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Wieder das Handy liegenlassen? Gedächtnisschwäche ist ein mögliches Corona-Symptom.
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Wieder das Handy liegenlassen? Gedächtnisschwäche ist ein mögliches Corona-Symptom.

Brain-Fog durch Corona

Corona-Vergesslichkeit: Medikament soll Hirnschäden helfen

  • Juliane Gutmann
    VonJuliane Gutmann
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Gedächtnisverlust bis Schlaganfall: Bei rund 80 Prozent der schweren Corona-Verläufe nimmt das Gehirn Schaden. Ein Alltags-Medikament soll Wirkung zeigen.

Eine Corona-Infektion kann sich auf unterschiedliche Weise äußern. Viele Menschen spüren nichts von der Krankheit, andere wiederum berichten von Grippe-ähnlichen Symptomen. In seltenen Fällen kommt es zu Atemnot, Thrombosen oder anderen schwerwiegenden Beschwerden, die einen Klinikaufenthalt notwendig machen. Auch das Gehirn kann durch eine Corona-Infektion Schaden nehmen. So berichten Forscher/innen dem Fachportal Nature zufolge, dass rund 80 Prozent der im Krankenhaus behandelten Corona-Patienten neurologische Symptome zeigen – von Vergesslichkeit über Gedächtnisverlust bis hin zu Schlaganfall.

Die Frage, die sich Nature zufolge Serena Spudich, Neurologin an der Yale University in New Haven (USA), stellt, ist: "Können wir frühzeitig eingreifen, um diese Anomalien zu behandeln, damit die Menschen keine langfristigen Probleme bekommen?"

Brille auf dem Autodach vergessen? Auch eine Corona-Infektion kann Symptome wie Vergesslichkeit zur Folge haben.

Covid-Brain: Corona-Infektion kann Vergesslichkeit zur Folge haben

Neue Erkenntnisse würden darauf hindeuten, dass der Angriff des Coronavirus auf das Gehirn vielseitig ist. Einerseits könne es bestimmte Gehirnzellen, sogenannte Astrozyten, direkt angreifen, so Arnold Kriegstein, Neurologe an der University of California in San Francisco. „Astrozyten tun eine ganze Menge, was die normale Gehirnfunktion unterstützt, einschließlich der Versorgung der Neuronen mit Nährstoffen, um sie funktionsfähig zu halten“, wird Kriegstein vom Portal Nature zitiert: „Infizierte Astrozyten könnten einige der neurologischen Symptome erklären, die mit Covid-19 in Verbindung gebracht werden, vor allem Müdigkeit, Depression und „Hirnnebel“, der Verwirrung und Vergesslichkeit einschließt.

Doch nicht nur der direkte Angriff von Viren auf die Zellen wird diskutiert. Auch eine verringerte Durchblutung des Gehirngewebes ausgelöst durch Covid oder die Produktion von Immunmolekülen, die Gehirnzellen schädigen können, sei möglich. Eine weitere Möglichkeit, über die Sars-CoV-2 das Gehirn angreift, sind die sogenannten Perizyten. Das sind Zellen, die sich an den Außenwänden von Blutgefäßen befinden. Wissenschaftler/innen vom Londoner University College konnten Nature zufolge nachweisen, dass die Viren offenbar die Rezeptoren der Perizytenen blockieren und so die Blutgefäße dazu bringen, sich zusammenzuziehen.

David Attwell ist Neurowissenschaftler am University College London. Ihm zufolge sollen Medikamente zur Behandlung von Bluthochdruck, die eine Verengung der Blutgefäße bewirken, in einigen Fällen von Covid-19 nützlich sein. Zwei klinische Studien untersuchen derzeit die Wirkung des Blutdruckmedikaments Losartan zur Behandlung der Krankheit. (jg)

Weiterlesen: „Long-Covid“: Diese Corona-Patienten erholen sich nur langsam von Covid-19

Von Yoga bis Qigong: Stress abbauen und entspannen

Ob eher fitnessbetont oder auf Entspannung bedacht: Wer Lust auf Yoga hat, findet meist auch die Form, die ihm am meisten liegt. Foto: Christin Klose
Ob eher fitnessbetont oder auf Entspannung bedacht: Wer Lust auf Yoga hat, findet meist auch die Form, die ihm am meisten liegt. Foto: Christin Klose © Christin Klose
Tief durchatmen: Wer sich entspannen will, muss dafür nicht unbedingt auf dem Sofa liegen. Sportarten wie Yoga nehmen neben dem Körper auch den Geist in den Blick. Foto: Christin Klose
Tief durchatmen: Wer sich entspannen will, muss dafür nicht unbedingt auf dem Sofa liegen. Sportarten wie Yoga nehmen neben dem Körper auch den Geist in den Blick. Foto: Christin Klose © Christin Klose
Karin Sedlmeier beim Tai Chi. In ihrer Schule lehrt sie Tai Chi und Qigong. Foto: Andreas Eberl
Karin Sedlmeier beim Tai Chi. In ihrer Schule lehrt sie Tai Chi und Qigong. Foto: Andreas Eberl © Andreas Eberl
Entspannung durch vorherige Anspannung: Viele Sportarten, die sich dem Stressabbau verschrieben haben, wie die Progressive Muskelentspannung, funktionieren auf diese Weise. Foto: Andrea Warnecke
Entspannung durch vorherige Anspannung: Viele Sportarten, die sich dem Stressabbau verschrieben haben, wie die Progressive Muskelentspannung, funktionieren auf diese Weise. Foto: Andrea Warnecke © Andrea Warnecke
Karin Sedlmeier ist Besitzerin einer Qigong- und Tai-Chi-Schule sowie Tai-Chi- und Qigong- Lehrerin. Foto: Andreas Eberl
Karin Sedlmeier ist Besitzerin einer Qigong- und Tai-Chi-Schule sowie Tai-Chi- und Qigong- Lehrerin. Foto: Andreas Eberl © Andreas Eberl
Ulrika Eiworth arbeitet als Nia-, Yoga-, Pilates- und Aerobic-Lehrerin in Mosbach. Foto: Kai Köhler
Ulrika Eiworth arbeitet als Nia-, Yoga-, Pilates- und Aerobic-Lehrerin in Mosbach. Foto: Kai Köhler © Kai Köhler

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