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Omgea 3: Müdigkeit, Kreislaufprobleme & Co. können auf Mangel hindeuten

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Von: Tanja Koch

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Walnussöl eignet sich als Omega-3-Lieferant.
Walnussöl eignet sich als Omega-3-Lieferant. © Imago

Wer zu wenig Omega-3 zu sich nimmt, muss mit gesundheitlichen Problemen rechnen. Woran Sie ohne ärztlichen Rat erkennen, ob Sie betroffen sind.

Hannover/Virginia – 70 Prozent aller Menschen haben keinen ausreichenden Zugang zu Omega-3-Fettsäuren – obgleich diese gesundheitlich essenziell sind. Das schätzt die WHO. In Europa ist es in der Regel zwar theoretisch möglich, den Bedarf an Alpha-Linolensäure, aber auch Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure, zu decken. Doch je nach Ernährungsgewohnheit kann es zu einem Mangel kommen, etwa, wenn komplett auf Fisch verzichtet wird.

Tatsächlich fanden Forschende der Universität in Hannover heraus, dass ein Großteil der Frauen zwischen 40 und 60 Jahren, insgesamt 62,8 Prozent, in Deutschland unterversorgt ist. In derartigen Fällen ist es wichtig, bestimmte Lebensmittel in den Speiseplan zu integrieren und auf Symptome eines eventuellen Omega-3-Mangels zu achten.

Omega-3-Mangel: Wie lässt sich der verhindern?

Verhindern lässt sich eine zu geringe Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren, indem bestimmte Lebensmittel beim Zubereiten von Speisen verwendet werden. Leinöl beispielsweise enthält viele Omega-3-Fettsäuren, aber auch Lachs ist ein beliebter Omega-3-Lieferant. Zuchtlachs, inzwischen besonders verbreitet, enthält laut NDR allerdings auch viele Omega-6-Fettsäuren. Diese sind zwar ebenfalls sehr gesund, allerdings muss das Verhältnis der beiden Nährstoffe stimmen, da andernfalls alle Enzyme für Omega-6-Fettsäuren aufgebraucht werden und kein Omega-3 mehr aufgenommen werden kann.

Wie Prof. Dr. Clemens von Schacky, Kardiologe und Erfinder einer standardisierten für Omega-3-Messung, erklärt, kann ein Omega-3-Mangel gesundheitlich gravierende Folgen haben – die Gesamtmortalität steigt Studien zufolge, die kognitiven Fähigkeiten sind eingeschränkt und das Risiko für Frühgeburten ist erhöht. Auch Bluthochdruck kann drohen. Bei einem Mangel ist demnach zu empfehlen, Nahrungsergänzungsmittel mit Omega-3-Fettsäuren einzunehmen.

Omega-3-Mangel: Bei diesen Anzeichen ist medizinischer Rat erforderlich

Da die Symptome eines Omega-3-Mangels so diffus sind, erfolgt allerdings oft nicht direkt eine Diagnose. Woran erkennt man ihn also? Wie Ernährungswissenschaftlerin Carol Rees Parrish im Fachmagazin „Nutrition Issues in Gastroenterology“ erklärt, sollten potenziell Betroffene aufmerksam werden, wenn sie etwa trockene, schuppige Ausschläge, Haarausfall, Depigmentierung der Haare, eine schlechte Wundheilung, eine erhöhte Infektionsanfälligkeit sowie bei Kindern Wachstumsstörungen beobachten.

Das New Yorker Krankenhausnetzwerk Mount Sinai ergänzt diese Anzeichen um Müdigkeit, Gedächtnisschwierigkeiten, Stimmungsschwankungen, Depressionen, Kreislaufprobleme sowie Kreislaufprobleme. Wer derartige Symptome erleidet, sollte einen möglichen Omega-3-Mangel dringend ärztlich abklären lassen. (tk)

Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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