz mit dem Urin ausgeschieden wird und durch eine ausreichende Wasserzufuhr ausgeglichen werden kann, steigern zu große Mengen an konsumiertem Salz gesundheitliche Risiken. Neben einer Belastung der Nieren durch zu viel Salz riskieren Menschen mit einer Herzinsuffizienz Ödeme. Patienten mit Bluthochdruck reagieren schon bei leicht überschrittenen Tagesdosen mit einem Anstieg des Blutdrucks, was im schlimmsten Fall einen Herzinfarkt oder Schlaganfall nach sich ziehen kann. 


Ein Teufelskreis, in den viele Menschen schnell geraten: Es gilt als nachgewiesen, dass Salz süchtig macht und die Menge dadurch, dass sich die Geschmacksnerven an den Zusatz gewöhnen, stetig gesteigert werden muss. Grund hierfür ist nicht zuletzt ein komplexes hormonelles Zusammenspiel, bekannt als Renin-Angiotensin-System (RAS). Und der Körper sendet Signale: Ständiger Durst, ein Blähbauch, Kopfschmerzen und dauerhaftes Verlangen nach zusätzlichem Salz sind deutliche Anzeichen für einen zu hohen Salzkonsum

Es geht auch anders: Salz lässt sich beim Essen spielend und lecker einsparen


Der wichtigste Tipp: Der Konsum von Salz im Essen sollte schrittweise reduziert werden, um Enttäuschungen beim Essen und damit einen Rückfall in alte Gewohnheiten zu vermeiden. Gleichzeitig gilt es, den Blick dafür zu schärfen, dass Salz in vielen Produkten wie Brot, Käse und Wurst reichlich enthalten ist. Während frische Lebensmittel wie Obst und Gemüse vergleichsweise salzarm sind, schlummern zu große Mengen vor allem in verarbeiteten Lebensmitteln. Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch warnt speziell vor einem hohen Salzgehalt in Fertiggerichten


Frisch zubereitete Speisen dagegen sind nicht nur leckerer, sondern auch in Hinsicht auf den Konsum von Salz einfach gesünder. Sparsam sollten dagegen nach Möglichkeit Fast Food, Fertiggerichte, Konserven und Gemüsesäfte konsumiert werden. Auch beim Frühstück ist es leicht, Salz einzusparen, indem höchstens eine Scheibe Käse oder Wurst auf dem Brot landet und auf besonders salzhaltige Beläge wie Schmelzkäse, Salami und Gouda verzichtet wird.

Ein kompletter Verzicht auf Salz ist keine Lösung


Eine gute Nachricht für Salzfreunde gibt es dennoch: Kanadische Forscher konnten nachweisen, dass auch die Aufnahme von zu wenig Salz das Herzinfarktrisiko steigert. Eine ausgeglichene Ernährung bedeutet also nicht vollkommenen Verzicht. Ein gesundes, frisch zubereitetes, abwechslungsreiches Essen ist der Königsweg zum ausgeglichenen Salzhaushalt.  (Von Mirko Schmid)

Rubriklistenbild: © Gero Breloer/dpa

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