1. Startseite
  2. Ratgeber
  3. Gesundheit

Einfache Zahnpflege-Regel soll schweren Covid-Verläufen vorbeugen – und das Eindringen von Coronaviren in die Blutbahn verhindern

Erstellt:

Von: Juliane Gutmann

Kommentare

Gesundes Zahnfleisch kann die Verbreitung von Coronaviren im Körper verhindern, so das Fazit einer neuen Studie.
Gesundes Zahnfleisch kann die Verbreitung von Coronaviren im Körper verhindern, so das Fazit einer neuen Studie. © www.imago-images.de

Nicht nur über die Atemwege, auch über die Blutbahn könnten Coronaviren in den Körper gelangen. Welche Rolle die Mundhygiene spielt, haben Forscher:innen untersucht.

Coronaviren dringen über Mund und Nase in den Atemtrakt ein und gelangen so in die Lunge. Doch es gibt einem internationalen Forscherteam zufolge noch eine weitere Erklärung, wie sich Sars-CoV-2 im menschlichen Körper ausbreiten kann. In einem noch nicht überprüften Versuch fanden die Zahnmediziner:innen heraus, dass das Virus auch direkt über die Blutbahn aus dem Mund in die Lunge wandern kann. Ihre Schlussfolgerung: Eine gute Zahn- und Mundhygiene kann der Ausbreitung von Coronaviren im Körper vorbeugen.

Unter anderem das Fachportal Eurekalert informiert über die neue Studie eines Forscherteams um Iain Chapple, Professor für Parodontologie an der Universität von Birmingham. Vor allem Zahnfleischerkrankungen seien ein gefährliches Einfallstor für Coronaviren, die so in die Blutbahn gelangen können, erläutern die Forscher:innen. Es gebe Hinweise darauf, dass Coronaviren zuerst die Blutgefäße der Lunge befallen und nicht die Atemwege, wie bisher angenommen, heißt es weiter.

Täglicher Einsatz von Mundspülung könnte effektiv vor Corona schützen

Eine weitere brisante Erkenntnis der Zahnexperten: Parodontose war mit einem erhöhten Corona-Sterberisiko verbunden. Die Forscher:innen vermuten, dass die Anhäufung von Zahnbelag und parodontalen Entzündungen die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Sars-CoV-2 die Lunge erreicht und schwerere Fälle der Infektion verursacht, zitiert eurekalert.org. Gründliche Zahn- und Mundhygiene sei entsprechend mit einer potentiell lebensrettenden Maßnahme gleichzusetzen und könne das Risiko der Übertragung des Virus aus dem Mund in die Lunge senken. "Zahnfleischerkrankungen machen das Zahnfleisch undichter, wodurch Mikroorganismen in das Blut gelangen können. Einfache Maßnahmen – wie sorgfältiges Zähneputzen und Interdentalbürsten, um die Plaquebildung zu reduzieren, zusammen mit speziellen Mundspülungen* oder sogar Salzwasserspülungen, um die Entzündung des Zahnfleisches zu reduzieren – könnten dazu beitragen, die Konzentration des Virus im Speichel zu verringern und die Entwicklung einer Lungenerkrankung abzumildern und das Risiko einer Verschlechterung hin zu einer schweren Covid-19-Erkrankung zu reduzieren", so Co-Autor Iain Chapple, Professor für Parodontologie an der Universität von Birmingham. (jg) *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Weiterlesen: Mit Mundwasser gegen Corona? Forscher finden vielversprechenden Zusammenhang.

Auch interessant

Kommentare