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Kleine Spinnentiere, die FSME oder Borreliose auslösen können: Wenn die Temperaturen steigen, werden Zecken aktiv.
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Kleine Spinnentiere, die FSME oder Borreliose auslösen können: Wenn die Temperaturen steigen, werden Zecken aktiv.

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Hirnhautentzündung durch Zeckenbiss: Fulda zählt zu den fünf neuen FSME-Risikogebieten

Zeckenbisse können eine gefährlich verlaufende Hirnhautentzündung (FSME) auslösen. In welchen Teilen Deutschlands das Ansteckungsrisiko hoch ist, erfahren Sie hier.

FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis, eine durch Viren verursachte Gehirn-, Hirnhaut- oder Rückenmarksentzündung. Mit dem FSME-Virus infizierte Zecken sind Überträger der Krankheit. Patienten/Patientinnen denken zuerst an eine Grippe, wenn sich erste Symptome zeigen. Etwa zehn Tage nach dem Zeckenbiss können Beschwerden wie allgemeines Krankheitsgefühl, Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen auftreten. Darauf kann die zweite Krankheitsphase folgen, wie unter anderem das Robert-Koch-Institut (RKI) als biomedizinische Leitforschungseinrichtung der deutschen Bundesregierung informiert. Diese bleibe zwar in 70 bis 95 Prozent der Fälle aus, kann aber fatale Folgen haben, wenn sie eintritt. So schreibt das RKI weiter: „Bei schweren Verläufen besteht insbesondere bei Erwachsenen die Gefahr von bleibenden neurologischen Ausfällen, in der Regel in Form von Paresen, aber auch von Anfallsleiden oder lange andauernden Kopfschmerzen. Diese Symptome können oft Monate nach der Erkrankung persistieren“. Bei rund einem Prozent der Erkrankten führt die Erkrankung zum Tod, so das RKI.

Wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informiert, tritt FSME vor allem in Bayern, Baden-Württemberg sowie den südlichen Teilen Hessens, Thüringens und Sachsens auf. Im Jahr 2020 kam es zu einem traurigen Rekordhoch: 704 FSME-Erkrankungen wurden dem RKI zufolge gemeldet – die bislang höchste Anzahl Erkrankungen seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2001. Dies sei mehr als das Doppelte des jährlichen Medianwertes von 301 Erkrankungen, so das RKI.

Als sicherster Schutz vor der Krankheit* gilt der Ständigen Impfkommission (STIKO) zufolge die FSME-Impfung. Daher empfiehlt die STIKO allen Personen, die sich in FSME-Risikogebieten aufhalten oder dort wohnen, eine solche Impfung.

Eine Übersicht über die FSME-Risikogebiete in Deutschland finden Sie hier

Die Ständige Impfkommission empfiehlt eine FSME-Impfung denjenigen, die sich in einem Zecken-Risikogebiet aufhalten.

2021: Fünf neue FSME-Risikogebiete in Deutschland

In immer mehr Regionen Deutschlands besteht die Gefahr, nach einem Zeckenbiss an FSME zu erkranken. Daher hat das RKI die Zahl der FSME-Risikogebiete um fünf neue Regionen erweitert:

  • die Stadt Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt)
  • Dillingen a. d. Donau (Bayern)
  • Fulda (Hessen)
  • Mittelsachsen (Sachsen)
  • Weimarer Land (Thüringen)

Damit sind mittlerweile 169 Regionen Risikogebiet für die von Zecken übertragene Hirnhautentzündung FSME, berichtet das Portal Ökotest. (jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Quellen: https://www.impfen-info.de/impfempfehlungen/; https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/; https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2021/09/Art_01.html

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Weiterlesen: Besondere Vorsicht: Darum sollten Sie sofort zum Arzt, wenn ein Zeckenbiss juckt.

