Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Wer ein psychologisches Phänomen in seinen Führungsstil einfließen lässt, der kann mit besseren Leistungen seiner Mitarbeiter rechnen – so die Essenz einer Studie.
+
Wer ein psychologisches Phänomen in seinen Führungsstil einfließen lässt, der kann mit besseren Leistungen seiner Mitarbeiter rechnen – so die Essenz einer Studie.

Spannendes Phänomen

Wichtige Erwartungshaltung: So einfach können Sie erreichen, dass andere das Beste aus sich herausholen

Psychologen konnten nachweisen, dass der „Pygmalion-Effekt“ zu Höchstleistungen anspornen kann. Demzufolge ist es einfacher als gedacht, andere zu motivieren.

Bestimmte Verhaltensweisen können unsere Mitmenschen immens beeinflussen – negativ wie auch positiv. Wie einfach wir andere zur Höchstleistung bringen können, zeigte unter anderem eine Studie aus dem Jahr 1968. Die US-Psychologen Robert Rosenthal und Lenore Jacobson hatten den „Pygmalion-Effekt“ bei kalifornischen Grundschulkindern getestet – mit durchschlagendem Erfolg.

Anhand eines vermeintlichen IQ-Tests konnten die Psychologen nachweisen, welch mächtigen Einfluss die Erwartungshaltung auf andere hat. Die Grundschüler wurden angewiesen, den IQ-Test zu machen und die Ergebnisse wurden danach nur den Lehrern mitgeteilt. Die Studienleiter gaben die Information weiter, welche Schüler besonders gut abgeschnitten hatten. Außerdem sagten sie den Lehrkräften, dass von diesen Schülern bessere schulische Leistungen zu erwarten wären als von den anderen Schülern. Am Ende des Schuljahres zeigte sich: Die Kinder, welchen die guten Noten vorausgesagt wurden, hatten tatsächlich besser abgeschnitten als ihre Mitschüler – obwohl die Studienleiter jene Kinder nach dem Zufallsprinzip ausgewählt hatten und nicht nach den tatsächlichen IQ-Testergebnissen.

Lesen Sie auch: Negative Erfahrungen bewusst vergessen: Forscher finden einfachen Weg.

Erwartungshaltung verändert Umgang mit anderen – und spornt im Idealfall zu besseren Leistungen an

Die Studie zeigt, wie mächtig Lehrererwartungen sein können, berichtet unter anderem Hochbegabungs- und Kreativitätsforscherin Tanja Gabriele Baudson von der Universität Trier. Vom „Pygmalion-Effekt“ ableiten könne man, dass unterschätzte Kinder schlechtere schulische Leistungen erbringen. „Geringe Erwartungen der Lehrkraft gehen mit einem geringeren schulischen Fähigkeitsselbstkonzept des Kindes einher – unterschätzte Kinder sind also unsicherer, Leistungsanforderungen gerecht werden zu können“, so die Psychologin. Doch nicht nur im schulischen Bereich zeigt sich, dass Menschen sich so verhalten, wie wir es von ihnen erwarten.

Auch Ärzte, Führungskräfte und Eltern können sich den den „Pygmalion-Effekt“ zunutze machen. Denn auch bei Patienten, Mitarbeitern und dem Nachwuchs zeigt sich: Wer Gutes erwartet, der fördert und ermutigt bewusst und unbewusst und legt sein Augenmerk auf die positive Entwicklung und vertraut darauf, dass der andere seinen Weg findet, schreibt das Portal Business Insider. Plausibel klingt etwa das Beispiel Chef-Mitarbeiter-Beziehung: Eine Führungskraft, die fest an ihr Team glaubt und ihm entsprechend viel Vertrauen entgegenbringt, immer die beste Lösung für ein Problem zu finden, die wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ein solches Team schaffen, so der Business Insider. (jg)

Weiterlesen: Der Tür-Effekt: Warum wir Sachen so schnell vergessen, wenn wir den Raum verlassen.

Flirtwillig, aber müde: Frühling nicht nur reine Wonne

Das große Gähnen. Im Frühjahr fühlen sich viele Menschen schlapp. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Das große Gähnen. Im Frühjahr fühlen sich viele Menschen schlapp. Foto: Karl-Josef Hildenbrand © Karl-Josef Hildenbrand
Frühjahrsdepression statt Winterblues: Wer länger ein Desinteresse an allem verspürt, leidet womöglich an Frühjahrsdepressionen. Foto: Felix Kästle
Frühjahrsdepression statt Winterblues: Wer länger ein Desinteresse an allem verspürt, leidet womöglich an Frühjahrsdepressionen. Foto: Felix Kästle © Felix Kästle
Alle freuen sich auf den Frühling, auf Sonne und Wärme. Für Pollen-Allergiker bedeuten die ersten warmen Wochen aber auch juckende Augen, verstopfte Nasen und im schlimmsten Fall Asthma. Foto: Arno Burgi
Alle freuen sich auf den Frühling, auf Sonne und Wärme. Für Pollen-Allergiker bedeuten die ersten warmen Wochen aber auch juckende Augen, verstopfte Nasen und im schlimmsten Fall Asthma. Foto: Arno Burgi © Arno Burgi
Schlaglöcher: Die Schäden des Winters werden im Frühjahr sichtbar. Foto: Oliver Berg
Schlaglöcher: Die Schäden des Winters werden im Frühjahr sichtbar. Foto: Oliver Berg © Oliver Berg
Im Frühling spielen die Hormone verrückt. Deshalb flirtet es sich im Frühjahr am besten. Foto: Patrick Pleul
Im Frühling spielen die Hormone verrückt. Deshalb flirtet es sich im Frühjahr am besten. Foto: Patrick Pleul © Patrick Pleul

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare