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Steak steht ebenfalls auf dem Ernährungsplan der Max-Planck-Diät.

Abnehmen mit Eiweiß

Max-Planck-Diät: Neun Kilo in zwei Wochen - doch wie gesund ist sie wirklich?

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Atkins, Low-Carb und Vegan: Es gibt viele Ernährungsformen, die gesund und schlank machen sollen. Die Max-Planck-Diät verspricht sogar neun Kilo in zwei Wochen. So geht's.

Eine kohlenhydratarme Ernährung ist für viele Abnehmwillige seit Jahren Mittel der Wahl, um schnell schlank und fit zu werden. Allgemein werden hierbei stärke- und kalorienreiche Lebensmittel wie Nudeln, Brot und Reis weggelassen und stattdessen viel Eiweiß, Obst und Gemüse den Vorzug gegeben.

Max-Planck-Diät: Mit Low Carb neun Kilo weniger in zwei Wochen

Auch die Max-Planck-Diät orientiert sich an diesem Ernährungsschema. Sie verspricht sogar einen Gewichtsverlust von sage und schreibe neun Kilo innerhalb von nur zwei Wochen! Doch der Weg dahin ist kein Zuckerschlecken.

Auch interessant: Abnehm-Kick Intervallfasten: So verlieren Sie in einer Woche ganze fünf Kilo.

So wird nicht nur die Kalorienzufuhr stark eingeschränkt, sondern der Ernährungsplan muss auch streng eingehalten werden. Auch während der Max-Planck-Diät essen Sie hauptsächlich (tierische) Proteine wie etwa:

  • Eier
  • Käse
  • Quark
  • Fisch
  • Steak
  • Meeresfrüchte

Diese Auswahl der Lebensmittel hat die Diätform mit vielen klassischen Low Carb-Schlankheitskuren gemeinsam. Aber auch Gemüse wie Spinat und Tomaten oder auch zuckerarmes Obst wie Beeren können Sie nach Belieben zu sich nehmen. Ziel ist es, durch den Verzicht auf Kohlenhydrate den Körper dazu zu bringen, Fettpölsterchen zur Energiegewinnung zu schmelzen.

Bis zu 800 Kalorien am Tag: So sieht eine Woche in der Max-Planck-Diät aus

Damit dieser nicht auf die Muskelzellen zurückgreift, wird dem mit der vermehrten Aufnahme von Eiweiß entgegengewirkt. Dennoch wird die Nahrungsmenge gleichzeitig reduziert und es sind pro Tag nur noch etwa 400 bis 800 Kalorien pro Tag erlaubt. Das ist sehr wenig - vor allem im Hinblick darauf, dass ein Erwachsener durchschnittlich 2.000 Kalorien pro Tag benötigt.

Erfahren Sie hier: Stoffwechselkur: So verlieren Sie bis zu zehn Kilo in drei Wochen.

Ein Ernährungsplan gemäß der Max-Planck-Diät sieht folgendermaßen aus:

Tag 1

  • Frühstück: schwarzer Kaffee ohne Zucker
  • Mittagessen: zwei gekochte Eier mit Spinat
  • Abendessen: ein Steak und grüner Salat

Tag 2

  • Frühstück: schwarzer Kaffee ohne Zucker und ein Brötchen
  • Mittagessen: ein Steak, grüner Salat und als Dessert Beeren
  • Abendessen: gekochter Schinken

Tag 3

  • Frühstück: schwarzer Kaffee ohne Zucker und ein Brötchen
  • Mittagessen: zwei gekochte Eier, grüner Salat und Tomaten
  • Abendessen: gekochter Schinken und grüner Salat

Tag 4

  • Frühstück: schwarzer Kaffee ohne Zucker und ein Brötchen
  • Mittagessen: ein gekochtes Ei, Karotten und Käse
  • Abendessen: Naturjoghurt mit Beeren

Tag 5

  • Frühstück: schwarzer Kaffee ohne Zucker und Karotten mit Zitrone
  • Mittagessen: Fisch und Tomaten
  • Abendessen: Steak und grüner Salat

Tag 6

  • Frühstück: schwarzer Kaffee ohne Zucker und ein Brötchen
  • Mittagessen: gegrilltes Hühnchen
  • Abendessen: zwei gekochte Eier und Karotten

Tag 7

Video: Was hält die Wissenschaft von der "Hormon-Diät"?

Da sich die Max-Planck-Diät über zwei Wochen erstreckt, beginnen Sie in der zweiten Woche einfach wieder mit Tag 1 des Ernährungsplans.

Dadurch, dass der Ernährungsplan sehr einfach und unkompliziert ist, braucht es kaum Vorbereitung. Allerdings ist sie durch die geringe Kalorienaufnahme einer Crash-Diät sehr ähnlich, weshalb sie auch nur kurzfristig für eine schnelle Gewichtsabnahme geeignet ist.

Für wen die Max-Planck-Diät nicht geeignet ist

Wer dann aber beim Hochzeits-Buffet zuschlägt, sollte sich vor dem Jo-Jo-Effekt in Acht nehmen. Schließlich lief der Stoffwechsel lange Zeit auf Sparflamme - führt man ihm nun zu schnell, zu viel Nahrung wieder zu, wird dieses sofort umgewandelt und wieder eingelagert.

Grundsätzlich empfiehlt es sich, vor einer solch radikalen Diät einen Gesundheits-Check durchführen zu lassen. Besonders Menschen mit (chronischen) Vorerkrankungen sowie einem erhöhten Cholesterinwert sollten besser Abstand von der eiweißreichen Max-Planck-Diät nehmen.  

Ihre Meinung ist gefragt!

Lesen Sie auch: Mann isst ein Jahr nur Kartoffeln - das ist daraufhin passiert.

jp

Schnell schlank und fit: Sechs gesunde Zuckeralternativen

Die wenigsten kennen ihn, doch Veganer schätzen ihn schon seit langem: den Reissirup. Auf den ersten Blick hat er die gleiche Konsistenz und Farbe wie Honig, doch er ist transparenter. Dennoch kann man mit Reissirup sein Frühstück aufpeppen. Er süßt zwar etwas weniger als Haushaltszucker, hat dafür aber einen leicht karamellartigen Geschmack. Zudem enthält er viele Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen oder Kalzium und hält dank seiner Mehrfachzucker den Zuckerausstoß gering.
Die wenigsten kennen ihn, doch Veganer schätzen ihn schon seit langem: den Reissirup. Auf den ersten Blick hat er die gleiche Konsistenz und Farbe wie Honig, doch er ist transparenter. Dennoch kann man mit Reissirup sein Frühstück aufpeppen. Er süßt zwar etwas weniger als Haushaltszucker, hat dafür aber einen leicht karamellartigen Geschmack. Zudem enthält er viele Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen oder Kalzium und hält dank seiner Mehrfachzucker den Zuckerausstoß gering. © pixabay/ponce_photography
Kokosblütenzucker, auch Kokos- oder Palmzucker genannt, ist erst seit kurzem bekannt, aber dank seines niedrigen glykämischen Index bereits ein Star in der veganen und der Paleo-Community. Deshalb wird er besonders bei Diabetes, hohem Blutdruck oder Herzerkrankungen empfohlen. Der Kokoszucker wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt und ist ebenfalls reich an diversen Mineralstoffen. Dennoch schmeckt er nicht nach Kokos, sondern hat ebenfalls eine karamellige Note. Man kann ihn 1:1 wie braunen Zucker verwenden.
Kokosblütenzucker, auch Kokos- oder Palmzucker genannt, ist erst seit kurzem bekannt, aber dank seines niedrigen glykämischen Index bereits ein Star in der veganen und der Paleo-Community. Deshalb wird er besonders bei Diabetes, hohem Blutdruck oder Herzerkrankungen empfohlen. Der Kokoszucker wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt und ist ebenfalls reich an diversen Mineralstoffen. Dennoch schmeckt er nicht nach Kokos, sondern hat ebenfalls eine karamellige Note. Man kann ihn 1:1 wie braunen Zucker verwenden. © pixabay/Couleur
Wer schon einmal in den USA oder Kanada war, kennt ihn meist auf Pancakes zum Frühstück: den Ahornsirup. Als gesunde Alternative ist er bei Veganern sehr beliebt. Er wird aus kanadischen Ahornbäumen gewonnen und als Saft eingekocht. Er gilt als natürliches Süßungsmittel und ist in verschiedenen Qualitätsgraden (AA, A, B, C, D) erhältlich. Auch Ahornsirup wird für seine vielen Mineralstoffe und Spurenelemente geschätzt. Zudem sollen darin befindliche Substanzen antioxidativ und entzündungshemmend wirken.
Wer schon einmal in den USA oder Kanada war, kennt ihn meist auf Pancakes zum Frühstück: den Ahornsirup. Als gesunde Alternative ist er bei Veganern sehr beliebt. Er wird aus kanadischen Ahornbäumen gewonnen und als Saft eingekocht. Er gilt als natürliches Süßungsmittel und ist in verschiedenen Qualitätsgraden (AA, A, B, C, D) erhältlich. Auch Ahornsirup wird für seine vielen Mineralstoffe und Spurenelemente geschätzt. Zudem sollen darin befindliche Substanzen antioxidativ und entzündungshemmend wirken. © Pixabay
Neben Xylit gehört auch Erythrit zu den Zuckeralkoholen und wird als Zuckeraustauschstoff verwendet. Er sieht dem Haushaltszucker ebenfalls gleich und schmeckt süß. Er kommt in natürlicher Form in Käse, Mais oder Obst vor und wird durch Fermentation gewonnen. Erythrit enthält ebenfalls kaum Kalorien und beeinflusst nicht den Blutzucker- oder Insulinspiegel. Daher wird er bei Diabetes oder Übergewicht empfohlen. Allerdings süßt er nicht so stark wie Xylit oder normaler Haushaltszucker.
Neben Xylit gehört auch Erythrit zu den Zuckeralkoholen und wird als Zuckeraustauschstoff verwendet. Er sieht dem Haushaltszucker ebenfalls gleich und schmeckt süß. Er kommt in natürlicher Form in Käse, Mais oder Obst vor und wird durch Fermentation gewonnen. Erythrit enthält ebenfalls kaum Kalorien und beeinflusst nicht den Blutzucker- oder Insulinspiegel. Daher wird er bei Diabetes oder Übergewicht empfohlen. Allerdings süßt er nicht so stark wie Xylit oder normaler Haushaltszucker. © pixabay/Pezibear
Honig gilt seit Menschengedenken als wertvolles Nahrungs- und Heilmittel. Er wird von Bienen aus gesammeltem Nektar von Blüten oder durch Ausscheidungsprodukte verschiedener Läusearten, dem sogenannten Honigtau, produziert. Honig besteht zu 80 Prozent aus reinem Zucker. Heutzutage wird er als Süßungsmittel genutzt und seit der Antike für seine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung bei diversen Erkrankungen gerühmt.
Honig gilt seit Menschengedenken als wertvolles Nahrungs- und Heilmittel. Er wird von Bienen aus gesammeltem Nektar von Blüten oder durch Ausscheidungsprodukte verschiedener Läusearten, dem sogenannten Honigtau, produziert. Honig besteht zu 80 Prozent aus reinem Zucker. Heutzutage wird er als Süßungsmittel genutzt und seit der Antike für seine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung bei diversen Erkrankungen gerühmt. © Pixabay
Stevia wird aus der südamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana (auch "Süßkraut" oder "Honigkraut" genannt) gewonnen und ist ebenfalls ein natürlicher und beliebter Süßstoff. Er besteht großteils aus den sogenannten Stevioglycosiden und hat weder Kalorien noch Zucker. Daher ist Stevia bei Diabetes, Insulinresistenz und sogar zur Kariesprophylaxe geeignet. Doch Vorsicht: Der Süßstoff ist bis zu 300 Mal süßer als herkömmlicher Haushaltszucker.
Stevia wird aus der südamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana (auch "Süßkraut" oder "Honigkraut" genannt) gewonnen und ist ebenfalls ein natürlicher und beliebter Süßstoff. Er besteht großteils aus den sogenannten Stevioglycosiden und hat weder Kalorien noch Zucker. Daher ist Stevia bei Diabetes, Insulinresistenz und sogar zur Kariesprophylaxe geeignet. Doch Vorsicht: Der Süßstoff ist bis zu 300 Mal süßer als herkömmlicher Haushaltszucker. © picture alliance / dpa / Marijan Murat

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