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Infektion mit Omikron-Variante? Alle Infos zu Verlauf, Corona-Symptomen und Inkubationszeit

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Von: Jennifer Köllen

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Sie haben sich mit Omikron angesteckt oder glauben es? Hier erfahren Sie alles, was sie alles zur Corona-Variante inklusive Symptome und Inkubationszeit.

Frankfurt/Hannover –Viele Menschen infizieren sich derzeit mit Corona. Oder genauer, mit Omikron. Denn die Omikron-Variante ist laut Robert Koch-Institut (RKI) mit 99 Prozent derzeit die vorherrschende Variante in Deutschland. Der Anteil der Sublinie BA.2 liegt derzeit bei fast 90 Prozent.

Doch wie unterscheiden sich die Omikron-Sublinien voneinander? Welche Symptome deuten auf eine Corona-Infektion mit der Corona-Variante hin? Wie lange ist die Inkubationszeit? Wie lange ist man ansteckend? Welche Medikamente lindern die Symptome? Und wann kann man sich freitesten? In diesem Artikel finden Sie Antworten auf alle wichtigen Fragen.

Omikron-Infektion
Sie haben sich mit Corona infiziert? Dann gibt es einiges zu beachten. (Symbolfoto) © National Institute of Infectious Diseases/Zuma Wire/AP/dpa

Omikron-Variante: Corona-Symptome, Inkubationszeit, Verlauf – alles zur Variante

Mittlerweile gibt es von Omikron fünf verschiedene Sublinien der Corona-Variante, die sich alle bei Inkubationszeit, Symptome und Verlauf ähneln:

Corona-Infektion: Wie unterscheiden sich unterschiedlichen Omikron-Varianten voneinander?

Als Preprint veröffentlichte Studiendaten von Forschern aus Japan weisen darauf hin, dass die in Deutschland vorherrschende Unterform BA.2 eine deutlich höhere Übertragbarkeit als BA.1 mit sich bringt, welche Ende 2021 das Infektionsgeschehen dominierte. Mit BA.2 infizierte Personen stecken demnach etwa 40 Prozent mehr Menschen an.

Das Robert Koch-Institut teilte im Februar 2022 mit, dass es für Geimpfte und Genesene keinen Unterschied bei der Schwere der Erkrankung mit Omikron gebe – egal, ob nun eine Erkrankung mit der Omikron-Variante BA.1 oder BA.2 vorliege. Über die neuen Sublinie Omikron XE ist noch nicht viel bekannt, allerdings scheint die Corona-Variante Omikron XE ein höheres Infektionsrisiko zu haben. Ebenfalls über Omikron BA.4 und BA.5, welche die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nun in die Liste der „besorgniserregenden Varianten“ (Variants of Concern) aufgenommen hat.

Infiziert mit Omikron? Das sind die typischen Corona-Symptome der Variante

Die Symptome unterscheiden sich nach aktuellem Forschungsstand bei den unterschiedlichen Omikron-Sublinien Corona-Variante nur geringfügig.

Bei allen Omikron-Varianten ähneln die Omikron-Symptome häufig denen einer Erkältung. Typische Omikron-Symptome sind:

Auch eine blasse, graue oder bläuliche Färbung der Haut, der Lippen oder der Nagelbetten können als Symptome auf eine Corona-Infektion auf Omikron hindeuten – sowohl bei Omikron BA.1, Omikron BA.2 oder Omikron XE. Omikron kann auch Herzprobleme auslösen. Bei Atemproblemen oder Herzrasen sollten Sie den Arzt aufsuchen.

Infiziert mit Omikron: Wie lange dauern die Symptome der Corona-Variante, wie lange fühlt man sich krank?

Laut einer aktuellen Studie verkürzt sich die Zeit der Omikron-Symptome um viele Tage, wenn man geboostert ist. Für die großangelegte „Zoe Covid Symptom Study“ haben britische Forscherinnen und Forscher des Kings College London Daten von 63.000 Menschen genutzt. Für die Corona-Studie haben die Wissenschaftler:innen Daten von Teilnehmern ausgewertet, die ihre Symptome selbst in der Zoe Covid-App eingegeben hatten. Außerdem gaben sie an, wie lange ihre Symptome bei Omikron oder Delta anhielten. Das berichtet kreiszeitung.de.

Das überraschende Ergebnis: Nach der dritten Impfung verkürzte sich bei den Infizierten die Krankheitszeit mit Symptomen um knapp 4 Tage. Statt 8,3 Tage nach der zweiten Impfung hatten die Infizierten nach dem Booster nur 4,4 Tage lang Krankheitssymptome infolge der Corona-Infektion mit Corona-Variante. Das zeigt, wie viel der Booster bringt.

