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Gut fürs Herz: Fachleute empfehlen spezielle Routine nach dem Sport

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Von: Alina Schröder

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Eine spezielle Routine als Cool-Down nach dem Sport kann die Herz-Gesundheit unterstützen. (Symbolbild)
Eine spezielle Routine als Cool-Down nach dem Sport kann die Herz-Gesundheit unterstützen. (Symbolbild) © WavebreakmediaMicro/Imago

Sport ist wichtig für die Gesundheit und kann Krankheiten vorbeugen. Laut einer Studie schützt ein spezielles Cool-Down das Herz besonders.

Québec – Egal, ob Ausdauer- oder Krafttraining: Wer regelmäßig Sport treibt, tut nicht nur etwas für die Figur, sondern auch für die Gesundheit. Das kurze Cool-Down, beispielsweise Stretching, nach einer anstrengenden Einheit gehört für viele Menschen bereits dazu. Wie kanadische Forscherinnen und Forscher aber nun herausfanden, ist eine andere Methode, das Training zu beenden, noch viel effektiver.

Die Rede ist von Yoga. Die geistigen und körperlichen Übungen aus Indien haben bereits viele Fans für sich gewonnen. Es gibt zahlreiche Kurse und Workshops. Doch laut einer neuen Studie der Laval-Universität in Québec, eignen sich Yoga-Praktiken besonders nach einem intensiven Workout und unterstützen die Herz-Gesundheit. Die Ergebnisse wurde im Canadian Journal of Cardiology (CJC) veröffentlicht.

Yoga oder Dehnen? Welches Cool-Down nach dem Sport die Herz-Gesundheit fördert

Um herauszufinden, wie sich Yoga auf das Herz-Kreislauf-System auswirkt, haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Praktiken mit Dehneinheiten verglichen. Dafür wurden 60 Personen mit Bluthochdruck und metabolischem Syndrom hinzugezogen und näher untersucht. Unter metabolischem Syndrom versteht man das gleichzeitige Aufkommen mehrerer Symptome oder Erkrankungen, wie Übergewicht und Bluthochdruck sowie Zucker- und Fettstoffwechselstörungen. Bei der Untersuchung seien auch Methoden zur Risikoabschätzung von Herzinfarkten, Herzerkrankungen und Schlaganfällen durchgeführt worden.

Die Probanden durchliefen in der Studie ein dreimonatiges Bewegungsprogramm in zwei Gruppen, sortiert nach Alter und Geschlecht. Eine Gruppe absolvierte demnach am Ende des 30-minütigen Ausdauertrainings an fünf Tagen die Woche 15 Minuten Yoga. Die andere Gruppe beendete die Einheit mit 15 Minuten Stretching. Anschließend wurden die Teilnehmenden erneut untersucht.

Gut für die Herz-Gesundheit: Yoga nach dem Sport senkt Blutdruck und Puls

Den Forschenden zufolge zeigte sich nach drei Monaten, dass der Blutdruck und der Puls sowohl in der Yoga- als auch in der Stretching-Gruppe gesunken waren. Doch es habe einen Unterschied beim systolischen Blutdruck gegeben. Dieser gibt an, mit welchem Druck das Blut aus dem Herzen in den Körper gepumpt wird. Hier sei auffällig gewesen, dass dieser in der Yoga-Gruppe niedriger gewesen sei.

Verringerung des systolische Blutdrucks
Yoga-Gruppe10 mmHg
Stretching-Gruppe4 mmHg
Quelle: CJC

Die 15-minütige Yoga-Einheit nach dem Sport habe zudem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, welches zuvor für jede einzelne Person ermittelt wurde, deutlich gesenkt. Demnach wirke sich Yoga besonders positiv auf Blutdruck und Herz-Gesundheit aus. Woran es genau liegt, dass Yoga besser als andere Dehnübungen ist, konnten die Forschenden nicht beantworten. Wie es aber in den Ergebnissen der Studie heißt, gehen die Forschenden bislang davon aus, dass es an den speziellen Bewegungsabläufen liegen könnte.

Yoga statt übliches Stretching als Cool-Down nach dem Sport zu wählen, kann also noch einen Extra-Schub für die Gesundheit geben – und speziell dem Herzen guttun. Auch eine bestimmte Ernährung spielt bei der Herz-Gesundheit eine wichtige Rolle. (asc)

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