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Der Corona-Impfstoff von Moderna wurde am 6. Januar 2021 in der Europäischen Union zugelassen. Es kam seither auch in Deutschland zu Nebenwirkungen, die meist harmlos ausfielen.
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Der Corona-Impfstoff von Moderna wurde am 6. Januar 2021 in der Europäischen Union zugelassen. Es kam seither auch in Deutschland zu Nebenwirkungen, die meist harmlos ausfielen.

Mögliche Komplikationen

107 schwerwiegende Moderna-Nebenwirkungen gemeldet – doch Impfstoff schützt zu 96 Prozent vor Ansteckung

Seit 27. Dezember 2020 sind 713.067 Impfungen mit dem Moderna-Impfstoff in Deutschland durchgeführt worden. Ein Sicherheitsbericht zählt mögliche Komplikationen auf.

Der Corona-Impfstoff des US-Biotechnologieunternehmens Moderna wurde am 6. Januar 2021 in der Europäischen Union zugelassen. Es handelt sich wie bei dem Biontech-Produkt um einen mRNA-Impfstoff. Bei der mRNA-Technologie wird nicht klassisch ein Antigen (also der Krankheitserreger selbst oder Teile von ihm) verimpft, sondern die Bauanleitung für das Corona-spezifische Spike-Protein. Dieses nutzt das Coronavirus, um an Körperzellen anzudocken und in diese einzudringen. Die mRNA-Impfung führt dazu, dass der Körper dazu angeregt wird, diese Spike-Proteine zu produzieren. Infolge wird das Immunsystem aktiviert und bildet Antikörper gegen das Protein.

Symptome wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit, leichtes Fieber oder andere Krankheitsanzeichen nach einer Impfung sind ein Zeichen dafür, dass die körpereigene Abwehr Antikörper produziert. Die meisten Impfreaktionen sind harmlos und verschwinden innerhalb kurzer Zeit. Doch es gibt auch Menschen, die mit schweren Komplikationen auf eine Corona-Impfung reagieren.

Erfahren Sie hier, welche Nebenwirkungen eine Biontech- und Astrazeneca-Impfung bergen kann.

Moderna-Impfung bietet bis zu 96 Prozent Schutz vor Ansteckung mit Coronaviren

Jede Impfung und jede medikamentöse Therapie kann Nebenwirkungen hervorrufen. In Hinblick auf die Corona-Impfstoffe sind schwerwiegende Nebenwirkungen nach aktuellem Kenntnisstand sehr selten. Deutschen Behörden wie dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge überwiege der Nutzen von Corona-Impfungen. So heißt es etwa vonseiten des RKI: „Die Daten aus den Zulassungsstudien und Beobachtungsstudien insbesondere aus Großbritannien und Israel zeigen, dass alle verfügbaren Covid-19-Impfstoffe hochwirksam gegen schwere Verläufe von Covid-19 sind. Das bedeutet, selbst wenn man erkranken würden, wäre das Risiko schwer zu erkranken sehr gering“.

Ein Aufkleber, der auf eine Impfung mit dem Impfstoff Moderna hinweist, klebt im Impfzentrums des Klinikum Stuttgart im Impfpass eines Impflings. Wie jeder Impfstoff kann auch der von Moderna Nebenwirkungen zur Folge haben. Meist sind diese allerdings harmlos.

Die vollständige Impfung mit dem Moderna-Präparat schützte jüngere Menschen sehr gut vor einer Ansteckung mit Coronaviren (96 Prozent), wie das Portal Gesundheitsinformation.de informiert. Dieses wird vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) betrieben. Bei Menschen über 65 Jahre lag der Wert bei 86 Prozent. Doch Impfreaktionen können auch bei der Moderna-Impfung auftreten.

Moderna: Nebenwirkungen und Todesfälle im Überblick

In der Moderna-Zulassungsstudie beobachteten die Studienleiter:innen leichte vorübergehende Nebenwirkungen wie Schmerzen und Rötung an der Einstichstelle bei 92 Prozent der etwa 30.000 Studienteilnehmer:innen. Über Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskel- oder Gelenkschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen nach der Impfung klagten 83 Prozent der Impf-Probanden. Hinweise auf schwere Nebenwirkungen gab es während der Zulassungsstudie zwar nicht, allerdings heißt es vonseiten des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen: „Die Zulassungsstudie zum Impfstoff Moderna wird fortgesetzt. (...) Deshalb kann es in den nächsten Monaten noch weitere Erkenntnisse zur Wirksamkeit und zu Nebenwirkungen geben“. Wenn jetzt nach und nach in Deutschland und weltweit Millionen von Menschen gegen Corona geimpft werden, sei allein aufgrund von Zufall zu erwarten, dass immer wieder nach einer Impfung schwerere Erkrankungen auftreten würden, so das IQWiG-Statement.

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) als deutsches Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel berichtet indes in seinem Sicherheitsbericht vom 6. April von 107 schwerwiegenden Impfkomplikationen nach einer Moderna-Impfung. Als schwerwiegende Reaktionen gelten solche, die eine Behandlung im Krankenhaus notwendig machen oder Reaktionen, die als medizinisch bedeutsam eingeordnet wurden, so das PEI. „In sieben Fällen verstarben Personen nach Impfung mit dem Covid-19- Impfstoff Moderna“, heißt es im Bericht. Zu den gemeldeten schweren Komplikationen zählten anaphylaktische Reaktionen auf den Impfstoff und Thrombosen in den Venen. Auch eine arterielle Thrombose wurde gemeldet. Zur Einordnung veröffentlichte das PEI auch die Gesamtzahlen der Impfungen: „Bis zum 02.04.2021 wurden laut Angaben des Robert Koch-Instituts 14.381.068 Impfungen durchgeführt, davon 713.067 Impfungen mit dem Covid-19-Impfstoff Moderna“, heißt es. (jg)

Was Sie nach einer Corona-Impfung bei Verdacht auf eine Thrombose sofort tun müssen und wie Sie diese überhaupt erkennen, erfahren Sie hier.

Mehr Quellen: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/; https://www.pei.de/DE/newsroom/dossier/

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

Eine mit Coronaviren befallene Zelle
Ende 2019 wurde zum ersten Mal über das Coronavirus Sars-CoV-2 berichtet. Zuerst nur in China diagnostiziert, breitete sich die durch Coronaviren ausgelöste Krankheit Covid-19 weltweit aus. Die Pandemie hat im Jahr 2020 weltweit etwa 1.900.000 Todesopfer gefordert. Auf der Darstellung oben ist eine menschliche Zelle (grün) zu sehen, die mit Coronaviren (gelb) infiziert ist.  © Niaid/dpa
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat. © dpa/dpaweb-mm
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpa
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff. © dpa
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene.
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene. © dpa/dpaweb
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Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus. © dpa
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Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung.
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpa
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen.
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen. © dpa
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt.
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. © dpa
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz.
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz. © dpa

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