Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Sommer, Sonnenuntergang, Suff: Die meisten Betrunkenen landen laut einer neuen Studie während den Sommermonaten im Krankenhaus.
+
Sommer, Sonnenuntergang, Suff: Die meisten Betrunkenen landen laut einer neuen Studie während den Sommermonaten im Krankenhaus.

Studie

Meisten Alkoholexzesse im Sommer

  • Pamela Dörhöfer
    VonPamela Dörhöfer
    schließen

Der Sommer ist die Hochphase für Alkoholgelage. Laut einer Studie des Universitätsklinikums Jena landen dann die meisten betrunkenen Patienten in der Notaufnahme.

In den Notaufnahmen der Krankenhäuser gehören sie zum Alltag: Allein am Universitätsklinikum Jena etwa sind im Laufe eines Jahres mehr als 600 alkoholisierte Menschen behandelt worden, das entspricht etwa zweieinhalb Prozent aller Patienten in der Zentralen Notaufnahme dort – und die Zahlen seien steigend, sagt Oberarzt Steffen Herdtle. Mediziner der Zentralen Notaufnahme und der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie am Jenaer Uniklinikum haben in einer Studie untersucht, welche Gruppen am stärksten unter diesen Patienten vertreten sind und zu welchen Zeiten besonders viele versorgt werden müssen.

Es stellte sich heraus, dass bei etwa zwei bis drei Patienten in der Woche der Alkoholpegel im Blut „deutlich erhöht“ ist, womit die Medizin Werte ab zwei Promille versteht. „Wer bei diesen Patienten ausschließlich an Jugendliche nach einer langen Partynacht denkt, liegt falsch“, sagt Steffen Herdtle. Vielmehr zeige die Studie, dass besonders häufig Menschen über 50 Jahren aufgenommen würden. Und: Die überwiegende Mehrzahl der Alkoholisierten, rund 80 Prozent, sind Männer.

Die Notfallmediziner behandelten diese Patienten meist in den nächtlichen Stunden zwischen 20 und 5 Uhr. Wenig überraschend: Etwa die Hälfte der Alkoholisierten wurde zwischen Freitag und Sonntag versorgt, auch manche Feiertage wie der Vatertag verführen offenbar zu maßlosem Alkoholkonsum. Unter den Jahreszeiten ragt der Sommer mit „Spitzenwerten“ bei den betrunkenen Patienten heraus.

Häufig kommen diese Menschen nach Stürzen ins Krankenhaus. Die Diagnose ist gleichwohl nicht immer einfach zu stellen. Denn oft sei unklar, ob die Beschwerden durch den Alkohol bedingt seien oder aber durch Blutungen im Kopf entstünden, sagt Stefan Herdtle. Überrascht hat die Wissenschaftler vor allem jedoch die Erkenntnis, dass die Problematik in einem weit entfernten Land mit gänzlich anderer Kultur genau die gleiche ist: Denn wie sie herausfanden, stimmen die Ergebnisse der Jenaer Untersuchung exakt mit den Resultaten einer ähnlichen Studie aus Japan überein.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare