1. Startseite
  2. Ratgeber
  3. Gesundheit

Krebs: Eine Sportart kann Risiko deutlich senken

Erstellt:

Von: Vivian Werg

Kommentare

Sport und Bewegung sind wichtig zur Krebs-Vorbeugung. Eine neue Studie zeigt, wie eine bestimmte Sportart das Krebsrisiko deutlich senken kann.

Frankfurt – Bewegung hält fit und gesund. Durch zahlreiche Studien ist wissenschaftlich belegt, dass körperliche Aktivität helfen kann, Krankheiten zu verhindern. Laut einer amerikanischen Studie kann Sport sogar das Leben verlängern. Auch das Risiko für einige Krebsarten ist bei körperlich aktiven Menschen reduziert.

Wie die Deutsche Krebshilfe informiert, können sechs Prozent aller Krebsfälle durch ausreichende körperliche Aktivität vermieden werden. So können Sport und Bewegung vor allem vor folgende Krebsarten schützen:

Langes Sitzen hingegen kann das Risiko für einige Krebsarten unabhängig vom Aktivitätslevel hingegen erhöhen. Expertinnen und Experten nehmen an, dass rund neun Prozent aller Brustkrebsfälle und zehn Prozent aller Darmkrebsfälle in Europa auf unzureichende Bewegung zurückgehen.

Krebsrisiko senken: Ausdauersport hat positiven Effekt auf Krebsvorbeugung

Regelmäßiges, moderates Ausdauertraining wie Walken, Spazierengehen, Radfahren oder Joggen fördert die Gesundheit und gilt als eine der effektivsten Methoden, um körperlich fit zu bleiben, Stress abzubauen und chronischen Krankheiten vorzubeugen. Laut der Deutschen Krebsgesellschaft hat Ausdauertraining auf Organe, Hormon- und Nervensystem sowie das Herz-Kreislauf-System eine positive Auswirkung.  Es schützt nicht nur vor Übergewicht, Diabetes, sowie Muskel- und Knochenabbau – auch die Psyche profitiert davon. So hat Sport zudem nachweislich positive Einflüsse bei Depressionen und kann helfen, diesen vorzubeugen. Nun fanden Forscherinnen und Forscher heraus, dass Ausdauertraining das Krebsrisiko sowie das Fortschreiten einer bereits bestehenden Erkrankung deutlich senken kann.

Wie Forscherinnen und Forscher nun in einer zweiteiligen Studie herausfanden, hat Ausdauersport einen positiven Effekt auf das Krebsrisiko, insbesondere auf die Ausbreitung von Metastasen. Es ist die weltweit erste Studie, die den Einfluss von sportlicher Aktivität auf die inneren Organe untersucht hat. Denn gerade dort finden Metastasen statt. Die Krebszellen breiten sich im Körper von dem Ursprungsort aus und befallen weitere Organe wie Lunge, Leber oder Lymphknoten. Für die Studie haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von der Tel Aviv-Universität Experimente an Mäusen durchgeführt.

Jogger und Radfahrer in Frankfurt am Main: Bewegung hält fit und gesund. Durch zahlreiche Studien ist wissenschaftlich erwiesen, dass körperliche Aktivität hilft, Krankheiten zu verhindern. Auch das Risiko für einige Krebsarten ist bei körperlich aktiven Menschen reduziert.
Regelmäßiges, moderates Ausdauertraining wie Walken, Spazierengehen, Radfahren oder Joggen fördert die Gesundheit (Symbolbild) © Hannes P. Albert/ dpa

Im zweiten Teil der Studie wurden Daten von 3000 Menschen analysiert, die über 20 Jahre lang beobachtet wurden. Die Auswertung ergab, dass körperliche Aktivität im geringen Maße Einfluss auf das Auftreten von Krebs im Frühstadium hat. Jedoch stellte sich heraus, dass die Wahrscheinlichkeit für Krebs im fortgeschrittenen Stadium mit weit entwickelten Metastasen bei sportlich aktiven Menschen deutlich sinkt. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift Cancer Research veröffentlicht.

Den Forscherinnen und Forschern zufolge erhöhen Ausdauer-Aktivitäten wie schnelles Gehen, Laufen, Schwimmen oder Radfahren den Glukoseverbrauch der inneren Organe. Laut Studienleiter Professor Carmit Levy sinke dadurch die Verfügbarkeit von Energie für den Tumor, um wachsen zu können. Laut den Forschenden kann Ausdauersport die Metastasenbildung von sehr aggressiven Krebszellen um bis zu 70 Prozent senken. 

Neue Studie: Ausdauersport entzieht dem Krebs die Energiequellen

Man vermutet, dass die Organe mit den Muskeln um Zucker-Ressourcen konkurrieren müssen, die dafür bekannt sind, bei körperlichen Anstrengungen große Mengen an Glukose zu verbrennen. Denn: Krebszellen benötigen Energie aus Glukose, um wachsen und Metastasen bilden zu können, so Levy weiter.

Laut dem Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums gingen im Jahr 2018 in Deutschland etwa sechs von 100 Krebsneuerkrankungen der 35- bis 84-Jährigen auf geringe körperliche Aktivität zurück. Neben Sport und Bewegung ist zudem ein gesunder Lebensstil wichtig, um einer Krebserkrankung vorzubeugen.(Vivian Werg)

Hinweis der Redaktion

Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

Auch interessant

Kommentare