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Impfungen können nicht nur Grippe vorbeugen, sondern vielleicht auch Demenz.
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Impfungen können nicht nur Grippe vorbeugen, sondern vielleicht auch Demenz.

Weitere Studien nötig

Neue Demenz-Studie zeigt: Grippe-Impfungen könnten Demenzerkrankung im Alter vorbeugen

  • Maria Dirschauer
    VonMaria Dirschauer
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Regelmäßige Grippe-Impfungen könnten einer Demenz-Erkrankung im Alter vorbeugen. Das zeigt eine aktuelle Studie aus den USA.

Jährlich erkranken etwa 330.000 Menschen an Demenz. Jetzt gibt eine neue Studie aus den USA Grund zur Hoffnung. Bis zu zwölf Prozent könnten vor der Diagnose Demenz bewahrt werden – durch regelmäßige Grippe-Impfungen. Die Ergebnisse der Studie wurden von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie veröffentlicht.

Verringertes Demenzrisiko: Studie aus den USA macht Hoffnung

  • Untersucht wurden über 120.000 US-Veteranen in einer retrospektiven Studie: 96,2 Prozent Männer, 3,8 Prozent Frauen. Das Durchschnittalter betrug 75,5 Jahre.
  • Die Studienteilnehmer wurden 10 Jahre lang beobachtet, zwischen 2009 und 2019.
  • Vor Beginn wurde sichergestellt, dass keine diagnostizierte Demenz vorlag. Am Ende wurde beobachtet, wie viele und welche Personen – je nach Anzahl ihrer Grippeimpfungen – neu an Demenz erkrankten.
  • Die 80 Monate Beobachtungszeit zeigten: Knapp 16.000 Studienteilnehmer erkrankten neu an Demenz.
  • Wer während des Zeitraums mehr als sechs Grippeimpfungen erhalten hatte, hat ein um zwölf Prozent geringeres Risiko, an Demenz zu erkranken – im Vergleich zu den Menschen, die sich weniger oder gar nicht haben impfen lassen.

Lesen Sie auch: Vor allem für Ungeimpfte wird es teuer: Ab 11. Oktober müssen Bürger & Bürgerinnen Corona-Tests selbst zahlen.

Können Grippe-Impfungen Demenz verhindern? Darum braucht es weiterführende Studien

Wie genau wird Alzheimer ausgelöst? Durch die Ablagerung und Ansammlung des Beta-Amyloids zwischen Nervenzellen. Die US-Studiendaten deuten darauf hin, dass Grippe-Impfungen möglicherweise zum Abbau von Beta-Amyloid beitragen können. Dies wäre ein Durchbruch für die Demenztherapie. Jedoch handele es sich bei der aktuellen Studie um eine retrospektive Auswertung, die keinen Beweischarakter habe, sondern nur eine Assoziation aufzeigen könne, wie DGN-Demenzexperte Prof. Dr. Dodel betont. Es brauche weiterführende, prospektive Studien, um den Zusammenhang eindeutig zu klären.

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