1. Startseite
  2. Ratgeber
  3. Gesundheit

Rosazea: Wie Sie die tückische Krankheit bemerken

Erstellt:

Von: Patryk Kubocz

Kommentare

Rötungen oder Pusteln im Gesicht müssen nicht unbedingt eine Folge des Älterwerdens sein. Dahinter kann sich auch die Hautkrankheit Rosazea verbergen.

Frankfurt – Im Alter verändert sich der Körper stark und teils schlagartig. Das macht sich auch im Gesicht bemerkbar. Rötungen, oder Falten können auftreten, je älter man wird. Doch nicht hinter jeder Veränderung steckt einfach nur das Alter. Hinter manchen Fällen verbirgt sich eine Krankheit, die potenziell gefährlich für die Gesundheit sein kann. Auch andere Erkrankungen können sich über die Haut ablesen lassen.

Pusteln, sichtbare Äderchen oder Rötungen im Wangen- und Nasenbereich sind typische Symptome einer Rosazea. Auch unter Kupferrose oder Gesichtsrose bekannt, handelt es sich hierbei um eine Entzündung, die in Schüben auftritt. Was Sie beachten müssen, wie die chronische Hauterkrankung zu behandeln ist und was passiert, wenn man sie nicht behandelt, erfahren Sie im Folgenden.

Rosazea ab dem mittleren Alter: Wie die Hautkrankheit ausgelöst wird

Laut der Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) zu Rosazea sind Auslöser der Hautkrankheit psychische Belastung, heiße oder scharfe Speisen, starke Hitze oder Kälte oder ein Übermaß an UV-Strahlung auf die Haut. In seltenen Fällen kann auch der Gebrauch von Kortison über einen langen Zeitraum ähnliche Beschwerden auslösen.

Die Rosazea wird unter die Lupe genommen
So sieht eine Rosazea aus, wenn man sie mit der Lupe vergrößert. © Science Photo Library/imago images

Rosazea tritt dabei ab dem mittleren Lebensalter auf. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) konkretisiert dies auf seiner Website Gesundheitsinformation.de und sagt: „Eine Rosazea entwickelt sich meist erst nach dem 30. Lebensjahr. In Deutschland sind etwa 2 bis 5 Prozent aller Erwachsenen betroffen.“ Frauen und Menschen mit einer hellen Haut leiden häufiger an dieser Krankheit.

Ausschlag im Gesicht: Das sind die Symptome der Hautkrankheit Rosazea

Bei Rosazea handelt es sich um eine häufig auftretende, nicht ansteckende Hautkrankheit. Sie ist chronisch und die Symptome erscheinen in Schüben. Sie tritt verstärkt im Wangen- und Nasenberich auf – später auch auf der Stirn, am Kinn, und um die Augen. In seltenen Fällen breitet sich die Krankheit auch am Rücken, der Kopfhaut oder am Hals aus. Nachdem Bemerken solcher Symptome, sollte man umgehend hausärztliches Fachpersonal aufsuchen.

Die Rosazea-Typen und ihre Symptome im Überblick:

Dabei äußert sich die Hautkrankheit zunächst mit einem Erröten der Haut, das auch Flushing genannt wird. In der späteren Ausprägung der Krankheit bilden sich Pusteln, Pappeln, Lymphödeme oder Knoten an der Nase. Subjektive Symptome wie Spannen, Brennen, Stechen oder Hitzegefühle könnten auftreten, wie der AWMF schreibt. Die Haut kann auch trockener werden, sich leicht abschälen oder jucken. Sie ist sensibler als gesunde Haut.

Rosazea im Gesicht entdeckt: So kann die Hautkrankheit behandelt werden

Zur Vorbeugung empfiehlt die AWMF Triggerfaktoren der Krankheit zu umgehen. Das Gesicht sollte vor UV-Strahlung geschützt werden sowie Speisen vermieden werden, die zu einer Gefäßerweiterung führen. Dazu zählt auch das Trinken von alkoholischen Getränken. In den frühen Stadien der Krankheit kann eine Lokaltherapie der betroffenen Stelle mit verschiedenen Salben, Gelen und Ölen vorgenommen werden.

Wird einer Behandlung der Rosazea ignoriert, kann dies schwerwiegende Folgen haben. Die Entzündung an den Augen muss in den meisten Fällen demnach operativ entfernt werden. Ebenfalls können die Beschwerden im Augenbereich zu Komplikationen führen. In seltenen Fälle kann eine Hornhautentzündung auftreten. Diese muss umgehend behandelt werden.

Auch bei der Gürtelrose handelt es sich um eine potenziell gefährliche Hautkrankheit. Diese tritt immer häufiger bei jungen Menschen auf. (Patryk Kubocz)

Auch interessant

Kommentare