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Ein Zettel weist in einem Impfzentrum in Rheinland-Pfalz den Weg zum Beobachtungsbereich. Die Impfung gegen Corona gilt als wichtigste Maßnahme auf dem Weg aus der Pandemie.
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Ein Zettel weist in einem Impfzentrum in Rheinland-Pfalz den Weg zum Beobachtungsbereich. Die Impfung gegen Corona gilt als wichtigste Maßnahme auf dem Weg aus der Pandemie.

Nutzen und Risiken abwägen

Corona-Impfung: Überblick über seltene Komplikationen nach Biontech- und Astrazeneca-Impfung

In Deutschland verimpfen Ärzte und Mitarbeiter des Gesundheitswesens den Biontech-, Astrazeneca- oder Moderna-Impfstoff: ein Überblick über mögliche Komplikationen.

Der Nutzen der Corona-Impfung für den Einzelnen und für die Allgemeinheit überwiegt die möglichen Risiken: Zu diesem Schluss kommen unter anderem die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) und auch nationale Behörden wie das Robert Koch-Institut (RKI) in Deutschland. Erst nach strenger klinischer Prüfung an großen Gruppen von Freiwilligen wurden die Impfstoffe in Europa zugelassen. Doch Impfungen wie auch jede andere medikamentöse Therapie kann Nebenwirkungen bergen.

Dass nach einer Impfung bestimmte Nebenwirkungen auftreten, ist erwünscht und zeigt an, dass der Körper auf den Impfstoff reagiert und Abwehrstoffe bildet. Meist sind diese Impfreaktionen leicht und legen sich innerhalb einiger Tage wieder. Doch es gibt auch Nebenwirkungen, die gesundheitsschädliche Ausmaße annehmen können. „Schwerwiegende sogenannte unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) nach Impfungen sind sehr selten“, informiert das Robert Koch-Institut. Doch vor allem neue Impfpräparate wie Corona-Vakzine, die noch nicht seit Jahrzehnten angewandt werden wie etwa der Masern-Impfstoff, verunsichern viele Bürger. Drohen später einsetzende Impfschäden? Kann man unfruchtbar werden? Kann es zu einer schweren Thrombose kommen? Fragen, die viele Menschen aktuell beschäftigen.

Lesen Sie auch: „Wird das Immunsystem überfahren“: Deutsche Forscher finden Erklärung für Corona-Blutgerinnsel – und neuen Therapie-Ansatz.

Corona-Impfstoffe im Überblick: Impfreaktionen des Körpers in der Regel harmlos

Studien belegen, dass Corona-Impfungen schwerwiegende Covid-Verläufe oder sogar die Ansteckung mit Coronaviren verhindern können. Doch bei manchen Menschen kann es nach der Impfung zu Komplikationen kommen. Erfahren Sie hier mehr über die Nebenwirkungen je nach Corona-Impfstoff im Überblick.

Mögliche Nebenwirkungen des Astrazeneca-Impfstoffes

Dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) als Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel sind bis zum 15. April 59 Fälle von Sinus- und Hirnvenenthrom­bosen nach der ersten Impfung mit dem Vektorimpfstoff von Astrazeneca gemeldet worden, wie das Ärzteblatt informiert. 45 Frauen und 14 Män­ner waren betroffen. Bis Mitte April wurden dem RKI zufolge mehr als 4,2 Millionen Erstdosen und 4.153 Zweitdosen des Astrazeneca-Impfstoffs verabreicht. Wie das Portal Gesundheitsinformation.de im Auftrag des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) informiert, zeigte eine Auswertung durch die EMA und das PEI, dass sich je nach Alter bei schätzungsweise sechs bis 14 von einer Million Menschen nach der Impfung mit Vaxzevria/Astrazeneca Blutgerinnsel bilden. Diese traten innerhalb von zwei Wochen nach der Impfung in den Venen von Kopf (Sinusvenenthrombose), Bauch (splanchnische Venenthrombose) oder in den Arterien auf. Meist waren Frauen unter 60 Jahren betroffen.

Im Rahmen der Astrazeneca-Zulassungsstudien kam es Gesundeitsinformation.de zufolge zu einer Reihe von normalen Impfreaktionen. So traten bei 75 Prozent der Geimpften Schmerzen, Rötung, Schwellung oder Druckempfindlichkeit an der Einstichstelle auf. 73 Prozent der mit dem Astrazeneca-Präparat Geimpften litten vorübergehend an Erschöpfung, Kopfschmerzen, Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit und Muskelschmerzen.

