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E-Zigarette gegen Nikotinsucht? Neue Raucher-Studie klärt auf

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Von: Juliane Gutmann

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Ein Mann atmet am 17.01.2017 auf dem Großen Feldberg im Taunus (Hessen) in der Winterlandschaft den Rauch einer E-Zigarette aus.
Einige Raucher/innen sehen in der E-Zigarette eine Möglichkeit, sich das Rauchen ganz abzugewöhnen. © Frank Rumpenhorst/dpa

Nicht nur an Neujahr für viele ein Thema: die Raucherentwöhnung. Ob E-Zigaretten tatsächlich den Rauchstopp fördern können, haben US-Forscher jetzt untersucht.

Sie kosten Geld, schaden der Gesundheit und stören so manchen Mitmenschen: Zigaretten, Zigarillos oder gar Zigarren. Wer sich das Laster abgewöhnen möchte, hat oftmals bereits verschiedene Methoden ausprobiert. Da wäre der Heute-auf-Morgen-Rauchstopp, diverse Nichtraucherprogramme von Krankenkassen oder via Gesundheitsapp bis hin zur Entwöhnungs-Hypnose. Bisher sind Sie immer wieder rückfällig geworden? Sie spielen mit dem Gedanken, sich langsam von der echten Zigarette mithilfe der E-Zigarette zu verabschieden? Ob dies sinnvoll ist, haben Wissenschaftler der School of Public Health and Human Longevity Science an der University of California in San Diego jetzt in einer Studie beleuchtet.

Im Fokus der Forschungsarbeit stand, wie oft E-Zigaretten-Raucher rückfällig geworden sind – also wieder zur herkömmlichen Zigarette zurückgegriffen haben.

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Rauchstopp mit E-Zigaretten: Was Forscher/innen davon halten

Kann es tatsächlich sein, dass die E-Zigarette beim Rauchstopp helfen könnte? Nein, so das Ergebnis der US-Wissenschaftler/innen. Für ihre Studie hatten sie über 13.500 Raucher/innen befragt, von welchen 9,4 kürzlich mit dem Rauchen aufgehört hatten. Knapp ein Viertel davon war auf E-Zigaretten umgestiegen. „Der Umstieg auf ein beliebiges Tabakerzeugnis, einschließlich E-Zigaretten, war mit einem 8,5-prozentigen Anstieg des Rückfalls im nächsten Jahr verbunden“, heißt es vonseiten der Forscher/innen, deren Arbeit auf dem Fachportal Jama veröffentlicht wurde.

22,8 Prozent der Probanden, die kürzlich mit dem Rauchen aufgehört hatten, waren auf E-Zigaretten umgestiegen, wobei 17,6 Prozent sie täglich benutzten. Insgesamt 37,1 Prozent nutzten der Studie zufolge ein Nicht-Zigaretten-Tabakprodukt (etwa Nikotinpflaster) und 62,9 Prozent hatten sich für einen kalten Entzug ohne Ersatzprodukt. Aus letzterer Gruppe waren ein Jahr nach dem Rauchstopp immerhin 50,5 Prozent der Menschen rauchfrei geblieben. Bei denjenigen, die mithilfe von E-Zigaretten die Raucherentwöhnung versuchten, waren es 41,6 Prozent, wie unter anderem Express.de informiert. Die US-Forscher/innen schlussfolgerten, dass ein „Umstieg auf ein beliebiges Tabakprodukt mit einer höheren Rückfallquote verbunden (ist) als das Nichtrauchen“. Weiter heißt es vonseiten der Forscher/innen: „Diese große, national repräsentative US-Studie stützt nicht die Hypothese, dass der Umstieg auf E-Zigaretten einen Rückfall in das Zigarettenrauchen verhindert“. (jg)

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