Corona-Test
Sie haben sich mit Corona infiziert? Jetzt gibt es einiges zu beachten. (Symbolfoto) © Sebastian Gollnow/dpa

Infiziert mit Omikron: Wie lange dauert die Inkubationszeit bei der Corona-Variante?

Die Inkubationszeit ist die Zeit zwischen der Infektion mit dem Erreger und dem tatsächlichen Ausbruch der Krankheit. Für das Corona-Virus gilt laut Robert Koch-Institut (RKI) eine Inkubationszeit von fünf bis sechseinhalb Tagen. Bei Varianten kann der Zeitpunkt, an dem Corona-Symptome auftreten bzw. die Krankheit ausbricht, jedoch abweichen. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass die Inkubationszeit bei der Omikron-Variante und somit auch bei den Omikron-Sublinien BA.2 oder XE und BA.4 kürzer ist. Bei Omikron soll die Inkubationszeit laut aktuellem Stand drei Tage betragen. Auch bei Kindern schlägt sich Omikron mit Symptomen nieder. Vor allem ein neues Omikron-Symptom sorgt bei Forschenden für Aufsehen.

Corona-Infektion mit Omikron: Wie lange ist man mit der Corona-Variante ansteckend?

Wichtig: Die Inkubationszeit nicht gleichzusetzen mit der Zeit, in der man nach einer Infektion mit der Corona-Variante ansteckend ist. „Als sicher gilt, dass die Ansteckungsfähigkeit in der Zeit kurz vor und nach Beginn der Symptome am größten ist und dass ein erheblicher Teil von Übertragungen bereits vor dem Auftreten erster klinischer Symptome erfolgt“, heißt es auf der Webseite des RKI.

Omikron-Infektion: Welche Medikamente lindern die Symptome der Corona-Variante?

Bei Omikron haben viele Menschen Symptome wie bei einer Erkältung. Viele Infizierte haben Halsschmerzen oder Husten. Hier helfen Lutschtabletten oder Gurgellösungen aus der Apotheke. Auch Inhalieren mit Salbei kann sowohl bei Husten als auch bei Schnupfen Abhilfe schaffen. Wenn die Nase läuft, können Infizierte auf abschwellende Nasentropfen zurückgreifen. Gegen Kopfschmerzen helfen Schmerzmittel wie Paracetamol und Ibuprofen.

Omikron-Symptome: Wie lange muss ich nach einer Infektion mit der Corona-Variante in Quarantäne?

Nur Kontaktpersonen müssen in Quarantäne. Jeder, der mit Omikron infiziert ist, muss in Isolation. Und fragt sich natürlich: Wann kann ich mich nach Omikron freitesten?

Die Antwort: Bis Ende April musste sich jede Person mit einer bestätigten Corona-Infektion 10 Tage in Isolation begeben. Sei 1. Mai müssen Infizierte nur noch fünf Tage in Isolation. Das gilt bereits ab Symptombeginn. Voraussetzung für das Ende der Isolierung ist, dass Sie zu diesem Zeitpunkt seit mindestens 48 Stunden keine Symptome mehr hatten.

Kontaktpersonen wird die Quarantäne zwar empfohlen, aber nicht mehr angeordnet.

Nach Ablauf der fünf Tage kann die Isolation beendet werden, das Freitesten entfällt. Aber: Um die Isolation zu verlassen, müssen Sie 48 Stunden ohne Symptome sein. Halten Symptome wie Fieber oder Husten an, muss die Isolation nach wie vor fortgesetzt werden. Und das bis zu maximal 10 Tagen.

Corona: Das ist die Lage

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken (Stand: 16. Mai). Laut RKI gab es pro 100.000 Einwohner 439 Neuinfektionen (vor einem Monat lag der Wert bei 808). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 3350 Corona-Neuinfektionen (am 10. April lag der Wert bei: 30.789).

Allerdings ist davon auszugehen, dass in Deutschland weniger Fälle offiziell gemeldet werden. In China und Nordkorea gibt es derzeit wieder sehr hohe Corona-Zahlen. Schutz vor Corona und Omikron bietet nach wie vor nur eine Impfung. Eine neue Studie aus Großbritannien zeigt, dass die vierte Corona-Impfung (Booster) bei Omikron doch eine hohe Wirksamkeit aufweist. *merkur.de, kreiszeitung.de und fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

++ Transparenzhinweis: Dieser Artikel ist ursprünglich vom 14. April 2022. Die Informationen und Daten wurden am 16. Mai aktualisiert mit den derzeit gültigen Corona-Richtlinien. Alle Informationen sind aktuell.

(Jennifer Köllen)

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