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Gesundes Zahnfleisch kann die Verbreitung von Coronaviren im Körper verhindern, so das Fazit einer neuen Studie.
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Gesundes Zahnfleisch kann die Verbreitung von Coronaviren im Körper verhindern, so das Fazit einer neuen Studie.

Mit Mundspülung gegen Covid

Einfache Zahnpflege-Regel soll schweren Covid-Verläufen vorbeugen – und das Eindringen von Coronaviren in die Blutbahn verhindern

  • Juliane Gutmann
    VonJuliane Gutmann
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Nicht nur über die Atemwege, auch über die Blutbahn könnten Coronaviren in den Körper gelangen. Welche Rolle die Mundhygiene spielt, haben Forscher:innen untersucht.

Coronaviren dringen über Mund und Nase in den Atemtrakt ein und gelangen so in die Lunge. Doch es gibt einem internationalen Forscherteam zufolge noch eine weitere Erklärung, wie sich Sars-CoV-2 im menschlichen Körper ausbreiten kann. In einem noch nicht überprüften Versuch fanden die Zahnmediziner:innen heraus, dass das Virus auch direkt über die Blutbahn aus dem Mund in die Lunge wandern kann. Ihre Schlussfolgerung: Eine gute Zahn- und Mundhygiene kann der Ausbreitung von Coronaviren im Körper vorbeugen.

Unter anderem das Fachportal Eurekalert informiert über die neue Studie eines Forscherteams um Iain Chapple, Professor für Parodontologie an der Universität von Birmingham. Vor allem Zahnfleischerkrankungen seien ein gefährliches Einfallstor für Coronaviren, die so in die Blutbahn gelangen können, erläutern die Forscher:innen. Es gebe Hinweise darauf, dass Coronaviren zuerst die Blutgefäße der Lunge befallen und nicht die Atemwege, wie bisher angenommen, heißt es weiter.

Täglicher Einsatz von Mundspülung könnte effektiv vor Corona schützen

Eine weitere brisante Erkenntnis der Zahnexperten: Parodontose war mit einem erhöhten Corona-Sterberisiko verbunden. Die Forscher:innen vermuten, dass die Anhäufung von Zahnbelag und parodontalen Entzündungen die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Sars-CoV-2 die Lunge erreicht und schwerere Fälle der Infektion verursacht, zitiert eurekalert.org. Gründliche Zahn- und Mundhygiene sei entsprechend mit einer potentiell lebensrettenden Maßnahme gleichzusetzen und könne das Risiko der Übertragung des Virus aus dem Mund in die Lunge senken. "Zahnfleischerkrankungen machen das Zahnfleisch undichter, wodurch Mikroorganismen in das Blut gelangen können. Einfache Maßnahmen – wie sorgfältiges Zähneputzen und Interdentalbürsten, um die Plaquebildung zu reduzieren, zusammen mit speziellen Mundspülungen* oder sogar Salzwasserspülungen, um die Entzündung des Zahnfleisches zu reduzieren – könnten dazu beitragen, die Konzentration des Virus im Speichel zu verringern und die Entwicklung einer Lungenerkrankung abzumildern und das Risiko einer Verschlechterung hin zu einer schweren Covid-19-Erkrankung zu reduzieren", so Co-Autor Iain Chapple, Professor für Parodontologie an der Universität von Birmingham. (jg) *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Weiterlesen: Mit Mundwasser gegen Corona? Forscher finden vielversprechenden Zusammenhang.

