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Grosse Brennnessel.
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Die Menge an Brennnesselpollen geht kontinuierlich zurück. Doch die Schimmelpilzsporen bleiben hartnäckig. Was Allergiker jetzt beachten sollten.

Allergiker können aufatmen

Pollenzahlen nehmen ab – Schimmelpilzsporen weiter in der Luft

Für Allergiker heißt es endlich wieder durchatmen – immerhin sinken die Pollenzahlen. Die Schimmelpilzsporen sind allerdings noch in der Luft unterwegs.

Die zurückliegenden Tage präsentierten sich in vielen Landesteilen durchaus spätsommerlich, auch wenn es gebietsweise mal wechselhafter wurde, kräftige Regenschauer inklusive – was ja nicht Sommer-untypisch ist. Der Pollenflug hatte dagegen sein sommerliches Niveau bereits verlassen. Die Menge an Brennnessel- und Glaskrautpollen (Brennnesselgewächse) in der Luft dünnte kontinuierlich immer weiter aus, von einem anfangs mittleren auf ein meist niedriges Niveau. Gräserpollen blieben auf einem gleichbleibend niedrigen Niveau erhalten, anfangs lokal sogar darüber, wie die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst informiert.

Ambrosiapollen lassen Pollenzahl kurzzeitig ansteigen

In Erinnerung blieb vor allem der 9. September, an dem eine Wolke aus Ambrosiapollen aus „fernen Landen“ vor allem über den Osten und Nordosten des Landes zog. Für einige Stunden schnellte die Pollenzahl auf ein hohes Niveau, wobei beispielsweise in Berlin innerhalb von 12 Stunden mehr Ambrosiapollen gemessen wurden als im gesamten letzten Jahr – ein klassischer Ferntransport. Sporen von Schimmelpilzen flogen an trockenen Tagen regelmäßig. Vereinzelt, vor allem am Anfang, wurden die Warnschwellen bei Alternaria und Cladosporium „geknackt“, meist bleiben die Konzentrationen jedoch unterhalb dieser Sporentyp-spezifischen Schwellenwerte.

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In den kommenden Tagen herbstelt es bereits deutlicher, was die ohnehin bescheidenen Pollenkonzentrationen weiter absinken lassen wird. Hierzulande weiterhin aktiv bleibt vor allem das allergologisch bedeutsame, aus Nordamerika eingeschleppte Traubenkraut (lat. Ambrosia). Noch immer gibt es genügend blühende Exemplare, um für geringen Ambrosiapollenflug im gesamten Bundesgebiet zu sorgen. Im weiteren Umfeld größerer Bestände mit duzenden oder gar hunderten von Pflanzen ist an trockenen Tagen auch von mittleren bis hohen Belastungen auszugehen. Aus heutiger Sicht ist nicht zu erwarten ist, dass die Ambrosiabestände europäischer Nachbarländer nochmals einen bedeutsamen Ferntransport von Ambrosiapollen nach Deutschland anzetteln werden.

Aufatmen für Allergiker: Pollen ziehen davon

Betrachtet man die anderen möglichen Pollenemittenten, die zu dieser Jahreszeit überhaupt noch aktiv sind, lässt sich im Prinzip kaum eine Gefährdung für die Betroffenen ausmachen. Bei den windbestäubten Kräutern legt sich neben Ambrosia keine weitere Art mehr wirklich ins Zeug, die Pollenallergiker zu traktieren. Es fliegen in den kommenden Tagen noch geringe Mengen von Pollen der Brennnesselgewächse (Urticaceae), daneben unregelmäßig Pollen von Beifuß (Artemisia), Hopfen (Humulus, Hanfgewächse - Cannabaceae), Wegerich (Plantago), Ampfer (Rumex) und von den Gänsefußgewächsen (Chenopodiaceae/Amaranthaceae).

Sehr schwacher bis sporadischer Gräserpollenflug (Poaceae) ist an regenfreien Tagen noch möglich, mit der Option, dass es im Umfeld zu blühenden Schilfbeständen (Phragmites) für etwas mehr Pollen reicht. Dann kann es bei dem ein oder anderen auch mal für zwischenzeitlich gerötete Augen oder eine juckende Nase reichen.

Weitere Pollentypen die aktuell in mengenmäßig kleiner, teils zunehmender, teils abnehmender Zahl messbar sein können, gehören zu den Pollen der Zypressengewächse (Cupressaceae) und insbesondere zu diversen insektenbestäubten Kräuterfamilien, wie Efeu (Hedera), Heidekrautgewächsen (Ericaceae), Knöterichgewächsen (Polygonaceae) und verschiedenen Korbblütlerarten (Asteraceae).

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Allergische Kreuzreaktionen bei Beifuß- oder Ambrosiapollenallergikern möglich

Anzumerken ist, dass auch die Pollen insektenbestäubter Korbblütlerarten (z.B. der Goldrute – Solidago) zu allergischen Kreuzreaktionen bei Beifuß- oder Ambrosiapollenallergikern führen können. Zwar sind deren Pollenzahlen in der Luft im Allgemeinen nur sehr gering und bedeuten wahrscheinlich keine Gefahr. Es können aber beispielsweise beim Pflücken der Blumen und beim Aufstellen der Blumen in der Wohnung durchaus größere Pollenmengen im Spiel sein, die bestimmte Schwellenwerte überschreiten. Bei dem ein oder anderen sind dann kurzzeitig „lange Gesichter“ nicht ausgeschlossen.

Bei den Schimmelpilzsporen ist das Gröbste für dieses Jahr zwar ausgestanden. Dennoch können im Zuge der anlaufenden Maisernte wieder vermehrt Sporen in die Luft geschleudert werden und sich bei trockenem Wetter ausbreiten. Für eine Entwarnung wäre es damit zu früh. Allergiesymptome ausgelöst durch Alternaria, Cladosporium oder Epicoccum sind weiterhin zeitweise möglich.

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