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Auf einem Flur warten Menschen auf die Corona-Impfung. Im Saarland haben am 15. Mai Impfungen in Wohngebieten sozial schwieriger Verhältnisse begonnen. Die Impflinge werden vor der Immunisierung aufgeklärt, dass jede Impfung mit Nebenwirkungen einhergehen kann. (Archivbild)
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Auf einem Flur warten Menschen auf die Corona-Impfung. Im Saarland haben am 15. Mai Impfungen in Wohngebieten sozial schwieriger Verhältnisse begonnen. Die Impflinge werden vor der Immunisierung aufgeklärt, dass jede Impfung mit Nebenwirkungen einhergehen kann. (Archivbild)

Komplikationen nach der Impfung

Corona-Sicherheitsbericht: Nach Moderna-Impfung kam es bisher zu rund 3.000 Verdachtsmeldungen

Das Paul-Ehrlich-Institut veröffentlicht regelmäßig Zahlen zu möglichen Corona-Impfreaktionen. Eine Auflistung nach Impfstoff finden Sie hier.

Wie bei jeder Therapie oder Impfung kann es auch bei der Corona-Impfung mit mRNA- oder Vektorimpfstoffen zu nicht erwünschten Nebenwirkungen kommen. So reagieren manche Menschen allergisch auf einen der Inhaltsstoffe der Impfung. Auch über Fälle von Thrombosen nach der Corona-Impfung* wurde berichtet. Im Rahmen der Impfstoff-Zulassungsstudien wurden zwar Nebenwirkungen dokumentiert, die in der Regel harmlos und ein gutes Zeichen waren, weil körperliche Reaktionen wie grippale Symptome zeigen, dass der Impfstoff den Körper zur Bildung von Antikörpern gegen Coronaviren anregt. Jedoch können im Rahmen der Zulassungsstudien sehr seltene Nebenwirkungen meist nicht erkannt werden, heißt es vonseiten des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Deshalb überwachen internationale Behörden nach der Zulassung von Impfstoffen die Verdachtsmeldungen zu Nebenwirkungen, heißt es weiter. In Deutschland veröffentlicht das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) als Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel dazu regelmäßig „Sicherheitsberichte“. In diesen werden Verdachtsfälle von Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung dokumentiert.

Corona-Impfung: 49.961 gemeldete Verdachtsfälle von Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen

Im aktuellen Sicherheitsbericht informiert das PEI, dass seit Anbeginn der Impfkampagne Ende Dezember 2020 in Deutschland 49.961 Verdachtsfälle von Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen nach einer Corona-Impfung gemeldet wurden (Die Zahl bezieht sich auf den Zeitraum zwischen 27. Dezember 2020 und 30. April 2021). Bis zum 29. April wurden dem Bericht zufolge insgesamt 28.774.580 Impfungen in Deutschland durchgeführt. Wie folgt war die Verteilung der Impfungen auf die zugelassenen Corona-Impfstoffe:

  • Comirnaty von Biontech/Pfizer: 21.329.667 Impfungen
  • Moderna von Moderna: 1.667.261 Impfungen
  • Vaxzevria von Astrazeneca: 5.775.546 Impfungen
  • Ad26.COV2.S von Johnson & Johnson: 2.106 Impfungen

Sehr selten schwere Nebenwirkungen nach Corona-Impfungen

Der PEI-Sicherheitsbericht ordnet 3.073 Verdachtsfälle auf Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen dem Impfstoff von Moderna zu, 26.206 Verdachtsfälle dem Astrazeneca-Präparat und bisher drei Meldungen dem Vakzin von Johnson & Johnson. „Die Melderate betrug für alle Impfstoffe zusammen 1,7 pro 1.000 Impfdosen, für Meldungen über schwerwiegende Reaktionen 0,2 pro 1.000 Impfdosen gesamt“, heißt es im Bericht.

Als schwerwiegende unerwünschte Impfreaktionen versteht das PEI solche, die einen Klinikaufenthalt erfordern oder als „medizinisch bedeutsam eingeordnet wurden“, heißt es. 4.916 solcher Verdachtsfälle wurden bis Ende April dokumentiert. „2.386 dieser Verdachtsfälle traten nach Impfung mit Comirnaty, 175 schwerwiegende Verdachtsfälle nach Impfung mit dem COVID-19-Impfstoff Moderna und 2.132 schwerwiegende Verdachtsfälle traten nach Impfung mit Vaxzevria auf“, so das PEI. Zu den schwerwiegenden Nebenwirkungen zählten Thrombosen mit Thrombozytopenien, anaphylaktische Reaktionen oder Herzmuskelentzündungen.

Zum PEI-Sicherheitsbericht

Weiterlesen: Nebenwirkungen nach der Corona-Impfung: So viele Tage sollten Sie genau auf körperliche Reaktionen achten.*

(jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Mehr Quellen: https://www.pei.de/DE/newsroom/dossier/coronavirus/arzneimittelsicherheit.html; https://www.gesundheitsinformation.de/

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

Eine mit Coronaviren befallene Zelle
Ende 2019 wurde zum ersten Mal über das Coronavirus Sars-CoV-2 berichtet. Zuerst nur in China diagnostiziert, breitete sich die durch Coronaviren ausgelöste Krankheit Covid-19 weltweit aus. Die Pandemie hat im Jahr 2020 weltweit etwa 1.900.000 Todesopfer gefordert. Auf der Darstellung oben ist eine menschliche Zelle (grün) zu sehen, die mit Coronaviren (gelb) infiziert ist.  © Niaid/dpa
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat. © dpa/dpaweb-mm
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpa
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff. © dpa
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene.
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene. © dpa/dpaweb
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus.
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus. © dpa
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Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren. © picture alliance / Science Photo
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung.
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpa
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen.
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen. © dpa
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt.
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. © dpa
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz.
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz. © dpa

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