Diese Dinge sind schlecht für Ihre Zähne

Snacks: Knabbereien wie Chips und Flips oder auch Gummibärchen, Bonbons und andere Süßigkeiten enthalten viel Zucker und Stärke. Diese wird von Plaque-Bakterien in Säure umgewandelt, die wiederum den Zähnen, genauer gesagt dem Zahnschmelz, schadet. Ein weiterer Nachteil: Snacks sorgen für eine verminderte Produktion von Speichel, der im Mund eine wichtige Schutzfunktion übernimmt.
Snacks: Knabbereien wie Chips und Flips oder auch Gummibärchen, Bonbons und andere Süßigkeiten enthalten viel Zucker und Stärke. Diese wird von Plaque-Bakterien in Säure umgewandelt, die wiederum den Zähnen, genauer gesagt dem Zahnschmelz, schadet. Ein weiterer Nachteil: Snacks sorgen für eine verminderte Produktion von Speichel, der im Mund eine wichtige Schutzfunktion übernimmt. © Pixabay
Fruchtsäfte: Das Problem bei Fruchtsäften ist der teilweise hohe Zuckergehalt. Orangensäfte enthalten manchmal nur unwesentlich weniger Zucker als Limonaden.
Fruchtsäfte: Das Problem bei Fruchtsäften ist der teilweise hohe Zuckergehalt. Orangensäfte enthalten manchmal nur unwesentlich weniger Zucker als Limonaden. © Pixabay
Kaffee: Es ist kein Geheimnis. Kaffee sorgt für Verfärbungen der Zähne. Das gleiche gilt für das ...
Kaffee: Es ist kein Geheimnis. Kaffee sorgt für Verfärbungen der Zähne. Das gleiche gilt für das ... © Pixabay
Rauchen: Es erhöht zudem das Risiko für Entzündungen des Zahnfleisches und kann zu Zahnverlusten führen. Im schlimmsten Fall kann Rauchen auch Mund-, Lippen oder Zungenkrebs verursachen.
Rauchen: Es erhöht zudem das Risiko für Entzündungen des Zahnfleisches und kann zu Zahnverlusten führen. Im schlimmsten Fall kann Rauchen auch Mund-, Lippen oder Zungenkrebs verursachen. © Pixabay
Piercings: Metalle von Piercings im Mundbereich schaden nicht nur den Zähnen, sondern auch dem Zahnfleisch. Dies kann teilweise gravierende Folgen haben, Zähne können im schlimmsten Fall sogar ausfallen.
Piercings: Metalle von Piercings im Mundbereich schaden nicht nur den Zähnen, sondern auch dem Zahnfleisch. Dies kann teilweise gravierende Folgen haben, Zähne können im schlimmsten Fall sogar ausfallen. © Pixabay
Wein: Die in Rotwein enthaltenen chromogenen Moleküle und Tannine können zu einer Verfärbung der Zähne führen. Gleichzeitig schadet die Säure in Rot- und Weißwein dem Zahnschmelz.
Wein: Die in Rotwein enthaltenen chromogenen Moleküle und Tannine können zu einer Verfärbung der Zähne führen. Gleichzeitig schadet die Säure in Rot- und Weißwein dem Zahnschmelz. © Pixabay
Zähneknirschen: Speziell angefertigte Schienen können übermäßiges nächtliches Zähneknirschen und dadurch Schäden an der Zahnsubstanz vermeiden.
Zähneknirschen: Speziell angefertigte Schienen können übermäßiges nächtliches Zähneknirschen und dadurch Schäden an der Zahnsubstanz vermeiden. © picture alliance / dpa
Essstörungen: Auch auf die Zähne können Sie sich auswirken. Denn Menschen etwa, die unter der Binge-Eating-Störung leiden, bekommen periodische Heißhungerattacken und verlieren die Kontrolle über Ihr Essverhalten. Dieses exzessive Essverhalten kann schädlich für die Zähne sein.
Essstörungen: Auch auf die Zähne können Sie sich auswirken. Denn Menschen etwa, die unter der Binge-Eating-Störung leiden, bekommen periodische Heißhungerattacken und verlieren die Kontrolle über Ihr Essverhalten. Dieses exzessive Essverhalten kann schädlich für die Zähne sein. © picture alliance / dpa
Verpackungen oder Flaschen mit dem Mund öffnen: So wie im Bild sollte es eigentlich sein. Doch viele Menschen öffnen Bierflaschen oder andere Verpackungen mit den Zähnen. Das sollten Sie besser lassen, da die Materialien theoretisch splittern könnten. Auf alle Fälle ist das Öffnen von Verpackungen schädlich für die Zähne. Ähnlich ist es mit dem Stifte oder Fingernägel kauen.
Verpackungen oder Flaschen mit dem Mund öffnen: So wie im Bild sollte es eigentlich sein. Doch viele Menschen öffnen Bierflaschen oder andere Verpackungen mit den Zähnen. Das sollten Sie besser lassen, da die Materialien theoretisch splittern könnten. Auf alle Fälle ist das Öffnen von Verpackungen schädlich für die Zähne. Ähnlich ist es mit dem Stifte oder Fingernägel kauen. © Pixabay

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