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Ein britisches Forscherteam hat untersucht, wie häufig Schwangere von schweren Corona-Verläufen betroffen sind.
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Ein britisches Forscherteam hat untersucht, wie häufig Schwangere von schweren Corona-Verläufen betroffen sind.

Schwere Krankheitsverläufe

Mehr Schwangere auf Intensivstation wegen Delta: Britische Hebamme spricht sich für die Corona-Impfung aus

  • Juliane Gutmann
    VonJuliane Gutmann
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Mit Corona-Impfung „Ihr Baby schützen und aus dem Krankenhaus heraushalten“: Eine Hebamme aus Großbritannien wendet sich mit einem Schreiben an Mediziner/innen.

Der einzige Weg, die Corona-Pandemie einzudämmen, ist die Covid-Impfung. Dessen sind sich Mediziner wie Professor Franz-Xaver Reichl von der LMU München sicher. Im Interview mit der IPPEN-Zentralredaktion plädiert er dafür, dass sich jeder Bürger/jede Bürgerin mit einem der zugelassenen Corona-Impfstoffe gegen die Krankheit immunisieren lassen sollte. Lange Zeit wurde davon ausgegangen – auch weil man noch wenig über Covid-19 wusste – dass Kinder und Schwangere wenig gefährdet sind, einen schweren Verlauf zu erleiden. Ein britisches Forscherteam zeichnet in einer Studie ein ganz anderes Bild.

Die Forscher/innen um Marian Knight von der University of Oxford hatten für ihre Untersuchung die Daten von mehr als 3.300 schwangeren Frauen analysiert. Diese waren zwischen März 2020 und Juli 2021 mit Covid-19 in britische Krankenhäuser eingeliefert worden. Das erschreckende Ergebnis der Forscher/innen: Im Laufe der Pandemie und mit der Ausbreitung neuer Varianten ist der Anteil der Schwangeren mit schweren Covid-Verläufen deutlich angestiegen, wie unter anderem der Spiegel informiert. So waren zu Beginn der Pandemie etwa 24 Prozent der hospitalisierten Schwangeren von einem moderaten bis schweren Corona-Verlauf betroffen. Doch mit Fortschreiten der Pandemie und dem Auftreten der Delta-Variante kam es häufiger zu schweren Verläufen: Zum Ende des Studienzeitraums hin waren den Forschenden zufolge ganze 45 Prozent der Schwangeren von moderaten bis schweren Corona-Verläufen betroffen.

„Impfstoffe retten Leben“ – Hebamme will, dass sich Schwangere gegen Corona impfen lassen

Mit Ausbreitung der Corona-Varianten stieg die Anzahl der schwangeren Frauen an, die durch eine Corona-Infektion Unterstützung beim Atmen benötigten, eine Lungenentzündung entwickelten oder auf Intensivstation behandelt werden mussten, heißt es weiter. Aus diesem Grund sprechen sich viele Frauenärzte/-ärztinnen und Hebammen jetzt auch für eine Impfung für schwangere Frauen aus, so wie Jacqueline Dunkley-Bent als leitende Hebamme des englischen staatlichen Gesundheitssystems NHS (National Health Service). In einem Schreiben hat sie sich an Hebammenkollegen/-kolleginnen und Hausarztpraxen im ganzen Land gewandt und auf die Notwendigkeit hingewiesen, schwangere Frauen zur Impfung zu ermutigen, um sie und ihr Baby zu schützen. Dunkley-Bent schreibt: „Impfstoffe retten Leben, und dies ist eine weitere deutliche Erinnerung daran, dass die Covid-19-Impfung Sie, Ihr Baby und Ihre Lieben schützen und aus dem Krankenhaus heraushalten kann“.

Die Hebamme beruft sich auf aktuelle Zahlen, die zeigen würden, dass die überwältigende Mehrheit der schwangeren Frauen, die mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert werden, keine Impfung erhalten hatten. „Die heute veröffentlichten neuen Zahlen zeigen auch, dass keine Schwangere mit beiden Impfdosen ins Krankenhaus eingeliefert wurde“, heißt es in einer NHS-Veröffentlichung. Fast alle Schwangeren (98 Prozent), die seit Mai 2021 mit Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden, waren nicht geimpft gewesen, heißt es weiter. (jg)

Zur Studie

Weiterlesen: Wie gut schützt die Corona-Impfung gegen Delta? Viren-Experte im Interview: „Das sind immer noch ausgezeichnete Werte“

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

Eine mit Coronaviren befallene Zelle
Ende 2019 wurde zum ersten Mal über das Coronavirus Sars-CoV-2 berichtet. Zuerst nur in China diagnostiziert, breitete sich die durch Coronaviren ausgelöste Krankheit Covid-19 weltweit aus. Die Pandemie hat im Jahr 2020 weltweit etwa 1.900.000 Todesopfer gefordert. Auf der Darstellung oben ist eine menschliche Zelle (grün) zu sehen, die mit Coronaviren (gelb) infiziert ist.  © Niaid/dpa
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat. © dpa/dpaweb-mm
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpa
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff. © dpa
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene.
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene. © dpa/dpaweb
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Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus. © dpa
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren.
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren. © picture alliance / Science Photo
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung.
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpa
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen.
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen. © dpa
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt.
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. © dpa
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz.
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz. © dpa

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