Aufgepasst: Das sind die acht häufigsten Irrtümer über Zecken

Von April bis September lauern sie auf ihre Wirte: Holzbock, Schafzecke oder die braune Hundezecke. Doch über Zecken existieren etliche Mythen. Wir klären die häufigsten Irrtümer auf.
Von April bis September lauern sie auf ihre Wirte: Holzbock, Schafzecke oder die braune Hundezecke. Doch über Zecken existieren etliche Mythen. Wir klären die häufigsten Irrtümer auf. © dpa
Dass Zecken nur von Bäumen auf ihre Wirte fallen, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Die Blutsauger halten sich vielmehr in hohen Gräsern und im Unterholz in einer Höhe von bis zu 1,50 Meter auf. Entsprechend sollte bei Spaziergängen geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosen getragen werden.
Dass Zecken nur von Bäumen auf ihre Wirte fallen, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Die Blutsauger halten sich vielmehr in hohen Gräsern und im Unterholz in einer Höhe von bis zu 1,50 Meter auf. Entsprechend sollte bei Spaziergängen geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosen getragen werden. © dpa
Ja keine Zeckenbeseitigung mit Hilfe von Öl und Klebstoff. Die Zecke wird dadurch zwar erstickt, gibt aber im Todeskampf vermehrt Viren (FSME) und Bakterien (Borreliose) in die Blutbahn ab. Die Zecke sollte nur mit einer Zeckenpinzette oder ärztlich entfernt werden.
Ja keine Zeckenbeseitigung mit Hilfe von Öl und Klebstoff. Die Zecke wird dadurch zwar erstickt, gibt aber im Todeskampf vermehrt Viren (FSME) und Bakterien (Borreliose) in die Blutbahn ab. Die Zecke sollte nur mit einer Zeckenpinzette oder ärztlich entfernt werden. © dpa
Zecken: Die häufigsten Irrtümer
Ruhe bewahren: Denn wenn Zecken zu abrupt von der Haut entfernt werden, können Teile ihres Körpers abreißen und zu Infektionen führen. © ap
Infizierte Zecken gibt es überall in Deutschland. Es ist also auch überall von möglichen Infektionen auszugehen.
Infizierte Zecken gibt es überall in Deutschland. Es ist also auch überall von möglichen Infektionen auszugehen. © ap
Falsch ist die Annahme, dass Zeckenbissinfektionen nicht von der Unfallversicherung abgedeckt werden. Eine aus einer Infektion mit einem Erreger der Infektionskrankheiten Borreliose und Frühsommermeningitis resultierende Invalidität ist in der Unfallversicherung mitversichert.
Falsch ist die Annahme, dass Zeckenbissinfektionen nicht von der Unfallversicherung abgedeckt werden. Eine aus einer Infektion mit einem Erreger der Infektionskrankheiten Borreliose und Frühsommermeningitis resultierende Invalidität ist in der Unfallversicherung mitversichert. © ots
Im Prinzip halten Gummistiefel und lange Hosen Zecken ab oder zumindest auf. Sicheren Schutz kann Kleidung allein jedoch nicht gewähren. Zecken können auf der Suche nach einer geeigneten Stichstelle eine ganze Weile herumkrabbeln.
Im Prinzip halten Gummistiefel und lange Hosen Zecken ab oder zumindest auf. Sicheren Schutz kann Kleidung allein jedoch nicht gewähren. Zecken können auf der Suche nach einer geeigneten Stichstelle eine ganze Weile herumkrabbeln. © dpa
Mit einer einzigen Blutmahlzeit kann eine Zecke sehr lange überleben. Im Labor konnten Zecken, die vorher Blut gesaugt hatten, bis zu zehn Jahre lang ohne weitere Nahrung überleben.
Mit einer einzigen Blutmahlzeit kann eine Zecke sehr lange überleben. Im Labor konnten Zecken, die vorher Blut gesaugt hatten, bis zu zehn Jahre lang ohne weitere Nahrung überleben. © zecken.de
Der Name der Krankheit täuscht. Die Zecken, die FSME übertragen, sind ab sieben Grad Celsius aktiv. Liegt im Winter über einen längeren Zeitraum die Temperatur darüber, bleiben die Zecken aktiv und können auch in dieser Jahreszeit zustechen und Menschen infizieren.
Der Name der Krankheit täuscht. Die Zecken, die FSME übertragen, sind ab sieben Grad Celsius aktiv. Liegt im Winter über einen längeren Zeitraum die Temperatur darüber, bleiben die Zecken aktiv und können auch in dieser Jahreszeit zustechen und Menschen infizieren. © zecken.de

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