Treten nach einer Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff folgende Symptome auf, sollten Sie einen Arzt konsultieren, da Impf-Komplikationen der Grund sein könnten:

  • Atemnot
  • Schmerzen in der Brust oder im Magen
  • Schwellung in einem Bein
  • schwere oder sich verschlimmernde Kopfschmerzen oder verschwommenes Sehen
  • mehrere kleine Blutergüsse, rötliche oder violette Flecken oder Blutbläschen unter der Haut.
Mit dem Impfstoff Biontech geimpfte Menschen sitzen im Wartebereich eines Impfzentrums, in dem mögliche Nebenwirkungen der Corona-Impfung beobachtet werden. Die meisten Nebenwirkungen sind harmlos, doch auch schwerwiegende Komplikationen sind in sehr seltenen Fällen möglich.

Mögliche Nebenwirkungen der Biontech-Impfung

Wie das Paul-Ehrlich-Institut informiert, kommt es im Rahmen der Impfung mit dem mRNA-Impfstoff von Biontech im Vergleich zur Moderna- oder Astrazeneca-Impfung häufiger zu Impfreaktionen wie Schmerzen an der Impfstelle (73 Prozent der Teilnehmer an der Zulassungsstudie des Präparats klagten darüber). Auch Kopfschmerzen, Ermüdung, Schwindelgefühle, Unwohlsein, Übelkeit und Muskelschmerzen wurden bei dem Biontech-Impfstoff Comirnaty häufiger beobachtet (bei 70 Prozent der Zulassungsstudien-Teilnehmer). Wie das Portal Gesundheitsiformation weiter informiert, trat bei sehr wenigen Menschen (0,02 Prozent in der Zulassungsstudie) eine Lähmung des Gesichtsnervs (Fazialisparese) auf. In 0,1 Prozent der Fälle kam es zu allergischen Reaktionen. Ob ein Zusammenhang mit der Impfung besteht, konnte allerdings in beiden letzteren Fällen nicht bestätigt werden.

Es gebe Gesunheitsinformation.de zufolge bisher keine Hinweise darauf, dass es durch die Biontech-Impfung zu schweren Nebenwirkungen kommt. Das bezieht nach Informationen der Pharmazeutischen Zeitung (PZ) auch auf Thrombosen. Unter den mRNA-Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna wurden bislang keine diesbezüglichen Sicherheitssignale detektiert, so die PZ. Das PEI führt in einem aktuellen Sicherheitsbericht allerdings 14 Thrombozytopenie-Fälle auf, die seit Beginn der Impfkampagne am 27. Dezember 2020 bis 2. April 2021 nach Impfung mit Comirnaty gemeldet wurden – in elf Fällen innerhalb von 49 Tagen nach der Impfung. Bei Thrombozytopenie handelt es sich um eine zu niedrige Thrombozytenzahl im Blut. Die Thrombozyten sind hauptverantwortlich für die Blutstillung und Blutgerinnung, Thrombozytopenie kann Blutungen begünstigen – von minimalen Hauteinblutungen über Nasenbluten bis hin zu Organblutungen. (jg)

Weiterlesen: Studie stellt unglaubliche These auf: Nur 13 Prozent der Corona-Infizierten könnten überhaupt Symptome entwickeln.

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

Eine mit Coronaviren befallene Zelle
Ende 2019 wurde zum ersten Mal über das Coronavirus Sars-CoV-2 berichtet. Zuerst nur in China diagnostiziert, breitete sich die durch Coronaviren ausgelöste Krankheit Covid-19 weltweit aus. Die Pandemie hat im Jahr 2020 weltweit etwa 1.900.000 Todesopfer gefordert. Auf der Darstellung oben ist eine menschliche Zelle (grün) zu sehen, die mit Coronaviren (gelb) infiziert ist.  © Niaid/dpa
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat. © dpa/dpaweb-mm
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpa
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff. © dpa
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene.
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene. © dpa/dpaweb
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus.
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus. © dpa
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren.
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren. © picture alliance / Science Photo
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung.
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpa
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen.
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen. © dpa
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt.
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. © dpa
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz.
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz. © dpa

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